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Klassiker der Erotik 30: Tolldreiste Geschichten

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Produktdetails

Titel: Klassiker der Erotik 30: Tolldreiste Geschichten
Autor/en: Honore de Balzac

EAN: 9783943809893
Format:  EPUB
Familiy Sharing: Ja
Passion Publishing

20. Februar 2014 - epub eBook - 462 Seiten

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Dreißig kurzweilige Geschichten über den Hochadel der französische Gesellschaft vom berühmten französischen Romancier. Balzac enthüllt Lust und Leidenschaft, Laster und Leiden und auf brillanter Art das gesamte Spektrum der Skandale und der Verdorbenheit. Dabei klagt er auch die Scheinmoral und den Geiz und Gier des Adels an.
Selten gab es erotische Geschichten, die gleichzeitig so mystisch, so frivol, so politisch und so gesellschaftskritisch sind wie Balzacs dreißig "Tolldreiste Geschichten". Faszination pur!

DIE LÄSSLICHE SÜNDE

Wie der gute Ritter Bruyn zu seiner Frau kam

Der edle Herr Bruyn, derselbe, der das Schloß Ravenstein-Weiberfreyt, oder wie sie es auf welsch nennen, Roche-Corbon-lez-Vouvray, an der Loire ausgebaut hat, war in seiner Jugend ein wilder Gesell und Tunichtgut. Er ging noch halb in den Knabenschuhen, da war schon keine Jungfernschaft mehr vor ihm sicher, und überall machte er einen Spektakel, als wenn er das Haus zum Fenster hinauswerfen wolle. Als er dann, noch ganz jung, seinen Vater, den Freiherrn von Ravenstein, zu begraben das Vergnügen hatte, wurde er vollends ein richtiger kleiner Teufelsbraten. Er war nun sein eigener Herr und konnte erst recht das Haus mitsamt allen Truhen und Kisten, und was sie enthielten, zum Fenster hinauswerfen.

Wirklich lebte er in Saus und Braus alle Tage, vertat sein Geld mit Saufen, Spielen und Huren und kümmerte sich den Teufel um Gesetz und Sitte, daß er sich bald aus der Gesellschaft der ehrsamen Menschen exkommuniziert sah und nur noch die Wucherer, Halszuzieher, Beutelschneider und andere Schnapphähne zu seinem Umgang hatte. Aber selbst die Herren Hypothekenjäger und Geldverleiher wurden stachelig wie eine Kastanienschale, als er kein andres Pfand mehr einzusetzen wußte als die genannte Herrschaft Ravenstein, in Anbetracht nämlich, daß diese Rupes Corbonis, als ein königliches Lehen, keinerlei Sicherheit und Bürgschaft zu bieten vermochte. Da war Bruyn im besten Zug, ein gefürchteter Raufbold zu werden, der wegen nichts mit den Leuten Händel anfing und kein größeres Vergnügen kannte, als Rippen einzustoßen und Schulterblätter und Schlüsselbeine entzweizuschlagen.

Dieses Treiben sah der Abt von Marienmünster oder Marmoustiers, sein Nachbar, ein Mann, der nicht gern ein Blatt vor den Mun
d nahm. Das sei ja alles sehr schön, sagte er zu dem Ritter, und wenn er so fortfahre, werde er sicher noch ein Ausbund aller ritterlichen Tugenden werden; aber noch fehle seinem schädelspalterischen Tun die Krone, nämlich: daß er zur Ehre Gottes hinziehe in das Heilige Land und sein Schwert an den Knochen der sarazenischen Mohammedaner und mohammedanischen Sarazenen, die jetzt das Heilige Land vollscheißen, schartig mache und dann zurückkehre, reich an Ablässen und Indulgenzen, entweder zurück in sein geliebtes Touran, den Garten Frankreichs, oder ins himmlische Paradies, den Garten Gottes, von wo alle christlichen Barone herkommen.

Diese weisheitsvollen Worte des Prälaten leuchteten dem Ritter ein, und ausgerüstet vom Kloster und gesegnet vom Abt, ging er zu Schiff und fuhr über Meer, zur nicht geringen Freude seiner Nachbarn. Er belagerte nun zahlreiche Städte in Asien und in Afrika, hieb auf die Ungläubigen ein, ohne Pardon zu geben, machte ein wahres Gemetzel unter Sarazenen, Griechen, Engländern und ändern, ohne viel danach zu fragen, ob es Freunde wären oder Feinde, denn er war als echter Mann wenig neugierig und befragte die Leute nach solchen Lappalien erst, nachdem er sie umgebracht hatte.

In diesem Beruf, dem lieben Gott, dem König und ihm selber sehr angenehm, gewann Bruyn einen großen Ruhm als ritterlicher Christ und christlicher Ritter und hatte viel Spaß in den heidnischen Ländern, wo er es trieb wie daheim und lieber einer Hure einen Taler als einem Bettler einen roten Heller schenkte, obwohl er mehr arme Teufel antraf, die einem Cherub gleichsahen, als er Weiber unter die Hände bekam, die auch nur von weitem den Huris des Mohammed geglichen hätten; aber er war ein guter Touraner, dem seine Suppe schmeckte aus jedem Teller.

Als er aber dann die Türkn satt hatte bis an den Ha
ls und sein Durst nach Reliquien und ändern Gnadenspenden des Heiligen Landes hinlänglich gestillt war, kehrte er zur großen Verwunderung seiner Nachbarn aus dem Kreuzzug zurück, über und über beladen mit Gold und Edelgestein, im Gegensatz zu so vielen ändern, die reich auszogen und - auch über und über bedeckt, nämlich mit dem Grind des Aussatzes, zu ihren lieben Ehegesponsen heimkamen.

Sein Ruhm drang bis zu den Ohren des guten Königs Philipp, der ihn zum Grafen ernannte und dem ganzen Touraner Land als Seneschalk vorsetzte. Da wurde Bruyn von allem Volke geliebt und mit hohen Ehren umgeben, besonders da er es mit seinen Heldentaten nicht genug sein ließ, sondern auch den Karmelitern zu den Kalköfen in der Gemeinde Trebern eine schöne Kirche baute zur Sühne für die Sünden seiner Jugend.

Er wurde ganz und gar der Liebling Gottes und der Kirche. Aus einem Raufbold und Schnapphahn, der er ehedem war, wurde er ein kluger und gesetzter Mann, dem allmählich die Haare ausgingen und der darum die lustigste Sünde der lästigsten Tugend nur noch wenig vorzog. Sein Gemüt sänftigte sich immer mehr, und er geriet nur noch in Zorn, wenn jemand Gott lästerte vor seinen Ohren, was er nicht ertragen konnte, weil er selber schon für alle ändern in seiner Jugend gelästert hatte. Er überfiel und belagerte auch die Leute nicht mehr; denn da er Seneschalk war, gaben sie ihm alles freiwillig; auch sah er in Wahrheit alle seine Wünsche erfüllt, und da wird ein Mensch, wenn er nicht ganz ein Teufel ist, vom Scheitel bis zur Sohle voller Faulheit und Behagen.

Bruyn bewohnte ein altes Schloß an den Ufern der Loire, in deren Wasser es sich spiegelte. Dieses Gemäuer war von außen voller Löcher und Scharten, wie ein spanisches Wams, im Innern aber, in den Sälen und
Kemenaten, mit königlichen Tapeten bekleidet und erfüllt mit Gerätschaften und tausenderlei Pomp sarazenischer Herkunft, daß die guten Leute von Tours davor Maul und Augen aufsperrten und sogar der Erzbischof und der hohe Klerus von Sankt Martin, denen der Graf ein seidenes Banner mit goldenen Fransen verehrte, die fremde Pracht und Herrlichkeit nicht genug bewundern konnten. Zu dem Schloß gehörte eine große Menge von Landgütern und Stadthäusern mit reichen Einkünften, mit Mühlen, Fischwassern und Wäldern, also daß seine Herrschaft eine der reichsten war im Land, die unserem Herrn dem König zu seinem Heerbann wohl an die tausend Mann zu stellen vermochte.

Wenn ihm jetzt sein Amtmann, der nicht wenige in seinem Leben hatte henken lassen, manchmal einen armen Bauer vorführte, der über irgendeinem kleinen Frevel betroffen worden, da lächelte der bejahrte Schloßherr oft gar gnädig:

»Laß ihn laufen, mein lieber Hanfwürger«, sagte er, »ich habe in früheren Jahren so viele aus Versehen umgebracht, mag er dafür das Leben haben.«

Doch nicht immer lief es so gut ab. Noch genug Bauern mußten an seinen Galgen oder an den Eichen seiner Wälder baumeln, >denn Gerechtigkeit muß sein<, pflegte er zu sagen, >und wenn es auch nur wäre, um eine alte Sitte nicht in Abgang kommen zu lassen.«

Im ganzen hielten sich seine Hintersassen ruhig und still wie die Nonnen in der Mette und waren ihm in Klugheit ergeben, denn er beschützte sie vor jeder Art von schlimmem Gesindel, vor den Vogelfreien und Vagabundierern, vor Beutelschneidern und Buschkleppern, die er unnachsichtig verfolgte, da er aus eigner Erfahrung wußte, welch eine Landplage dieses Raubzeug sein kann. Er betrieb seine Obliegenheiten in der Furcht Gottes und mi
t großem Eifer, war bei allem mit ganzer Seele dabei, beim Gottesdienst wie beim Trinken, machte aber bei Streitigkeiten, wie in allem, gern kurzen Prozeß, versüßte harte Urteile mit lustigen Scherzen, und wenn er einem hart weh getan hatte durch seinen Richterspruch, lud er sich bei ihm zu Gast und schmauste und zechte mit ihm, um ihn zu trösten. Er ließ sogar die Gehenkten in geweihter Erde begraben, denn er pflegte zu sagen: >Die gehören dem lieben Gott und sind schon genug bestraft, daß sie nicht mehr leben dürfen.< Über die Juden fiel er immer nur dann her, wenn er wußte, daß sie sich mit Wucherzinsen, dem Saft der Nation, vollgesaugt hatten, wie die Blutegel mit rotem Menschensaft; die übrige Zeit ließ er sie gewähren und pflegte sie seine lieben Bienen zu nennen, die ihm die Waben mit goldenem Honig füllen. Wenn er sie aber beraubte, geschah es immer nur zum Nutzen der Kirche, des Königs und des Landes, wie allenfalls zu seinem eignen Gewinn und Vorteil.

Seine Leutseligkeit gewann ihm immer mehr die Liebe von groß und klein. Oft, wenn er in vergnügter Stimmung vom Gericht nach Hause ritt und dem alten Abt von Marienmünster begegnete:

>Ihr habt, scheint es<, sagte dieser, >dem Galgen wieder reiche Dotationen vermacht, daß Ihr so lustig und zufrieden ausseht.<

Und wenn er von seinem Schloß Weiberfreyt nach der Stadt Tours hineinritt durch die Gassen der Vorstadt von Sankt Symphorion, da sagten die kleinen Gassendirnen unter sich: >Es muß heut Gerichtstag sein, da kommt der Gevatter Bruyn<; und ohne Furcht sahen sie ihm nach, wie er auf seinem weißen Zelter, den er von der Levante mitgebracht, gemütlich dahinritt. Auf der Flußbrücke unterbrachen die Knaben ihr Klickerspiel und riefen >Guten Tag, Herr Seneschalk.<


Und er...


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