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Stadt der Schuld

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Produktdetails

Titel: Stadt der Schuld
Autor/en: Eva-Ruth Landys

EAN: 9783956690044
Format:  EPUB
Bookspot Verlag

21. Februar 2014 - epub eBook - 533 Seiten

England 1840: Cathy und Aaron sind vor Isobels Rache in die Industriestadt Manchester geflohen. Das Leben dort ist hart, die Not allgegenwärtig. Aaron lässt sich auf gefährliche politische Aktionen ein und kommt erneut mit dem Gesetz in Konflikt. Die reiche Mrs. Ashworth bietet ihm Hilfe an, aber der Preis dafür ist hoch.
Währenddessen brechen über Horace Havisham die Folgen seiner skrupellosen Unternehmungen herein. Dabei hat er gerade die Liebe seines Lebens kennengelernt. Und diese Frau ist nicht sein eigenwilliges Eheweib Isobel ...
Band II einer erotischen Trilogie aus dem viktorianischen England.
Eva-Ruth Landys studierte Sozialarbeit und arbeitete einige Jahre in diesem Berufsfeld. Nebenher startete sie eine musikalische Karriere und ist inzwischen als Sängerin, Komponistin und Produzentin tätig sowie als Radio- und Musicalautorin. Nach "Die dritte Sünde" stellt Eva-Ruth Landys mit "Stadt der Schuld" nun den zweiten Band ihrer Trilogie vor. Mehr über die Autorin auf Facebook.

Kapitel 1


Aaron schlug die dreizinkige, gekrümmte Handforke mit einer kräftigen Bewegung in den dicht gepackten Baumwollquader, ein bleischweres Ungetüm von zwei Yards1 Länge. Seine Schultern und Arme schmerzten bereits heftig, aber noch konnte er sich keine Pause gönnen. Die Schicht dauerte zwölf Stunden. Erst in einer halben Wache2 würde etwas Zeit zum Essen und Trinken sein. Wahrscheinlich gab es wieder den üblichen Brei aus Kartoffeln und Linsen in der Arbeiterküche der Fabrik. Das Zeug hing ihm, weiß Gott, zum Hals heraus, aber es machte wenigstens vorübergehend satt und die billige Verpflegung war immerhin mehr, als man andernorts erwarten konnte. Dummerweise war auch McGillan, der dritte Mann am Hopper Feeder3, heute nicht zur Arbeit erschienen. Aaron wunderte sich nicht darüber. William McGillan hatte gestern wieder Blut gehustet und das nicht zu knapp. Schon seit Wochen ging das so, doch in den letzten Tagen war es so schlimm geworden, dass William ohnehin zu schwach gewesen war, die schweren Baumwollballen, die der dafür zuständige Vorarbeiter täglich in der großen Markthalle im Zentrum der Stadt kaufte, von den Pritschenwagen zu hieven und ins Erdgeschoss der Fabrik zu den Maschinen zu schleppen. Tom, der neben ihm genauso verbissen den widerspenstigen Ballen bearbeitete, um die Baumwolle herauszulösen und in das gefräßige, reißzahnbewehrte Maul der Maschine zu werfen, richtete sich stöhnend auf und griff sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Rücken: »Verfluchte Plackerei! Wir brauchen einen neuen Mann hier. Ich habe wirklich keine Lust, weiterhin den Kopf für William hinzuhalten. Was gehen mich seine sechs Bälger an? Soll sich doch um die kümmern, wer will. Ist das mein Prob
lem, dass er die Spinnerkrankheit hat?«

»Ach, halt den Mund und arbeite weiter!«, zischte Aaron, während er weiter mit der Forke auf den Baumwollquader einhieb. Dann stellte er seinen Fuß dagegen und riss die gelblich-weiße Pflanzenwolle mit gewaltiger Kraftanstrengung heraus. Feine weiße Faserteilchen stoben empor, umgaben sie wie Schnee und legten sich sanft auf ihre Kleidung, Gesichter und Haare, drangen ihnen in Mund und Nase. Die Männer waren es gewohnt. »Du weißt genau, dass William die Arbeit dringend braucht. Wenn es dich erwischt, bist du auch froh, wenn wir anderen für dich einstehen.«

Überraschend schnell hatte sich Tom wieder gebückt und arbeitete nun mit noch größerer Anstrengung. Der Grund dafür wurde Aaron umgehend klar.

»William McGillan? Heute nicht zur Arbeit erschienen?« Die raue Stimme von Vorarbeiter Priestley übertönte mühelos selbst den ohrenbetäubenden Lärm, den die Transmissionsriemen und Walzen der Maschinen von sich gaben. Aaron richtete sich auf. Der Vorarbeiter stand direkt hinter ihm. »Er ist krank, Mr Priestley, bestimmt nichts Ernstes. Ich werde heute nach der Schicht noch nach ihm sehen. Bestimmt ist er morgen wieder auf dem Damm, oder wenigstens übermorgen.«

»Hm …«, machte Priestley. Er zeigte keinerlei Mitgefühl. Das konnte er sich in seiner Position auch nicht leisten. Wenn der Nachschub nicht stimmte und die Spinnmaschinen im Stockwerk über ihnen nicht mit genügend Baumwollvlies aus der Ebene darunter gefüttert wurden, war auch sein Arbeitsplatz in ernster Gefahr. Und die Maschinen waren hungrig … immer hungrig, Tag und Nacht.

»Nun gut, Stanton, dann geh heute noch bei ihm vorbei. Sag ihm, wenn er spätestens übermorgen nicht erscheint und zwar im Vollbesitz seiner K
räfte, stelle ich jemand anderen ein. Ist das klar? Ich habe durchaus gesehen, dass er in letzter Zeit nur noch herumgestanden ist. So was kann ich hier nicht brauchen, verstanden?« Der Vorarbeiter wandte sich ab, drehte sich dann aber noch einmal um. »Ich werde euch nachher einen von den irischen Tagelöhnern vor dem Tor herschicken. Ihr seid jetzt schon leicht im Verzug. Das muss bis zur Pause aufgeholt werden, sonst könnte ihr euch auf was gefasst machen.«

Tom warf Aaron stumm einen entnervten Blick zu. Sie kannten den rüden Ton Priestleys zur Genüge. In der Spinnerei des Unternehmers Mr Henry Ashworth, des viertgrößten Unternehmens der Stadt, war kein Platz für Freundlichkeiten. Aber das war in ganz Manchester nicht der Fall. In dieser Stadt zählten nur drei Dinge: Zeit, Geld und Produktionskraft. Die Dampfmaschinen gaben dazu den Takt an. Unaufhörlich war rund um die Uhr ihr Hämmern und Fauchen zu hören, klebte ihr stinkender Atem in der Luft und füllte die Lungen der Menschen. Die feurigen Kolosse trieben die Maschinen an, von denen Tausende, ja Abertausende kreischend, jaulend, ratternd in den zahllosen Fabriken Garn spannen und billige Stoffe webten. Ihr höllengleiches Geschrei bohrte sich in den verrußten Himmel, beleidigte den Schöpfer und verspottete die Menschen, die auf den dreckverschmierten Gassen und Hinterhöfen wie Gewürm umherkrochen.

Aaron widmete sich schweigend weiter seiner Arbeit. Er würde Cathy, die im Stockwerk über ihm an den Speed Frames4 arbeitete, sagen müssen, dass er noch bei den McGillans vorbeischauen wolle. Aber das hatte Zeit bis zur Pause.

***

»Es ist mir eine Ehre, Mrs Fountley!« Henry Ashworth breitete in herzlicher Begrüßungsfreude die Arme aus. »Wie schön, dass Sie Mr Fountley dazu überr
eden konnten, hierherzuziehen. Ich hoffe, Queens Park sagt Ihnen beiden zu. Eine herrliche Landschaft! Und kaum eine halbe Reisestunde von unserem rußigen Manchester entfernt. So leidet man auch nicht unter den Unannehmlichkeiten des Stadtlebens, nicht wahr?«

Mrs Mary-Ann Fountley, zweite Tochter des Earls of Branford und seit mehr als einem Jahr glücklich verheiratet mit the right honourable Godfrey Fountley, lächelte ihrem Gast mindestens ebenso wohlwollend zu: »Ja, es ist wirklich entzückend hier. Mein Mann und ich sind überglücklich, dass es uns gelungen ist, das Anwesen zu mieten. Der Inhaber ist nach Indien gegangen, wie man uns mitteilte. Aber das wissen Sie ja zweifellos. Schließlich haben Sie die Sache mit eingefädelt.« Sie zwinkerte Mr Ashworth verschwörerisch zu. In der Tat war es kein großes Stück Arbeit gewesen, ihren Gatten zum Umzug nach Manchester zu bewegen. Er fühlte sich weder im überfüllten und hektischen London noch auf dem Stammsitz der Tountons wohl, da er dort unter der argwöhnischen, ja geradezu feindseligen Beobachtung seines Vaters, des Barons of Tounton, stand. Die Situation dort war schließlich unerträglich geworden für alle Beteiligten. Und das nicht erst, seit sich Godfrey, neben seiner Tätigkeit als ambitionierter Wirtschaftsjurist, mehr und mehr politisch engagierte. Es waren vor allem die unterschiedlichen politischen Ansichten, die zu den unangenehmen Spannungen zwischen dem Baron und seinem Sohn geführt hatten. Dabei hätte ihr Schwiegervater sich doch darüber freuen können, dass Godfrey der heftigen Werbung von Seiten der Whigs nicht nachgegeben hatte und bei den Torys geblieben war – dem politischen Lager, dem auch sein Vater seit Jahr und Tag angehörte. Eine sehr weise Entscheidung, da im Herbst des vergangenen Jahres die Torys die Wahl gew
onnen hatten und nun wieder die Machtverhältnisse im Unterhaus dominierten, trotz dieser unsäglichen Hofdamengeschichte
5, die diese unfähige junge Königin zu verantworten hatte. Doch es waren die sehr liberalen Ansichten, die Godfrey wie auch sie selbst, Mary-Ann, vertraten, die dem alten Baron täglich die Zornesröte ins Gesicht getrieben hatten.

»Es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass Godfrey noch nicht zurück ist von seiner Besprechung in der Stadt. Er wollte eigentlich vor der Teezeit wieder zu Hause sein, aber nun ist wohl doch etwas dazwischengekommen. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, nur mit meiner Gesellschaft vorliebzunehmen.«

»Selbstverständlich nicht, verehrte Mrs Fountley. Es ist mir im Gegenteil ein außerordentliches Vergnügen. Schließlich hat man nicht alle Tage die Gelegenheit, mit einer so überraschend gebildeten Dame ein Gespräch zu führen.«

Mrs Fountleys Dank für dieses Kompliment fiel etwas verhalten aus. Erstens empfand sie ein gewisses Bedauern darüber, dass der Gast ihr Aussehen als überhaupt nicht erwähnenswert betrachtete, obwohl dessen wohlwollende Erwähnung (wenn auch nur der Höflichkeit halber) leider nicht den Tatsachen entsprochen hätte. Zweitens störte sie der Umstand, dass er Bildung – insbesondere politische Bildung – in der Damenwelt wie die meisten Männer als ungewöhnlich empfand. Sie hatte gehofft, mit dem Umzug nach Manchester, der Stadt, die als das Zentrum der Freihandelsbewegung galt, fortschrittlichere Zeitgenossen kennenzulernen. Aber da lag wohl noch ein weiter Weg vor ihr. Sie räusperte sich. »Nun, dann darf ich Sie in den Empfangssalon bitten. Es tut mir leid, wir sind immer noch nicht ganz eingerichtet. Der kleine Speiseraum ist noch nicht fertig.«

<
p>»Aber ich bitte Sie, Madam, deshalb müssen Sie sich doch nicht entschuldigen!«

Mary-Ann Fountley nickte reserviert. Ashworth war ihr jetzt schon deutlich weniger sympathisch als noch vor fünf Minuten. »Ich muss auch noch einige Möbel erwerben. Godfrey hat wegen der Eröffnung seiner Kanzlei in der Stadt leider zu wenig Zeit, sich darum zu kümmern. Ich hoffe, in Manchester findet sich ein entsprechendes Angebot?«

»Selbstverständlich, Madam! Immerhin hat sich unsere Stadt inzwischen zur zweitgrößten Metropole Britanniens entwickelt. Bei uns pulsiert das...


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