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Strandräuber

Ein Nordsee-Krimi.
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Produktdetails

Titel: Strandräuber
Autor/en: Hanne Nehlsen

EAN: 9783841207470
Format:  EPUB
Ein Nordsee-Krimi.
Aufbau Digital

6. März 2014 - epub eBook - 276 Seiten

Friesen überfällt man nicht!

Frerk Thönnissen ist von seinem Urlaub auf Tuvalu zurückgekehrt und hat seinen Dienst als Polizist auf Pellworm wieder aufgenommen. Obwohl Hochsaison ist, rechnet er nicht mit besonderen Vorkommnissen. Dann jedoch wird die Sparkasse der Insel überfallen. Thönnissen veranlasst sofort, dass niemand mehr das Eiland verlassen kann, bis ein Großaufgebot der Festlandspolizei eintrifft. Doch die Täter bleiben verschwunden. So steht der Verdacht im Raum, dass Einheimische die Tat verübt haben.

Hauptkommissar Hundt aus Husum soll die weiteren Ermittlungen vornehmen. Alle Unterkünfte sind ausgebucht, und Hotelier und Bürgermeister Feddersen vergibt das letzte freie Zimmer an zwei undurchsichtige Russen, die schnell in Verdacht geraten, aber ein Alibi aufweisen können. Notgedrungen zieht der unbeliebte Hundt bei Thönnissen ein.

Plötzlich wird ein Toter gefunden. Die beiden Polizisten vermuten, dass es einer der beiden Bankräuber ist, der von seinem Komplizen ermordet wurde, um die Beute nicht teilen zu müssen. Aber wer ist der zweite Täter? Ein Einheimischer, der von der ungewöhnlich großen Menge Bargeld wusste?

Hanne Nehlsen lebt in Nordfriesland. Nach "Tod im Watt" legt sie mit "Strandräuber" nun ihren zweiten Kriminalroman um den Dorfpolizisten Frerk Thönnissen vor.

Eins


»Siebzehn.«

Frerk Thönnissen kam aus der Hocke in die Höhe. Die Gelenke knackten. Er drückte seine Hand ins Kreuz und stöhnte leise. Noch einmal murmelte er leise »Siebzehn« und ergänzte: »So viele hätte ich nicht für möglich gehalten.« Er war zufrieden, sah sich um, ging ein paar Schritte, bückte sich erneut und wollte gerade »Achtz…« sagen, als er innehielt. »Ach nee«, schloss er die Aktion mit einem Selbstgespräch ab, nachdem er einen Blick auf das Fahrzeug geworfen hatte. Er kannte es. Das Auto gehörte einem Insulaner. Wenn er eine Anzeige gegen ihn schriebe, würde Thönnissen Probleme mit den Einheimischen bekommen. Als Inselpolizist auf Pellworm war er in die soziale Gemeinschaft eingebunden. Hier, auf dem Vorposten der Zivilisation war man seit Jahrhunderten aufeinander angewiesen. Nur so konnte man den Naturgewalten trotzen, gemeinsam im Kampf gegen den Blanken Hans, Sturmfluten und andere Herausforderungen bestehen.

Heute, an diesem milden Sommertag, war es allerdings pure Lebensfreude, hier leben und arbeiten zu dürfen. Mitten im Weltnaturerbe Wattenmeer, das im gleichen Atemzug wie der Grand Canyon oder das Great Barrier Reef genannt werden konnte.

Frerk Thönnissen durfte beides. Er war auf Pellworm geboren. Mittlerweile übte er das Amt des Inselpolizisten aus. Auch wenn er auf dieser Ein-Mann-Dienststelle auf sich allein gestellt war, hätte er diese Aufgabe mit keiner anderen tauschen wollen. Und arbeiten?

»Siebzehn«, murmelte er verschmitzt vor sich hin. Das reichte für heute. Er hatte siebzehn Anzeigen wegen Verstoßes gegen Paragraph 35 Absatz 2 Satz vier der StVZO, der Straßenverkehrszulassungsordnung, geschrieben. Alle Adressaten waren Auswärtige, Urlaubsgäste, deren Reifenprofile die vorgeschriebene Tiefe von
mindestens eins Komma sechs Millimeter im mittleren Bereich der Lauffläche unterschritt.

Das reichte für heute. Heute? Es würde wieder zu Diskussionen mit Vermietern, Hoteliers, Gastronomen und Verantwortlichen der Kurverwaltung führen, bei denen sich die erbosten Touristen beschwerten. »Wegelagerei« war ein häufig benutztes Wort.

Aber Thönnissen musste auch seiner vorgesetzten Dienststelle drüben auf dem Festland, in Husum, einen Nachweis seiner Existenzberechtigung erbringen. Und andere Vergehen gab es so gut wie nie auf dem beschaulichen Eiland. Hier war alles friedlich. Und selbst Delikte aus der Kleinkriminalität kamen äußerst selten vor. Handfeste Meinungsverschiedenheiten klärte man untereinander, ohne dass die Polizei eingeschaltet wurde. Wenn Thönnissen davon erfuhr, dann nicht als Polizeibeamter, sondern als »Mitbürger«, weil Annemieke Johannsen, die Ehefrau des Inselarztes, unter dem Siegel der Verschwiegenheit an der Käsetheke des Kaufmanns über die Behandlungen ihres Mannes berichtete, dabei nicht nur Details der erlittenen Verletzungen, sondern auch den vermeintlichen Grund der Auseinandersetzung mit erläuterte.

So lief alles seinen unspektakulären Gang.

Thönnissen schob die Dienstmütze ein wenig in den Nacken und drehte sich Richtung Südwest. Auf einer kleinen Anhöhe stand der Turm, der die Ankommenden am Tiefwasseranleger begrüßte. Um vom Niedrigwasser bei Ebbe unabhängig zu sein, hatte man einen eineinhalb Kilometer langen Damm ins Wattenmeer hinaus gebaut, an dessen Ende der Fähranleger lag. Von hier stellte die Fähre »Pellworm I« die Verbindung zum Rest der Welt her.

Thönnissen schmunzelte. Nachdem man mit dem rumpelnden Ungeheuer, das betagter aussah, als es tatsächlich war, durch das Wattenmeer – mit etwas Glück an bevöl
kerten Seehundbänken vorbei – getuckert war, landete man in Strucklahnungshörn auf Nordstrand an. Und von dort war es noch verdammt weit bis in die Zentren Deutschlands.

Er blinzelte in die hochstehende Sonne. Es war früher Nachmittag. Ein leichter Wind streichelte seine Haut. Am tiefblauen Himmel zogen die Kondensstreifen der Flugzeuge entlang. Warum musste man in die Ferne schweifen, wenn das Paradies direkt vor der Haustür lag? Thönnissen genoss den Blick über das Wattenmeer. Im Süden lag die von einem einzelnen Ehepaar bewirtschaftete Hallig Südfall. Links davon konnte er die Silhouette der Fähre erkennen, die Richtung Festland unterwegs war.

Er beschloss, für diesen Tag Dienstschluss zu machen. Schließlich lagen noch etliche Kilometer vor ihm, bis er sein kleines Haus direkt hinterm Deich erreichte. Darin war auch die Polizeistation untergebracht. Genau genommen bestand diese aus einem alten Rollladenschrank und einem Schreibtisch in seinem Wohnzimmer.

Thönnissen schwang sich auf sein Dienstfahrrad. Irgendwann hatte man an höherer Stelle beschlossen, für sein Revier würde dieses Fortbewegungsmittel ausreichen. Ein Streifenwagen wäre nicht erforderlich. Hatte man dort eine Vorstellung davon, was es im Ernstfall bedeutete, bei Windstärke acht und peitschendem Regen gegen den Wind zum Einsatzort zu radeln? Da konnten acht Kilometer schon eine Herausforderung sein. Heute traf das nicht zu. Thönnissen würde im Hauptort Pellworms, in Tammensiel, noch eine Rast beim Café einlegen und sich einen Cappuccino schmecken lassen.

Ja, das Leben hatte seine schönen Seiten, auch wenn er nur Polizeiobermeister war. Und das war auch das Ende seiner Karriere. Aufgrund gewisser Vorfälle in der Vergangenheit war ihm jede Hoffnung auf eine Beförderung versagt.

Gemächlich strampelte er den Teerdeich Richtung Insel entlang.
Sanft schlugen die Wellen gegen die Befestigung des Damms. Schließlich folgte er dem Rechtsknick. Die Straße führte vor dem Seedeich entlang, schwenkte nach links und führte bergan, um den Deich zu überwinden. Thönnissen schnaufte leicht, als er die Steigung bis zur Deichkrone in Angriff nahm. Dann ließ er das Rad rollen und radelte auf der Binnenseite des Deichs weiter bis zum alten Hafen.

Gleich würde er sein Ziel, das Café, erreicht haben. Hoffentlich fand sich bei diesem schönen Wetter noch ein Sitzplatz auf der Terrasse. Es war Hochsaison, fast alle Quartiere waren ausgebucht, und zahlreiche Urlaubsgäste tummelten sich auf der Insel. Ein Stück weiter hatte sich eine größere Menschengruppe mitten auf der Straße versammelt. Es störte niemanden. Man hatte Muße und nahm aufeinander Rücksicht. Jemand aus der Gruppe schien Thönnissen erkannt zu haben und begann wild mit beiden Armen in der Luft zu rudern. Jetzt drehten sich auch andere um. Gleich mehrere begannen zu winken und forderten ihn auf zu kommen.

Thönnissen seufzte. Er würde seinen Cappuccino um ein paar Minuten verschieben müssen. Er stemmte sich in die Pedale und tat, als würde er sich sputen.

»Mensch, Frerk, wo bleibst du? Das kann doch nicht wahr sein?«, rief ihm aufgeregt ein stämmiger Mittvierziger entgegen. Behrens hatte die Hände in den Taschen seiner Latzhose vergraben. Er war Mitarbeiter in der Tischlerei Ipsen. »Verdammt, du bist doch die Polizei. Warum kommst du nicht?«

»Typisch Beamter«, meldete sich ein älterer Mann in rheinischer Tonlage zu Wort. »So ist das. Wenn man sie braucht, ist die Polizei nicht da.«

»Was ist los?«, fragte Thönnissen, an Behrens gewandt.

»Die Sparkasse …«, mischte sich aufgeregt eine hohe Frauenstimme aus der zw
eiten Reihe ein.

»Der hat wirklich keine Ahnung«, sagte der Rheinländer.

»Frerk, verdammt, die haben die Sparkasse überfallen. Hast du den Notruf nicht gehört?«

»Der hat das Telefon abgestellt. Das stört ihn beim Schlafen«, lästerte der Rheinländer und erntete heitere Zustimmung aus dem Kreis der Neugierigen.

»Du spinnst«, war Thönnissens spontane Reaktion.

»Nee. Wirklich. Die haben die Sparkasse ausgeräumt.«

Automatisch öffnete sich eine Gasse zur Tür der kleinen Filiale, die im Anbau eines älteren Einfamilienhauses untergebracht war. Über der Automatiktür prangte das rot-weiße Schild mit dem markanten »S«, an dem die Sparkassen im ganzen Land zu erkennen waren.

Thönnissen lehnte sein Dienstrad an die Glaswand neben der Automatiktür, die sich beim Nähern öffnete. Er drehte sich noch einmal um und sah in die Menschenansammlung, die ihm dicht gefolgt war. Dann betrat er den Vorraum mit dem Geldautomaten. Die Tür zum Kassenraum war verschlossen, die Vorhänge der Glasfront geschlossen.

Er klopfte gegen die Scheibe und musste es zwei Mal wiederholen, bis ein Stück Stoff zur Seite gezogen wurde und Melf Bahnsens Gesicht erschien. Der Filialleiter nickte und öffnete die Tür.

»Das wurde aber auch Zeit«, knurrte Bahnsen, dessen sonst sportlich gebräuntes Gesicht bleich wirkte. »Warum kommst du erst jetzt?« Der Bankbedienstete warf einen Blick auf seine Armbanduhr. »Das ist jetzt eine halbe Stunde her.«

»Was?«, fragte Thönnissen und sah sich um. Der Raum sah aus wie immer. Ein kleiner Tresen schirmte die beiden Schreibtische ab, die mit einigen wenigen Schränken im hinteren Teil Büroatmosphäre vermittelten. Die Filiale war eher spartanisch möbli
ert. Ein Tisch mit einem Stuhl ohne Armlehnen, darauf ein Ständer mit Vordrucken diesseits des Tresens, vervollständigte die Einrichtung. Neben der Nord-Ostsee-Sparkasse und der ebenfalls in Reichweite untergebrachten Volksbank war die Uthlande-Sparkasse das kleinste Geldinstitut auf Pellworm. Thönnissen wunderte sich immer wieder, wie diese Bank, die mit ihren Zweigstellen nur auf den Inseln und Halligen präsent war, im Konzert der anderen überhaupt bestehen konnte.

»Häh? Von welchem Stern kommst du? Wir sind überfallen worden. Frerk, begreifst du das nicht?« Bahnsen schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn.

»Warum habt ihr keinen Alarm ausgelöst?«, fragte Thönnissen und sah zu Lene Kriechbaum hinüber. Die grauhaarige...


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