eBook.de : Ihr Online Shop für eBooks, Reader, Downloads und Bücher
Connect 01/2015 eBook-Shops: Testsieger im epub Angebot, Testurteil: gut Die Welt: Kundenorientierte Internetseiten Prädikat GOLD
+49 (0)40 4223 6096

Die 101 wichtigsten Fragen - Augustus und seine Zeit

Sofort lieferbar (Download)
eBook ePub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind. z.B. auf den tolino oder Sony Readern.

Häufig gestellte Fragen zu epub eBooks und Watermarking

eBook € 8,99* inkl. MwSt.
Print-Ausgabe: € 10,95
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Dieses eBook ist auch verfügbar als:

Produktdetails

Titel: Die 101 wichtigsten Fragen - Augustus und seine Zeit
Autor/en: Marcus Junkelmann

EAN: 9783406658969
Format:  EPUB
Beck C. H.

11. März 2014 - epub eBook - 160 Seiten

Das römische Reich war durch seine militärischen Erfolge seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. enorm gewachsen. Mit seiner stürmischen Entwicklung aber hatten auch seine innenpolitischen Probleme dramatisch zugenommen. Die Folge waren blutige Bürgerkriege, in denen die römische Republik als Staatsform - wenn auch noch nicht als Idee - unterging. Aus diesem Chaos ging Gaius Iulius Caesar Octavianus - ein Großneffe des im Jahre 44 v. Chr. ermordeten Dictators Caesar - siegreich hervor. Er stammte aus einem wenig bekannten römischen Adelsgeschlecht, doch sollte er zum Stammvater aller römischen Kaiser werden und unter seinem Ehrennamen AUGUSTUS in die Geschichte eingehen.
Marcus Junkelmann erschließt in den "101 wichtigsten Fragen" die Geschichte des Augustus und seiner Epoche. Er bringt seinen Leserinnen und Lesern in informativen und verständlichen Antworten - auch mit Hilfe zahlreicher Abbildungen, Pläne, Karten und Rekonstruktionen - nicht nur den Herrscher selbst, sondern auch die Grundzüge der augusteischen Herrschaft, des römischen Imperiums, seiner Gesellschaft, Kultur (Religion, Literatur, Architektur), des Heerwesens und der Wirtschaft nahe. Den Abschluß des Bandes bilden Fragen und Antworten zu Thronfolge, Tod und Nachleben des Augustus.
Der promovierte, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Historiker Marcus Junkelmann ist seit langem einem breiten Publikum bekannt - nicht zuletzt dank seiner aufsehenerregenden Arbeiten auf dem Feld der experimentellen Archäologie. Zur Geschichte der römischen Kaiserzeit hat er sich durch einschlägige Publikationen wie "Die Legionen des Augustus", "Die Reiter Roms" oder "Panis militaris" ausgewiesen.

 

 

 

    Die vielen Namen des Imperators

2. Gaius Octavius, Gaius Iulius Caesar Octavianus, Imperator Caesar Divi Filius, Caesar Augustus Pater Patriae, Divus Augustus – ein Mann und viele Namen. Wann hat «Augustus» wie geheißen und warum? Die in der Überschrift aufgeführte Liste von Namen ist, wie wir sehen werden, keineswegs vollständig. Kaum ein zweiter Herrscher der Weltgeschichte hat im Laufe seiner Karriere so viele Namen und Namensvarianten verwendet wie der Mann, den ich jetzt der Einfachheit halber bei dem Namen nennen werde, der die Quintessenz seiner Bestrebungen darstellte – Augustus. Dieser Augustus war und ist eine schwer zu fassende, vieldeutige Persönlichkeit, und das war von ihm durchaus so beabsichtigt. Auf dem Totenbett hat er sich mit einem Schauspieler verglichen, der nun bei seinem Abgang den verdienten Applaus des Publikums erwarten dürfe. Es war eine Schauspielerkarriere mit vielen, teils gegensätzlichen Rollen gewesen, und in jeder Rolle hatte er einen anderen Namen oder eine andere Kombination von Namen geführt, oft genug in mehreren Varianten gleichzeitig.

Die römische Namensgebung war einerseits von einem regelhaften, geradezu stumpfsinnigen Traditionalismus geprägt, andererseits entwickelte sie, jedenfalls bei der titelführenden politischen Elite, eine geschmeidige Flexibilität, die es ermöglichte, die Namensbestandteile durch Weglassen, Austauschen, Umstellen, Ergänzen den jeweiligen Erfordernissen und Bestrebungen anzupassen. Dies konnte freilich gefährlich werden, wenn die Nomenklatur allzu deutlich Ambitionen signalisierte, die nicht im Einklang mit der herkömmlichen republikanisch-aristokratischen Ordnung zu stehen schienen. Wenn ein Sulla sich den Beinamen «Felix» – «Der glückh
aft Siegreiche» zulegte und damit eine spezifische Eigenschaft des immer nur zeitlich begrenzt agierenden Magistrats und Feldherrn als festen und bleibenden Bestandteil seines Namens usurpierte, wenn ein Pompeius sich «Magnus» nennen ließ und auf diese Weise nur allzu deutlich machte, daß er dem Vorbild Alexanders des Großen nacheiferte, wenn ein Caesar sich zum Dictator auf Lebenszeit aufschwang, und ein willfähriger Senat ihm den Ehrennamen Pater Patriae – «Vater des Vaterlandes» – verlieh, dann schrillten bei jedem aufrechten Republikaner die Alarmglocken. Es war ein Symptom der zerbrechenden republikanischen Ordnung, daß im 1. Jahrhundert v. Chr. die Grenzen zwischen privater Namensgebung und offizieller Amtstitulatur ins Fließen gerieten. Die großen Kriegsherren, die Magistrate, Feldherren und Machtpolitiker in einem waren, begannen, das außen- wie das innenpolitische Geschehen zu dominieren, und traten dabei oft genug in kriegerische Konkurrenz miteinander. Sie bogen sich die Regeln der republikanischen Tradition nach Gutdünken zurecht, und dazu gehörten auch die Formen der Namensgebung. Augustus machte von diesen Möglichkeiten exzessiven Gebrauch, um die Verhältnisse am Ende in eine sich traditionell gebende neue Ordnung zu bringen. Mit der schillernden Fassade seiner Namen verschleierte Augustus seine langfristigen Absichten und trieb sie doch gleichzeitig zielstrebig voran. Die Geschichte seiner Namen bildet so einen beredten Kommentar zur Laufbahn dieses außergewöhnlichen Mannes und kennzeichnet die Stufen, die zur Etablierung des Principats führten, jener republikanisch durchwobenen und maskierten Form der Monarchie, die den nächsten zwei Jahrhunderten der römischen Geschichte ihr Gepräge geben sollte.

1 Doppelportrait Iulius Caesars (links: DIV.IVLIVS) und
seines Adoptivsohns (rechts: DIVI F.) auf einem Denar Octavians, 38 v. Chr.

Wie die ganze Karriere des Augustus, so zerfällt auch die Entwicklung seines Namens in vier große Phasen:

63–44 v. Chr. Die obskure Vorgeschichte eines kleinen Adeligen mit großer Verwandtschaft – Gaius Octavius.

44–27 v. Chr. Der Kampf um das Erbe Caesars, Triumvirat, Bürgerkriege und schließlich faktische Alleinherrschaft – Gaius Iulius Caesar (Octavianus), Gaius Caesar Divi Filius, Imperator Caesar Divi Filius, in der Geschichtsschreibung subsummiert unter dem Namen Octavian (Oktavian).

27 v. Chr.–14 n. Chr. Schaffung des Principats, gegründet auf das proconsularische Imperium in den Militärprovinzen und die Amtsgewalt des Volkstribunen, «Kaiserherrschaft» – Caesar Augustus, Imperator Caesar Augustus Pater Patriae.

14 n. Chr. – ? Postume Erhebung zum Gott – Divus Augustus.

Sehen wir uns nun die beiden Namen näher an, unter denen Roms erster Kaiser in die Geschichtsschreibung eingegangen ist: «Octavian» und «Augustus».

3. Hat der spätere Kaiser Augustus je den Namen Octavian getragen? In der Geschichtsschreibung hat es sich seit langem eingebürgert, den späteren Augustus bis zur Verleihung dieses Ehrennamens als Octavian(us) oder Oktavian zu bezeichnen. Man kann so den republikanischen und den monarchischen Teil seiner Karriere klar auseinanderhalten. Tatsächlich verlief die Entwicklung jedoch sehr viel komplizierter.

Den Namen Octavian(us) hat der spätere Augustus tatsächlich nie geführt, und er war auch bei seinen Zeitgenossen nicht üblich. Nur Cicero nannte ih
n im Sommer/Herbst 44 v. Chr. Octavian. Es ist dies die adjektivische Form des Familiennamens Octavius, wie man sie an einen vom Adoptivvater übernommenen Namen anzuhängen pflegte. Nach der Annahme des Testaments seines Großonkels Iulius Caesar und der darin enthaltenen postumen Adoption hätte der volle Name des Adoptierten nach römischem Brauch «Gaius Iulius Caesar Octavianus» gelautet. Dass aber «Octavian» von dieser Namensform nie Gebrauch machte, lag daran, daß es für ihn politisch opportun war, den Namen Caesars zur Geltung zu bringen, ohne zugleich störend an die Herkunft des neuen Trägers aus einer kleinen, wenig bekannten Adelsfamilie aus dem Landstädtchen Velitrae (Velletri) zu erinnern. Aus ebendiesem Grund hatte ihm Cicero zunächst den Namen «Caesar» verweigert und ihn «Octavian» genannt. Nachdem er sich aber im Dezember 44 mit dem jungen Mann verbündet hatte, ging auch er zur Anrede «Caesar» über.

Um auf die Anfänge zu kommen: In den ersten 18 Jahren seines Lebens trug der spätere Kaiser den Vornamen (praenomen) Gaius, meist in der üblichen Abkürzung «C.», und den Familiennamen (nomen gentile) Octavius. Ein dritter Namensbestandteil, der Beiname (cognomen), wie er bei römischen Bürgern verbreitet war, ist für ihn ebensowenig wie für seinen gleichnamigen Vater überliefert. Für die Beinamen Thurinus und Caepias, die von späteren Autoren genannt werden, fehlt jeder zeitgenössische Beleg. Die Octavii gehörten dem municipalen Ritteradel an, also dem niederen Adel einer Landstadt. Der Vater hatte es in der Ämterlaufbahn zum Praetor gebracht und gehörte dem Senat an, starb aber, bevor er das höchste Amt, den Consulat, erreichen konnte, das den Zugang zur Nobilität, dem Hochadel, nach sich
gezogen hätte. Durch seine Mutter Atia stammte Gaius Octavius aber von der patrizischen gens Iulia ab, einem der vornehmsten Uradelsgeschlechter Roms. Seine Großmutter Iulia war die Schwester keines Geringeren als des Dictators Gaius Iulius Caesar. Dieser sorgte dafür, daß sein Großneffe im Alter von 14 Jahren vom Senat als Mitglied des iulischen Hauses und damit als Patrizier anerkannt wurde.

Die Ermordung Caesars und die Bekanntgabe seines Testaments 44 v. Chr. änderten alles. Mit der Annahme des Erbes im Mai 44 übernahm der 18jährige Gaius Octavius auch den Namen seines Adoptivvaters. Damaligem Gebrauch folgend, wurde der Familienname meist weggelassen, der junge Mann nannte sich also Gaius Caesar. Das brachte freilich die Gefahr der Verwechslung mit seinem Adoptivvater mit sich. Zeitgenossen behalfen sich damit, daß sie vom «jungen Caesar» sprachen – Caesar adolescens (auch puer, iuvenis), während die Historiker eben zu der unauthentischen, aber eindeutigen Benennung «Octavian(us)» zu greifen pflegen.

Auf seinen Münzen nannte sich der junge Caesar nach Über tragung des propraetorischen Kommandos im Januar 43 v. Chr. (Gaius) CAESAR IMP(erator). Ab November desselben Jahres, nachdem er die Dreimännerdictatur (Triumvirat, Frage 15) mit Marcus Antonius und Lepidus errichtet hatte, änderte er das zu C. CAESAR III VIR (triumvir). Dieser Name enthielt zwar eine Amtsbezeichnung, die zeitlich begrenzt und kein eigentlicher Bestandteil des Namens war, unterschied ihn nun aber doch eindeutig von seinem Adoptivvater. Nachdem letzterer im Januar 42 v. Chr. in aller Form unter die Götter erhoben worden war (Divus Iulius), bot sich Octavian nun die Möglichkeit, seinen Namen durch den Hinweis auf die göttliche Abkunft enorm aufzuwerten und zugleich ganz und gar...



Dieses eBook wird im epub-Format geliefert und ist mit einem Wasserzeichen versehen. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihr tolino Gerät mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions.

  • Sony Reader und andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im eBook.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Tablets und Smartphones
    Installieren Sie die tolino Lese-App für Android und iOS oder verwenden Sie eine andere Lese-App für epub-eBooks.

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions Sony READER FOR PC/Mac.

Die eBook-Datei wird beim Herunterladen mit einem nicht löschbaren Wasserzeichen individuell markiert, sodass die Ermittlung und rechtliche Verfolgung des ursprünglichen Käufers im Fall einer missbräuchlichen Nutzung der eBook-Datei möglich ist.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Kundenbewertungen zu Marcus Junkelmann „Die 101 wichtigsten Fragen - Augustus und seine Zeit“
Noch keine Bewertungen vorhanden
Zur Rangliste der Rezensenten
Veröffentlichen Sie Ihre Kundenbewertung:
Kundenbewertung schreiben
Unsere Leistungen auf einen Klick
Unser Service für Sie
Zahlungsmethoden
Bequem, einfach und sicher mit eBook.de. mehr Infos akzeptierte Zahlungsarten: Überweisung, offene Rechnung,
Visa, Master Card, American Express, Paypal mehr Infos
Geprüfte Qualität
  • Schnelle Downloads
  • Datenschutz
  • Sichere Zahlung
  • SSL-Verschlüsselung
Servicehotline
+49 (0)40 4223 6096
Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 18.00 Uhr
Chat
Ihre E-Mail-Adresse eintragen und kostenlos informiert werden:
* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.
Bei als portofrei markierten Produkten bezieht sich dies nur auf den Versand innerhalb Deutschlands.

** Deutschsprachige eBooks und Bücher dürfen aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung und/oder Vorgaben von Verlagen nicht rabattiert werden. Soweit von uns deutschsprachige eBooks und Bücher günstiger angezeigt werden, wurde bei diesen kürzlich von den Verlagen der Preis gesenkt oder die Buchpreisbindung wurde für diese Titel inzwischen aufgehoben. Angaben zu Preisnachlässen beziehen sich auf den dargestellten Vergleichspreis.
eBook.de - Meine Bücher immer dabei
eBook.de ist eine Marke der Hugendubel Digital GmbH & Co. KG
Folgen Sie uns unter: