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Tom Sawyer

Walbreckers Klassiker - Neuerzählung.
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Produktdetails

Titel: Tom Sawyer
Autor/en: Dirk Walbrecker

EAN: 9783863461805
Format:  EPUB ohne DRM
Walbreckers Klassiker - Neuerzählung.
Kuebler Verlag

1. August 2013 - epub eBook - 184 Seiten

Mark Twain, einer der berühmtesten und erfolgreichsten Autoren der Welt, hat diesen aufmüpfigen Typen TOM SAWYER erfunden, einen Jungen, der mit seinen verrückten und fantastischen Ideen die ganze Familie auf Trab hält. Verliebt in Becky und befreundet mit dem originellsten Schulschwänzer Huckleberry Finn, inszeniert er eine Story, die uns an den großen Mississippi entführt - hier zeitgemäß nacherzählt und ein Lesevergnügen für die ganze Familie!

Kapitel 3

Ein aufregender Sonntag

Die Sonne strahlte auf das sonntägliche St. Petersburg, als Tante Polly nach dem Frühstück zur Hausandacht rief. Ihre Zuhörer waren Tom, Sid und Mary, Toms Cousine, die von einem Landbesuch zurückgekommen war.

Tante Polly begann mit einem Gebet, das sie, gespickt mit ein paar eigenen Gedanken, aus besonders gewichtigen Bibelstellen zusammengestellt hatte. Dann wandte sie sich Moses zu und erzählte ein grimmiges Kapitel aus dessen Gesetzeswerk. Und anschließend ging es an die Arbeit: Tom musste seine Bibelverse für die Sonntagsschule auswendig lernen, was Sid natürlich schon am Vortag erledigt hatte. Aber auch jetzt brachte es Tom trotz größter Anstrengung gerade auf fünf Verse – mehr hatten in seinem Gehirn einfach keinen Platz. Zuviel anderes ging ihm durch den Kopf – vor allem natürlich das ach so süße Mädchen aus dem Hause Thatcher.

Dann aber wurde es ernst: Cousine Mary kam und erbarmte sich des armen Verliebten. Mit großer Geduld setzte sie sich neben ihn, um seinem geplagten Gehirn auf die Sprünge zu helfen:

„Selig sind die ... äh ... äh ...“

„Die arm sind!“

„Ja ... arm sind. Selig sind die, die arm sind. Äh ... äh ...“

„Im Geiste!“

„Im Geiste. Selig sind die, die arm sind im Geiste, denn sie ... sie ...“

„Denn ihrer ...“

„Denn ihrer ... Selig sind die, die arm sind im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich! Selig sind die, die das Leid tragen, denn sie ... sie ... äh ... äh ...“

So ging es noch einige Zeit weiter, bis Mary die Geduld verlor: „Tom,
du bist ein verdammt sturer Kerl, dem einfach nichts in den Kopf will! Nun streng dich doch mal alleine an, dann wirst du es schon schaffen. Und wenn du's kannst, schenk ich dir auch was besonders Schönes.“

„Von mir aus“, stöhnte Tom. „Aber vorher musst du mir sagen, was es ist.“

„Kommt nicht in Frage, Tom“, erwiderte Mary. „Wenn ich verspreche, dass es was Schönes ist, dann ist es auch was Schönes.“

Tom gab klein bei und konnte plötzlich sehr, sehr schnell lernen.

Und als Mary mit der Belohnung kam, da strahlte er übers ganze Gesicht: Ein nigelnagelneues Taschenmesser konnte er sein Eigen nennen und gleich mal an der Tischkante ausprobieren.

„Saubermachen für die Sonntagsschule!“, hieß es dann, und Mary rückte mit einem Zinneimer, Seife und Handtuch an.

Was aber tat Tom?

Er nahm die Waschutensilien und ging damit in den Garten. Dann tauchte er die Seife in den Wassereimer und legte sie gleich wieder weg. Anschließend krempelte er die Ärmel hoch, ließ sich eine Handvoll – höchstens eine Handvoll – Wasser über die Nase laufen, trocknete sich gründlich ab – auch da, wo es nichts zu trocknen gab – und goss das Wasser weg. Sag mal, schämst du dich nicht!“, rief da Mary, die ihm nachgegangen war. „Meinst du etwa, ein bisschen Wasser würde dir weh tun?“

Kurzentschlossen füllte sie den Eimer erneut und nahm die Reinigung selber in die Hand. Und siehe da: Nach einer gründlichen Waschaktion hatte Tom mit einem Male eine andere Hautfarbe!

Und danach konnte Tom noch so viel seufzen und schimpfen: Mary nahm sich mit Kamm und Bürste auch seiner widerspenstigen Haare an und holte schließlic
h auch noch den Sonntagsanzug und einen Hut.

„Hoffentlich vergisst sie wenigstens die Schuhe!“, dachte Tom insgeheim – aber auch in dieser Angelegenheit war Mary unerbittlich. Die Stiefel wurden gründlich eingefettet und Tom musste erneut gehorchen:

„Ob du willst oder nicht, heute bist du ein braver Junge!“, sagte Mary, bürstete hier noch mal kräftig die Jacke und zupfte da noch mal ein paar Haare zu recht und war endlich zufrieden: „Ab mit dir in die Sonntagsschule!

Nun glaube aber bitte keiner, Tom Sawyer wäre gern in die Sonntagsschule gegangen! Ihm war all das heilige Gerede und vor allem das Stillsitzen verhasst – trotzdem aber gab es Wichtiges zu tun.

Noch vor der Kirche, während Mary und Sid schon längst auf ihren Plätzen waren, begann Tom einen seltsamen Handel:

„He, Bill, komm' mal her! Hast du 'nen gelben Zettel zu verkaufen?“

„Ja.“

„Wie viel verlangst du dafür?“

„Wie viel rückst du raus?“

„Ein Stück Süßholz und 'nen Angelhaken.“

„Lass sehen!“

Tom zeigte, was er zu bieten hatte, der Junge war einverstanden und schon besaß Tom einen gelben Zettel. Und in dieser Weise ging es nun einige Zeit weiter: Tom sprach jeden an, der an ihm vorbeikam, zog ein paar Schätze aus der Tasche und erhandelte sich auf diese Weise innerhalb weniger Minuten etliche gelbe, rote und blaue Zettel, die er für einen ganz bestimmten Zweck dringend brauchte.

Erst einmal aber hieß es jetzt, dem strengen Herrn Vikar zu lauschen! Widerwillig begab sich also auch Tom in den Kirchenraum, wo schon die meisten Kinder, sonntäglich herausgeputzt, auf den Unter
richt warteten.

Nun möge aber bitte keiner erwarten, Tom sei der einzige, der diese Veranstaltung nicht ernst nahm. Zwar tat er sich, kaum hatte er Platz genommen, besonders hervor, fing gleich mit dem ersten Streit an, zog einen anderen an den Haaren und stach, obwohl er sofort einen Verweis vom Herrn Vikar bekam, einen dritten mit einer Nadel.

Aber auch die anderen in der Sonntagsschule waren nicht gerade Musterschüler: Da wurde gelacht, gelärmt, gezwickt und gestoßen, und erst, als es ans Aufsagen der Bibelverse ging, wurde es ein wenig leiser. Und hier nun tauchten auch wieder die farbigen Zettel auf: Für zwei einigermaßen fehlerlos aufgesagte Verse gab es einen blauen. Hatte man einen solchen wirklich mal ergattert, so konnte man diesen aufbewahren. Hatte man tatsächlich einmal zehn blaue Zettel gesammelt, konnte man sie gegen einen roten eintauschen. Und zehn rote wiederum waren einen gelben wert. Und für zehn gelbe durfte man sich schließlich feierlich eine Bibel überreichen lassen.

Hier nun könnte man die Leser fragen, wer von ihnen den Fleiß und das Gedächtnis hat, sage und schreibe zweitausend Verse zu behalten!

Doch man höre und staune: Mary hatte auf diese Weise immerhin schon zwei Bibeln ergattert. Und ein Junge deutscher Abstammung hatte es gar irgendwann auf vier oder fünf gebracht: Einmal hatte er ohne Punkt und Komma dreitausend Verse aufgesagt, war allerdings gleich darauf durch diese Anstrengung übergeschnappt!

Es muss also nicht besonders erwähnt werden, dass nur wenige, meist ältere Schüler zu der Ehre der Verleihung kamen. Der Geehrte war dann eine ganz außerordentliche Persönlichkeit und konnte einige Wochen mit stolzgeschwellter Brust herumlaufen. Dies mochte auch der Grund sein, warum Tom Sawyer auf seine eigene Art dafür sorgte,
dass die farbigen Zettel seine Jackentasche ziemlich prall füllten. Doch noch war es nicht soweit.

Zunächst nahm der ehrwürdige Herr Vikar sein Gesangbuch in die linke Hand und versuchte mit der rechten für etwas mehr Ruhe zu sorgen. Nachdem dies mehr schlecht als recht seine Wirkung getan hatte, begann der Gute mit seiner unvergleichlichen Sonntagsschulstimme die Predigt einzuleiten:

„Nun, Kinder, möchte ich, dass ihr allemal hübsch ordentlich und gesittet sitzen bleibt und mir für ein, zwei Minuten zuhört. Nur darauf kommt es jetzt an. Denn so sollten sich wohlerzogene Knaben und Mädchen betragen. Wenn ich natürlich ein kleines Mädchen da drüben aus dem Fenster gucken sehe, dann befürchte ich, dass es mich da draußen in den Bäumen sucht – vielleicht weil es glaubt, ich würde den Vögelchen dort eine Predigt halten. Aber davon mal abgesehen ... ich muss euch einfach sagen, wie glücklich es mich macht, so viele nette, kleine, strahlende Gesichter hier vor mir zu haben, Gesichter, die wohl alle miteinander das gleiche wollen: lernen, Rechtes zu tun und Gutes zu bewirken…“

In diesem Stil ging es immer so weiter und es ist wohl überflüssig, die ganze Predigt wiederzugeben, weil sie an jedem Ort dieser Welt gleich klingt.

Kein Wunder also, dass die Zuhörer – sogar Mary und Sid – immer unaufmerksamer wurden. Und als sich Vikar Walters dem Ende seiner Ansprache näherte, da war mit einem Schlage alle Aufmerksamkeit zum Teufel, denn ganz besondere Besucher hatten die Kirche betreten:

Vorneweg schritten Richter Thatcher und ein bebrillter Herr, dahinter folgte eine ehrwürdige Dame mit Begleiter. Und mit dabei – und dies war eigentlich das Aufregende – war ein Mädchen, das einem gewissen Tom Sawyer überaus
bekannt war!

Welch schwierige Situation: Dort saß Amy Lawrence, die Tom unentwegt anblickte, ja anhimmelte und ihn damit sehr verlegen machte. Und hier nun schritt das Wesen, das ihn urplötzlich – ob er wollte oder nicht – ganz aufgedreht sein ließ.

Tom begann seine Nachbarn zu knuffen. Er zog sie an den Haaren. Er schnitt die gräulichsten Gesichter. Kurzum: er tat alles, was auch nur ein Fünkchen...


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