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Die Donauprinzessin

Historischer Kriminalroman. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Die Donauprinzessin
Autor/en: Beate Maly

EAN: 9783843709873
Format:  EPUB
Historischer Kriminalroman.
1. Auflage.
Ullstein eBooks

10. Oktober 2014 - epub eBook - 480 Seiten

Mord im Winzerhaus
Wien im Herbst 1530: Winzertochter Fanny ist nach dem frühen Tod ihres Mannes wieder bei ihrem Vater eingezogen. Das geordnete Leben der jungen Winzerin gerät ganz kräftig durcheinander, als eine Leiche hinter dem Wirtshaus gefunden wird. Der tote Stadtrat war in dunkle Machenschaften verwickelt. Ausgerechnet der schweigsame Mathematiker Sebastian soll den Mörder finden - die Zusammenarbeit mit ihm ist eine Herausforderung für die zupackende und sehr direkte Fanny. Aber jeder weiß: Was sich streitet, das liebt sich ...
Beate Maly, geboren in Wien, ist Autorin zahlreicher Kinderbücher, Sachbücher und historischer Romane. Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Wien.

Nussberg, Ende Juni 1530

aut zischend spritzte das Fett auf die dunkle Herdplatte. Fanny machte einen Schritt zurück, fluchte und entschuldigte sich augenblicklich bei Gott für ihre bösen Worte.

Stattdessen schimpfte sie: »Rosa, du hast wieder zu viel Fett in die Pfanne gegeben!« Aber das Mädchen, dem der Tadel galt, hörte die Worte nicht. Es war seit einiger Zeit wie vom Erdboden verschluckt.

Fanny schob die Bratpfanne mit den frischen Würsten zur Seite und wischte sich mit dem Handrücken die kastanienbraunen Strähnen aus der Stirn, die sich unter der Haube gelöst hatten. Sie schloss für einen Moment die Augen, atmete kurz durch, bevor sie beide Hände in ihrer nicht mehr ganz sauberen Schürze abwischte und sich erneut den Würsten in der Pfanne widmete. An Abenden wie heute wünschte sie, ihr Vater würde eine zusätzliche Magd oder einen zweiten Knecht einstellen. Aber es gab in dem kleinen Winzerhäuschen nicht genug Platz für weitere Bewohner. Ihr Vater war dagegen, dass Dienstboten in der Scheune oder am Fußboden des Schankraums schliefen, wie es in anderen Wirtshäusern und Bauernhöfen der Fall war. Grundsätzlich teilte Fanny seine Meinung, aber was sprach dagegen, einen Teil des Schankraums abzutrennen? Dann würden auch nicht jeden Abend so viele Männer hier Platz finden.

Eigentlich sollte zu dieser Jahreszeit der Ausschank im Garten stattfinden, aber es war einer der kältesten Junimonate, die Wien je erlebt hatte. Nach einem endlos langen Winter, der letztes Jahr schon im September eingesetzt und die Stadt vor dem Sieg der Osmanen bewahrt hatte, folgten ein erbarmungslos kalter Frühling und nun auch ein eisiger Sommerbeginn. Es nieselte, Mitte Mai hatte es in der Nacht sogar gefroren. Zum Glück hatten die Reben die Kälte bis jetzt problemlos überstanden.


Statt unter saftigen Nussbäumen zu sitzen, hockten die Gäste dicht gedrängt in der Schankstube, wo die Luft zum Schneiden dick war. Dampf aus der Küche sammelte sich unter den massiven, dunklen Balken an der Decke und mischte sich mit dem Geruch von Wein, Schweiß und dem Rauch der Öllampen. Die Männer schien es nicht zu stören, ganz im Gegenteil. Sie unterhielten sich prächtig. Aus dem Schankraum drang lautes Stimmengewirr, das Rücken von Stühlen auf den abgetretenen Bodenholzbrettern und hin und wieder lautes Grölen. Fanny nahm es nicht richtig wahr. Ihre Aufmerksamkeit galt dem Zischen und Brutzeln vom Fett vor ihr. Sie musste sich konzentrieren und blinzelte. Die Beleuchtung in der Küche war nur spärlich. Die beiden Öllampen am Tisch gaben mehr Ruß ab als Licht. Erst morgen, wenn Tageslicht durch die Fenster drang, würde sie das wahre Ausmaß des Schadens sehen, den das Fett eben angerichtet hatte. Sicher würde es Stunden kosten, das klebrige Zeug mit Seife und Bürste wieder wegzuputzen.

Max, der Knecht im Haus der Steiner, kam in die Küche und füllte vier Tonkrüge mit Wein aus einem großen Fass.

»Draußen sitzen die drei Ratsherren Schacht, Rötzer und Pilhamer. Wir sollten heute keine Würste mehr servieren«, sagte er stirnrunzelnd.

Max war etwas älter als Fanny, einen Kopf größer als sie, hatte dichtes rotes Haar, das immer kurz geschnitten war, einen breiten Nacken und noch viel breitere Schultern. Er lebte bei Fanny und ihrem Vater, seit sie sich zurückerinnern konnte. Offiziell hatte ihr Vater Max bei sich aufgenommen, weil dessen Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen waren. In Wahrheit war der Knecht das Kind einer Dirne, die gesoffen und ihn für einen Kreuzer verkauft hatte. Der verwitwete Hans Steiner hatte ganz sicher nicht vorgehabt, einen kleinen Jungen zu
kaufen, und wollte auch nicht, dass andere davon erfuhren, aber Max, der sonst auf der Straße gelandet wäre, hatte sein Mitleid erweckt, so dass er eine Lüge erfunden und ihn bei sich aufgenommen hatte. Seither lebte er im Winzerhaus »Zur Donauprinzessin« am Nussberg. Max konnte kräftig zupacken und verfügte über einen gesunden Menschenverstand. Aus diesem Grund warnte er Fanny jetzt wegen der Würste.

»Der Fleischer Knotter hat sie selbst mitgebracht«, verteidigte sich Fanny, wohlwissend, dass sie keine Würste servieren sollte, denn eine Verordnung der Stadt verbot es Winzern, warme Speisen zu verkaufen. Ihr Vater hatte in weinseliger Stimmung für diese unangenehme Situation gesorgt.

Als letzte Woche der Schuster Riem ein Paar Schweinswürste vom Fleischer Knotter mitgebracht und darum gebeten hatte, sie für ihn anzubraten, hatte ihr Vater zugestimmt. Nicht zuletzt deshalb, weil er selbst den köstlichen Würsten nie widerstehen konnte. Seither verlangten nicht nur der Schuster und seine Freunde, sondern auch andere Gäste nach den Knotter Würsten. Neulich hatte der Fleischer angeboten, die Würste in großen Mengen zu günstigem Preis zu liefern. Fanny hoffte inständig, dass ihr Vater das Angebot ablehnen würde. Sie wollte keine Schwierigkeiten mit der Stadtverwaltung bekommen. Außerdem hatte sie keine Lust, sich jeden Abend mit spritzendem Fett herumzuärgern.

»Geh raus und schau, ob die Ratsherren beschäftigt sind. Sobald sie in ein Gespräch vertieft sind, serviere ich die Würste. Vielleicht sehen sie mich nicht«, sagte Fanny.

Max schüttelte missbilligend den Kopf: »Die Würste riechen so stark nach Majoran, Knoblauch und Fett, dass man sie nicht sehen muss.« Dennoch tat er, worum Fanny ihn bat, und ging in den Schankraum, um nachzusehen. Schon nach wenigen Aug
enblicken kam er zurück.

»Die Gelegenheit könnte nicht besser sein«, sagte er. »Zwei der Ratsherren streiten heftig. Vielleicht achten sie jetzt nicht auf gebratene Würste.«

»Das ist gut!«

Fanny kippte die Würste in eine große Holzschüssel und lief los. Im Schankraum war die Luft noch dichter als in der Küche. Eine Rauchwolke umgab die Besucher. Mit etwas Glück würden die Ratsherren tatsächlich nichts von den Würsten mitbekommen. Zum ersten Mal war Fanny froh, dass ihr Vater auch in der Gaststube die rußenden Öllampen noch nicht gegen teure Kerzen eingetauscht hatte.

Aus den Augenwinkeln schaute Fanny zum Tisch der Ratsherren. Im dichten Dunst erkannte sie die drei hochrangigen Männer, die am besten Tisch in einer kleinen abgetrennten Nische saßen. Max hatte recht, der dicke Laurentius Pilhamer war in ein heftiges Gespräch mit dem dürren Philipp Schacht verwickelt. Nikolaus Rötzer schien unbeteiligt danebenzusitzen.

Fanny konnte nicht verstehen, worum es in dem Gespräch ging, die Stimmen der Ratsherren gingen im allgemeinen Lärm unter. Es interessierte sie auch nicht. Im Moment hatte sie andere Sorgen. Direkt neben der Eingangstür hatte einer der Bäckergesellen offensichtlich mehr vom Wein ihres Vaters erwischt, als gut für ihn war. Der kräftige Bursche schlug grölend mit der Faust auf den Tisch, so dass die Tonkrüge zu wackeln begannen. Die anderen Burschen lachten, und er sprang auf, schnappte seinen leeren Weinbecher und hielt ihn drohend über den Kopf eines seiner Trinkkumpane. Der war jedoch schnell genug, um dem Schlag auszuweichen. Flink setzte er sich auf den leeren Stuhl daneben. Für einen Moment wirkte der Angreifer verwirrt.

»Nicht die auch noch!«, stöhnte Fanny. Sie stellte die Holzschüssel schwungvoll vor dem Schus
ter und dem Fleischer auf den Tisch, so dass eine der Würste aus der Schüssel rutschte.

»Nicht so stürmisch, Prinzessin«, sagte dieser und fing die Wurst auf, bevor sie auf dem Boden landen konnte.

»Ich bin keine Prinzessin«, konterte Fanny verärgert. Jeden Abend nannten einige Männer sie so. Fanny hasste den Namen und fragte sich nicht zum ersten Mal, was ihr Vater sich dabei gedacht hatte, seine Schankstube »Zur Donauprinzessin« zu nennen.

Es folgte ein derber Witz über Würste, junge Frauen und Prinzessinnen, die der Schuster zum Besten gab, aber Fanny reagierte nicht. Ihre Aufmerksamkeit galt den Bäckergesellen. Sie sah sich hilfesuchend nach ihrem Vater um, doch der war wieder einmal nirgends zu finden. Sicher hockte er mit einem der Gäste im Weinkeller und kostete sich durch den Inhalt der verschiedenen Weinfässer. Auch Rosa, die Magd, war noch immer verschwunden, inzwischen seit Stunden. Als Fanny sie das letzte Mal gesehen hatte, hatte sie heulend herumgestanden, statt tatkräftig in der Küche mitzuhelfen. Gewiss hatte Rosa wieder einmal Liebeskummer. Sobald Fanny die Magd sah, musste sie ein ernstes Wort mit ihr reden. Zum Glück war Max wie immer zur Stelle.

»Lass nur, ich mach schon«, sagte er, klopfte mit seiner tellergroßen Hand beruhigend auf ihre Schulter und ging auf den Unruhestifter zu. Fanny blieb dicht hinter ihm, hatte aber nicht vor, die sichere Deckung zu verlassen.

»Siegfried, du hast genug für heute!«, sagte Max leise, aber bestimmt. Er überragte den Bäckergesellen um einen halben Kopf.

»Wer sagt das?«, lallte der junge Mann.

»Ich sag das, und wenn du nicht hörst, muss ich dich vor den Augen aller Gäste vor die Tür setzen und dafür sorgen, dass du die Stube in den nächsten Wochen nicht betreten wirst.« >

»Du kannscht mir gar nischts –« Der Bursche stockte. Mitten im Satz hatte er vergessen, was er sagen wollte. Benommen schwankte er nach vorne und wieder zurück. Seine Augenlider waren halb geschlossen, auf seiner Stirn standen Schweißperlen. Für einen Moment fürchtete Fanny, dass der junge Mann krachend auf dem Boden landen würde. Aber trotz des Wankens schienen seine Füße wie Wurzeln fest im Boden verankert zu sein.

Der Bursche neben ihm hatte ebenfalls getrunken, war aber weitaus nüchterner. Umständlich stand er auf und brachte den Stuhl gefährlich ins...


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