
In der Reihe Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik werden die noch nicht in modernen wissenschaftlichen Ausgaben zugänglichen Heldenepen nach dem Leithandschriftenprinzip mit sorgfältiger Dokumentation der Fassungsunterschiede und Überlieferungsvarianz ediert, ergänzt durch Untersuchungen zur Text- und Überlieferungsgeschichte.
In the book series Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik (Texts and Studies on Middle High German Heroic Epics) heroic epics that have not yet been accessible in modern scientific editions will be edited according to the base manuscript principle ("Leithandschriftenprinzip") with a thorough documentation of differences in editions and textual variance. The editions will be complemented with studies on the textual history and the text's transmission.
Die Bremer Neuausgaben der Texte der "historischen" Dietrichepik sind im Gegensatz zu den bislang vorliegenden Ausgaben strikt an der Überlieferung orientiert: Ediert wird nach dem Leithandschriftenprinzip unter Berücksichtigung von Fassungsunterschieden. Auf Normalisierung wird verzichtet; die Ausgaben folgen, mit behutsamen Regulierungen, der Schreibsprache der Leithandschriften, freilich unter Hinzufügung moderner Interpunktion. Erstmals werden ausführliche Stellenkommentare die Texte erschließen. Die textgeschichtliche Ausgabe von »Dietrichs Flucht« gibt die Erzählung der Vertreibung Dietrichs von Bern, seines Exils und seiner ersten vergeblichen Rückkehrschlachten nach der Riedegger Handschrift als Leithandschrift wieder; die Vorgeschichte von Dietrichs idealen Ahnen orientiert sich am Text des Ambraser Heldenbuchs. Fassungsunterschiede, insbesondere die Abweichungen der Kurzfassung in der Heidelberger Handschrift, und andere textgeschichtlich relevante Lesarten sind in zwei Apparaten dokumentiert. Der Stellenkommentar erläutert editorische Entscheidungen, charakterisiert die wichtigsten Fassungsunterschiede und enthält knappe Sprach- und Sacherklärungen sowie Hinweise auf intertextuelle Bezüge. Ausführungen zu Handschriften und Editionsprinzipien, ein Namens- und ein Literaturverzeichnis komplettieren den Band.
"[. . .] die Arbeit [hinterlässt] mit den Ausgaben, und es ist immer 'Arbeit', einen [. . .] sehr positiven Eindruck. Sie stellen einen recht gelungenen Spagat zwischen Herausgeberentscheidung und Überlieferungsnähe dar [. . .]."
Prof. Dr. Stephan Müller in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 2011, Band 133, Heft 2
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