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Mord im Orientexpress

Ein Fall für Poirot.
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Produktdetails

Titel: Mord im Orientexpress
Autor/en: Agatha Christie

EAN: 9783455170160
Format:  EPUB
Ein Fall für Poirot.
Übersetzt von Otto Bayer, Agatha Christie
Atlantik

8. September 2014 - epub eBook - 256 Seiten

Nach einigen Mühen hat Hercule Poirot ein Abteil im Kurswagen Istanbul - Calais des Luxuszugs ergattert. Doch auch jetzt ist ihm keine Ruhe vergönnt: Ein amerikanischer Tycoon ist ermordet worden, der ganze Zug voller Verdächtiger. Und der Mörder könnte jederzeit wieder zuschlagen. Eine Aufgabe, wie gemacht für den Meisterdetektiv.
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Teil 1 Die Tatsachen


Erstes Kapitel Ein bedeutender Fahrgast im Taurus-Express


Es war ein kalter Wintermorgen in Syrien. Früh um fünf Uhr wartete auf dem Bahnhof von Aleppo der Zug, der in den Kursbüchern großspurig als »Taurus-Express« bezeichnet wird. Er bestand aus einem Küchen- und Speisewagen, einem Schlafwagen und zwei gewöhnlichen Reisewagen.

Vor dem Trittbrett zum Schlafwagen unterhielt sich ein junger französischer Leutnant in prächtiger Uniform mit einem dünnen kleinen Mann, der sich bis über die Ohren eingemummt hatte, sodass man von ihm nur noch die rote Nasenspitze und die beiden Enden eines aufwärts gezwirbelten Schnurrbarts sah.

Es war bitterkalt, und niemand war um die Aufgabe zu beneiden, einen berühmten Fremdling am Bahnhof zu verabschieden, aber Lieutenant Dubosc stellte sich ihr wie ein Mann. Von seinen Lippen flossen elegante Sätze in geschliffenem Französisch. Aber man glaube nicht, dass er gewusst habe, worum es hier eigentlich ging. Natürlich waren Gerüchte in Umlauf gewesen, wie es sie in solchen Fällen immer gibt. Der General – sein General – war zusehends misslauniger geworden. Und dann war dieser Belgier gekommen – offenbar aus dem fernen England angereist. Eine ganze Woche lang hatte eine merkwürdig gespannte Atmosphäre geherrscht. Und dann hatten sich gewisse Dinge ereignet. Ein hochdekorierter Offizier hatte Selbstmord begangen, ein anderer seinen Abschied genommen – aus bekümmerten Mienen war der Kummer gewichen, bestimmte militärische Vorsichtsmaßnahmen waren gelockert worden. Und Lieutenant Duboscs höchsteigener General hatte plötzlich zehn Jahre jünger ausgesehen.

Dubosc hatte Teile eines Gesprächs zwischen ihm und dem Fr
emden mitgehört. »Sie haben uns gerettet, mon cher«, hatte der General mit bewegter Stimme gesagt, und sein prächtiger weißer Schnurrbart hatte beim Reden gezittert. »Sie haben die Ehre der französischen Streitkräfte gerettet – und ein großes Blutvergießen abgewendet. Wie kann ich Ihnen dafür danken, dass Sie meiner Bitte nachgekommen sind? Dass Sie diesen weiten Weg gemacht –«

Worauf der Fremde (ein gewisser Monsieur Hercule Poirot) eine geziemende Antwort gab, in der unter anderem der Satz fiel: »Aber sollte ich denn vergessen haben, dass Sie mir einmal das Leben gerettet haben?« Worauf der General wiederum etwas Geziemendes erwiderte und jedes Verdienst an dieser lange zurückliegenden Gefälligkeit in Abrede stellte. Und so hatten sie unter Austausch weiterer Artigkeiten, in denen Wörter wie Frankreich, Belgien, Ruhm und Ehre vorkamen, einander herzlich umarmt, und das Gespräch war zu Ende gewesen.

Lieutenant Dubosc hatte noch immer keine Ahnung, worum es bei dem allen gegangen war, doch ihm war nun die Aufgabe übertragen worden, Monsieur Poirot an den Taurus-Express zu bringen, und diese Aufgabe erledigte er mit all dem Eifer und Pflichtbewusstsein, das man von einem jungen Offizier am Beginn einer verheißungsvollen Karriere wohl erwarten durfte.

»Heute ist Sonntag«, sagte Lieutenant Dubosc. »Morgen Abend sind Sie in Istanbul.«

Er sagte diesen Satz nicht zum ersten Mal. Bahnsteiggespräche vor Abfahrt eines Zuges sind für Wiederholungen anfällig.

»So ist es«, bestätigte Monsieur Poirot.

»Und Sie gedenken dort ein paar Tage zu verbringen, nehme ich an?«

»Mais oui. Istanbul, in dieser Stadt war ich noch nie. Es wäre doch schade, da nur durchzureisen – comme ça &
ndash;« Er schnippte beredt mit den Fingern. »Mich drängt nichts – ich werde mich ein paar Tage als Tourist dort umsehen.«

»Die Hagia Sophia – sehr schön«, sagte Lieutenant Dubosc, der sie noch nie gesehen hatte.

Ein eisiger Wind pfiff über den Bahnsteig. Beide Männer erschauerten. Lieutenant Dubosc gelang dabei ein verstohlener Blick auf seine Uhr. Fünf vor fünf – nur noch fünf Minuten!

Da er argwöhnte, der andere habe seinen verstohlenen Blick auf die Uhr bemerkt, stürzte er sich sogleich wieder ins Gespräch.

»Um diese Jahreszeit verreisen nicht viele Leute«, sagte er und sah zu den Schlafwagenfenstern über ihnen auf.

»So ist es«, bestätigte Monsieur Poirot.

»Hoffentlich werden Sie im Taurus-Gebirge nicht eingeschneit!«

»Kommt das vor?«

»Ja, es ist schon vorgekommen. Dieses Jahr allerdings noch nicht.«

»Dann wollen wir auf das Beste hoffen«, meinte Monsieur Poirot. »Die Wettermeldungen aus Europa sind schlecht.«

»Sehr schlecht. Viel Schnee auf dem Balkan.«

»Auch in Deutschland, habe ich gehört.«

»Eh bien«, sagte Lieutenant Dubosc rasch, als das Gespräch erneut zu stocken drohte. »Morgen Abend um neunzehn Uhr vierzig sind Sie jedenfalls in Konstantinopel.«

»Ja«, sagte Monsieur Poirot.

»Die Hagia Sophia –«, fuhr er verzweifelt fort, »ich habe gehört, sie soll sehr schön sein.«

»Prachtvoll, soviel ich weiß.«

Über ihren Köpfen wurde der Vorhang an einem der Schlafwagenfenster zur Seite geschoben, und eine junge Frau schaute heraus.

Mary Debenham war kaum zum Schlafen gekommen, seit sie letzten Donne
rstag von Bagdad abgefahren war. Weder auf der Fahrt nach Kirkuk noch im Rasthaus Mosul noch in der letzten Nacht im Zug hatte sie richtigen Schlaf gefunden. Jetzt war sie es leid, wach in ihrem überheizten Abteil zu liegen, weshalb sie aufgestanden war, um aus dem Fenster zu schauen.

Das musste Aleppo sein. Natürlich gab es hier nichts zu sehen. Nur einen langen, schlecht beleuchteten Bahnsteig, auf dem irgendwo laut auf Arabisch gestritten wurde. Unter ihrem Fenster standen zwei Männer und unterhielten sich auf Französisch. Der eine war ein französischer Leutnant, der andere ein kleiner Mann mit gewaltigem Schnurrbart. Mary Debenham lächelte matt. Noch nie hatte sie eine derart vermummte Gestalt gesehen. Es musste sehr kalt sein da draußen. Deswegen heizten sie ja den Zug so grässlich. Sie versuchte das Fenster hinunterzuschieben, aber es ging nicht.

Gerade war der Schlafwagenschaffner zu den beiden Männern getreten. Der Zug werde gleich abfahren, sagte er. Monsieur solle lieber einsteigen. Der kleine Mann nahm seinen Hut ab. Was da für ein Eierkopf zum Vorschein kam! Obwohl Mary Debenham ganz andere Sorgen hatte, musste sie lächeln. Wie albern der kleine Kerl doch aussah! Einer dieser kleinen Männer, die man nie richtig ernst nehmen konnte.

Lieutenant Dubosc hielt seine Abschiedsrede, die er sich schon vorher zurechtgelegt und bis zur letzten Minute aufgespart hatte. Es war eine schöne, geschliffene Rede.

Da konnte Monsieur Poirot natürlich nichts schuldig bleiben.

»En voiture, Monsieur«, rief der Schlafwagenschaffner.

Mit allen Anzeichen größten Widerstrebens stieg Monsieur Poirot in den Zug, der Schlafwagenschaffner hinterdrein. Monsieur Poirot winkte. Lieutenant Dubosc salutierte. Und mit einem schauerlichen Ruck setzte der Zug sich in Bewegung.

»Enfin«, murmelte Monsieur Hercule P
oirot.

»Brrr«, machte Lieutenant Dubosc, der jetzt erst merkte, wie kalt ihm war.

 

»Voilà, Monsieur.« Der Schaffner wies Poirot mit theatralischer Gebärde auf die ganze Schönheit seines Schlafabteils und das ordentlich verstaute Gepäck hin. »Monsieurs kleiner Koffer, er ist hier

Seine ausgestreckte Hand sprach Bände, und Hercule Poirot drückte einen zusammengefalteten Geldschein hinein.

»Merci, Monsieur.« Jetzt wurde der Schaffner ganz dienstlich. »Monsieurs Fahrkarten habe ich schon. Wenn es recht ist, nehme ich nun auch noch Monsieurs Pass an mich. Monsieur werden die Reise in Istanbul unterbrechen, soviel ich weiß?«

Monsieur Poirot bejahte.

»Es sind wohl nicht viele Leute im Zug?«, fragte er.

»Nein, Monsieur. Ich habe nur noch zwei weitere Fahrgäste. Einen englischen Oberst aus Indien und eine junge Engländerin aus Bagdad. Haben Monsieur noch einen Wunsch?«

Monsieur bat um ein Fläschchen Perrier.

Fünf Uhr früh ist eine unangenehme Zeit zum Verreisen. Es waren noch zwei Stunden bis zur Morgendämmerung. Im Bewusstsein seines zu kurz gekommenen Nachtschlafs sowie einer erfolgreich abgeschlossenen, sehr heiklen Mission kuschelte Poirot sich in eine Ecke und schlief ein.

Als er aufwachte, war es schon halb zehn, und da ihm nach einer heißen Tasse Kaffee war, begab er sich in den Speisewagen.

Dort saß zurzeit nur noch eine weitere Person, offenbar die Engländerin, die der Schaffner erwähnt hatte. Sie war groß, schlank und dunkelhaarig – vielleicht achtundzwanzig Jahre alt. Die kühle Selbstsicherheit, mit der sie ihr Frühstück verzehrte und beim Kellner einen Kaffee nachbestellte, verriet Weltgewandtheit und Reiseerfahrung. Sie trug ein dunkles Reisek
ostüm aus einem dünnen Stoff, der für die überheizte Atmosphäre in diesem Zug gerade richtig war.

Da Monsieur Hercule Poirot nichts Besseres zu tun hatte, vertrieb er sich die Zeit damit, sie zu beobachten, ohne es sich anmerken zu lassen.

Nach seinem Eindruck gehörte sie zu jener Sorte junger Frauen, die sich überall, wohin sie kamen, mit der größten Selbstverständlichkeit bewegten. Sie wirkte ausgeglichen und tüchtig. Ihm gefiel die strenge Regelmäßigkeit ihrer Züge, die zarte Blässe ihrer Haut. Ihm gefielen auch die dunkelbraune, sanft gewellte Frisur und der kühle, unpersönliche Blick ihrer grauen Augen. Für seinen Geschmack war sie für eine jolie femme, wie er das nannte, nur ein ganz klein wenig zu selbstsicher.

Kurz darauf kam noch jemand in den Speisewagen, diesmal ein...


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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll der Klassiker - von Thrillerfan - 25.09.2014 zu Agatha Christie „Mord im Orientexpress“
Ob als Film oder Buch, wer diesen Klassiker nicht kennt, muss nachsitzen.
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