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Wachkoma

Thriller.
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Produktdetails

Titel: Wachkoma
Autor/en: Katharina Peters

EAN: 9783841208262
Format:  EPUB
Thriller.
Aufbau Digital

13. August 2014 - epub eBook - 336 Seiten

Zwei vermisste Frauen

Zwei Vermisstenfälle erregen Aufsehen: Berit, eine junge Frau, verschwindet spurlos aus ihrem Ferienhaus am Fehmarnsund. Zwei Tage später taucht sie wieder auf: verstört und offensichtlich misshandelt. Die Kriminalpsychologin Hannah Jakob versucht vergeblich, Berit zu befragen, doch sie wird noch mit einem zweiten Fall konfrontiert: Eine Radiomoderatorin ist während ihres Urlaubs in Dänemark verschwunden. Hannah Jakob ahnt, dass beide Fälle zusammengehören. War die Journalistin einer großen Geschichte auf der Spur? Hannah Jakob, Kriminalpsychologin mit dem Spezialgebiet vermisste Frauen und Kinder, ermittelt. Von der Autorin der Bestseller "Hafenmord" und "Klippenmord".
Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin.

1


Dienststellenleiterin Dagmar Möller hatte bereits tags zuvor am Telefon keinerlei Hehl daraus gemacht, dass sie es für völlig unnötig erachtete, den Hintergründen der beiden Lübecker Vermisstenfälle mit tatkräftiger Unterstützung einer Sonderermittlerin des Berliner BKA nachzugehen, die noch dazu persönlich nach Lübeck zu reisen gedachte. Doch Hannah Jakob hatte sich nicht abwimmeln lassen – obwohl eine der beiden spurlos verschwundenen Frauen nach nur gut zwei Tagen wieder aufgetaucht war und sich zwar nicht bester Gesundheit erfreute, aber lebte, hatten ihre Alarmglocken geschrillt. Abgesehen davon löste die Einmischung des BKA in den meisten Dienststellen alles andere als Begeisterung, sondern in der Regel wenigstens anfänglich Skepsis aus – daran war sie längst gewöhnt, und zwar nicht erst seit sie aufgrund ihrer Sonderaufgabe quer durch die Republik zu reisen begonnen hatte.

Wenn Hannah guter Dinge war, ließ sie beim Werben für ihre Aufgabe ihren Charme spielen und betonte, dass sie bei etwaigen Ermittlungserfolgen die harmonische Zusammenarbeit mit dem Team der Dienststelle ausdrücklich hervorheben würde. War sie schlecht drauf, was deutlich seltener vorkam, oder blockte ein Dienststellenleiter besonders hartnäckig, spielte sie ihre professionelle Sachlichkeit aus und punktete auch mal mit übergeordneten Prioritäten. Darüber hinaus konnte sie sich ganz gut auf ihr Bauchgefühl verlassen. Wenn ein Fall sie nicht losließ, steckte meist mehr dahinter, als es auf den ersten und zweiten Blick schien, und in der Regel gelang es ihr früher oder später, die Kollegen von der Notwendigkeit weiterer Recherchen zu überzeugen.

Als Hannah nach dreistündiger Fahrt am Donnerstagmittag bei strahlendem Juliwetter in der Lübecker Polizeidirektion eintraf u
nd auf Dagmar Möller wartete – an ihrer Seite wie immer Windhundmix Kotti –, war ihre Stimmung gemischt. Ihr Sohn Benjamin, der im letzten Jahr ein freiwilliges soziales Jahr in Brasilien absolviert und sich in einem Straßenkinder-Projekt engagiert hatte, war lediglich für eine zweiwöchige Stippvisite nach Berlin zurückgekehrt, um dann Freunde in Heidelberg zu besuchen und sich dort um einen Studienplatz zu bewerben. Der knapp Zwanzigjährige war in den vergangenen Monaten erwachsen geworden und deutlich gereift. Das Elternhaus wurde zunehmend unwichtiger, mehr noch: Es spielte höchstens noch eine Nebenrolle. Hannah war erstaunt, wie verwirrt sie darauf reagierte, dass Ben inzwischen sein eigenes Leben führte und mit souveräner Selbstverständlichkeit Entscheidungen traf, ohne sich vorab zu vergewissern, wie seine Mutter und deren Lebensgefährte Achim darüber dachten.

Was hast du erwartet – dass er aus dem Flieger steigt, sich in deine Arme stürzt und wieder hauptberuflich Sohn ist?, fragte eine spitze Stimme in ihr. Na ja, ein bisschen schon, zumindest für ein paar Monate. Hannah war nicht gut im Loslassen, schon gar nicht, wenn es um die Familie ging, aber dafür konnte ja Ben nichts.

Sie schob das Thema beiseite, als Hauptkommissarin Möller eintrat und sie beiläufig begrüßte, um dann hinter ihren Schreibtisch zu hasten und sowohl Hannah als auch Kotti abwartend zu mustern. Wir kommen ganz gut alleine klar, stand quer über ihre Stirn geschrieben, und sie gab sich keine Mühe, die Botschaft zu verschleiern. Sie hat ihre Meinung nicht geändert, stellte Hannah innerlich seufzend fest, ganz im Gegenteil. Sie fühlt sich bevormundet.

»Vermisste Frauen und Kinder sind seit einigen Jahren mein Spezialgebiet«, erläuterte Hannah nach flüchtigem Eingangsgeplänkel freundlich. Eigentlich schon immer,
fügte sie in Gedanken hinzu – seit ihre Schwester Liv vor über zwanzig Jahren nach einem Streit mit Hannah wutentbrannt ihr Elternhaus in Hamburg verlassen hatte und seitdem spurlos verschwunden war. Es verging keine Woche, in der Hannah nicht an sie und die Eltern dachte, zu denen seit den tragischen Geschehnissen kaum mehr als ein flüchtiger Kontakt bestand.

Hannah schob die Erinnerungen beiseite. »Vorrangiges Ziel meiner Arbeit ist es, selbst bei mäßiger Spurenlage herauszufinden, was warum mit ihnen geschehen ist …«

»Tja, das wollen wir wohl alle.« Möller hob mit einer energischen Bewegung das Kinn.

»Was ist in welchem Kontext passiert?«, fuhr Hannah unbeirrt fort. »Warum verschwindet ausgerechnet dieser Mensch? Liegt eine individuelle Tragödie zugrunde? Oder hätte es jeden anderen zu dieser Stunde an diesem Ort auch treffen können? Jedes Tatgeschehen basiert letztlich auf Hintergründen und Motiven, die sich lediglich nicht immer auf den ersten Blick erschließen. Aber vielleicht auf den zweiten und mit Hilfe psychologischer Ausleuchtung, die unter Umständen auch weiterreichende kriminelle Verflechtungen sichtbar macht.« Sie deutete ein Lächeln an.

»Interessant«, erwiderte Möller in aufreizend gelangweiltem Ton und übersah das Lächeln geflissentlich. Die Beamtin dürfte die fünfzig überschritten haben, schätzte Hannah. Erschöpfung und Frust hatten sich tief in ihrem Gesicht eingegraben. Das blondierte Haar wirkte farblos, und der Blazer saß zu knapp. Sie hatte etliche Kilo zu viel auf den Rippen, ihre Fitnesswerte dürften ausbaufähig sein, und sie schlief nicht gut, wie ihre tiefen Augenringe verrieten. Wahrscheinlich quoll ihr Überstundenkonto über, und der Haussegen hing schief, weil sie neben dem Job kaum noch die Kraft fand, so et
was wie ein erfülltes Privatleben zu gestalten … Hör auf zu spekulieren, ermahnte Hannah sich selbst.

»Ich glaube nicht, dass Sie Gelegenheit erhalten werden, Ihre Kenntnisse und Fragestellungen ausgerechnet im Zusammenhang mit diesen beiden Fällen hier in Lübeck zu vertiefen oder gar weitreichende kriminelle Verflechtungen zu entdecken«, fügte Möller hinzu, als Hannah sie unverwandt ansah. »Ein Vermisstenfall hat sich quasi selbst gelöst, wie wir bereits am Telefon besprachen – die Frau ist nach gut zwei Tagen aufgefunden worden und nach einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt seit einer Woche zu Hause. Und was Dorina Siebert angeht, so laufen die Ermittlungen seit Montag. Wir stehen in engem Kontakt mit den dänischen Behörden, die routinemäßigen Überprüfungen und Anfragen laufen, Befragungen im Familien-, Kollegen- und Bekanntenkreis sind erfolgt oder stehen zeitnah an, doch ein Hintergrund hat sich nicht erschlossen, noch nicht. Womöglich werden wir das Rätsel gar nicht lösen können – wie so häufig bei Vermisstenfällen. Abgesehen von der Tatsache, dass beide Frauen Lübeckerinnen sind und während eines Urlaubs verschwanden, haben die beiden Fälle nicht das Geringste miteinander zu tun.«

»Wissen oder vermuten Sie?«

»Es haben sich keinerlei Hinweise gefunden, die einen Zusammenhang herstellen könnten.« Möller machte eine wegwerfende Handbewegung, dann hielt sie inne und musterte Hannah mit scharfem Blick. »Oder wissen Sie und Ihre Dienststelle mehr?«

»Ich erkläre Ihnen gerne, welche Schlussfolgerungen ich aufgrund welcher Kenntnisse ziehe und wie ich mir meine weiteren Recherchen hier vor Ort vorstelle«, entgegnete Hannah ebenso gleichmütig wie ausweichend.

Selbstverständlich war sie nicht nur mit den Ra
hmendaten der beiden Fälle vertraut, sondern aufgrund eigener Nachforschungen auch über einzelne Aspekte informiert, insbesondere was auffällige kriminaltechnische Befunde und rechtsmedizinische Ergebnisse zum Berit-Konstedt-Fall anbelangte, aber das musste sie Möller nicht wenige Minuten nach ihrem Eintreffen auf die Nase binden, auch wenn die sich ihren Teil wahrscheinlich längst dachte und zähneknirschend zur Kenntnis nahm. Die Diskussionen und der intensive Austausch mit den Kollegen vor Ort waren fester Bestandteil ihrer Ermittlungsarbeit, selbst oder gerade wenn sie anfangs nicht mit offenen Armen aufgenommen wurde. Dabei kam manches zur Sprache, was nicht in den Akten stand.

»Fangen wir mit Berit Konstedt an?«, schlug Hannah vor.

»Nur zu.«

»Sie verschwand vor zwei Wochen aus ihrem Ferienhaus in Großenbrode am Fehmarnsund, kurze Zeit nachdem ihr Mann sie dort abgesetzt und sie am späten Nachmittag ein letztes Mal mit ihm telefoniert hatte. Eine Freundin war gerade mal eine Stunde später aus Kiel angereist und fand nur ein leeres Haus vor. Einbruchsspuren gab es nicht, gestohlen wurde auch nichts. Sie hat sofort Alarm geschlagen, weil Berit keinen Schlüssel mitgenommen hatte, über ihr Handy nicht erreichbar war und zudem nach einem schweren Unfall mit Hirnverletzungen und zeitweisem Koma vor einigen Monaten geschwächt ist sowie seitdem zeitweise unter Orientierungslosigkeit leidet.«

»Ja – das ist die Ausgangssituation, wie wir Sie ermittelt haben«, bestätigte Möller und trommelte mit den Fingern ihrer rechten Hand auf der Schreibtischplatte. Sie hielt es für pure Zeitverschwendung, die hinlänglich bekannten Tatsachen erneut und womöglich in allen Einzelheiten und Teilaspekten durchzukauen. »Zweieinhalb Tage später entdeckten Ausflügler die verwirrte und geschwächte Frau oberh
alb des Trammer Sees nordwestlich von Plön. Ihr Körper wies Spuren von Gewaltanwendung auf. Sehr wahrscheinlich ist sie gefoltert und später ausgesetzt worden, außerdem hatte man ihr ein Betäubungsmittel verabreicht«, referierte sie schließlich weiter. »Berit Konstedt kann sich jedoch nicht an das Geschehen erinnern. Sie ist völlig traumatisiert. Ich muss Ihnen als Psychologin nicht erklären, dass sie höchstwahrscheinlich verdrängt, was geschehen ist, und niemand weiß, wann ihr Gedächtnis wieder mitspielen wird, zumal die Folgen des Unfalls auch noch eine Rolle spielen dürften. Auf gut Deutsch: Solange...


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