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Leonore und ihre Töchter

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Produktdetails

Titel: Leonore und ihre Töchter
Autor/en: Gina Mayer

EAN: 9783841208200
Format:  EPUB
Aufbau Verlag GmbH

10. September 2014 - epub eBook - 480 Seiten

Nimm dein Glück in beide Hände.

Im Paris des Jahres 1900 erfährt die unglücklich verliebte Nanette von einem gutgehüteten Geheimnis, das auf ihrer Familie lastet: Als ihre Urgroßeltern Leonore und Anton einst heirateten, verfluchte eine eifersüchtige Freundin das Brautpaar und prophezeite ihnen lebenslanges Unglück. Drei Generationen später hadern nicht nur Leonore, sondern auch ihre Tochter, ihre Enkelin und ihre Urenkelin Nanette mit dem Schicksal und finden kein Glück in der Liebe. Bis Nanette eines Tages beschließt, den Familienfluch endlich zu bannen, denn nicht der Fluch trägt die Schuld für das Scheitern der Frauen in ihrer Familie - jede ist ihres eigenen Glückes Schmied ...

Eine große Familiensaga über Liebe, Selbstbestimmung und das Schicksal, das Leonore und ihre Töchter auf eine harte Probe stellt.

"Gina Mayer schreibt intensiv, emotional, sehr bildhaft." Lovelybooks.
Gina Mayer, 1965 in Ellwangen geboren, lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. Bevor sie freie Autorin wurde, hat sie als Werbetexterin gearbeitet. Als Aufbau Taschenbuch sind lieferbar: "Zitronen im Mondschein" und "Das Lied meiner Schwester" sowie "Im Land des Regengottes". Im Verlag Rütten & Loening erschien von ihr: "Leonore und ihre Töchter".Mehr zur Autorin unter www.ginamayer.de

I


Das Licht. Es strahlte aus der hohen Wölbung des Kuppelsaals, leuchtete von den Wänden und brachte die Diamanten und Brillantarmreife, die Siegelringe, Uhrketten und Monokel zum Funkeln. Es floss vom Kronleuchter des kleinen Palais direkt in Doras Champagnerglas und brach sich in jeder einzelnen aufsteigenden Perle.

Heute ist der glücklichste Tag meines Lebens, dachte Dora und drehte sich lächelnd zu Gustave um, aber er stand nicht mehr hinter ihr. Dafür sah sie Nanette, umringt von Bewunderern. Nanette lächelte, und die jungen Männer versuchten ihr Lächeln festzuhalten, aber es ließ sich nicht fangen, es flog von einem zum anderen.

Meine Tochter, dachte Dora stolz.

Sie nahm einen Schluck Champagner und spürte, wie es nun auch in ihrem Kopf zu perlen begann. Der Tag war voller Aufregungen gewesen, sie hatte so gut wie nichts gegessen. Sie stellte das Glas auf dem Tablett eines Kellners ab und nahm sich stattdessen ein Glas Limonade. Sie brauchte keinen Champagner, sie war beschwingt von ihrem Glück. Von der Schönheit ihrer Tochter. Von Gustaves Erfolg.

Die fünfte Weltausstellung in Paris, die vor wenigen Stunden eröffnet worden war, war sein Triumph. Die letzten Jahre hatte er damit verbracht, die Ausstellung zu konzipieren, zu entwerfen, zu planen. Sie war selbstverständlich nicht allein sein Werk – für ein Projekt dieser Größenordnung brauchte es eine Vielzahl an Architekten, Planern, Zeichnern und Baumeistern. Aber Gustave Boucher war der Kopf des Ganzen, der Mann, der vordachte und vorausschaute und die anderen anleitete und beaufsichtigte.

Worin seine Arbeit genau bestand, das war Dora allerdings bis heute nicht ganz klar. Die einzelnen Pavillons waren von den Architekten der Teilnehmerländer konzipiert worden, auch für die Attraktionen wie etwa die Himmelskugel oder die prächtig
en Panoramen gab es spezielle Planer. Das große Portal an der Place de la Concorde stammte von René Binet und das Kunstpalais, in dem heute auch der Empfang stattfand, von Charles-Louis Girault.

»Und wo taucht dein Name auf?«, hatte sie ihren Mann gefragt.

»Ich bin überall«, hatte Gustave entgegnet. »Ich kümmere mich nicht um die Details. Mein Anliegen ist das große Ganze.«

Das große Ganze – es war hervorragend gelungen, das hatte auch Monsieur Picard, der Generalkommissar der Ausstellung, bei seiner Begrüßungsrede betont. Er hatte Gustave namentlich erwähnt, und anschließend war der Präsident der Republik persönlich auf Gustave zugekommen und hatte ihm die Hand geschüttelt. »Meinen Respekt«, hatte er gesagt, und dann hatte er Doras Hand geküsst. Émile Loubet. Der Präsident von Frankreich. Hatte ihre Hand geküsst.

Dora wurde heiß und kalt, wenn sie sich daran erinnerte. Wenn das Mutter hört, dachte sie. Selbst Mutter wird beeindruckt sein, wenn ich ihr davon erzähle.

»Madame Boucher?« Ein junger Herr im Frack trat jetzt neben sie, ein Herr, den Dora kannte oder vielmehr kennen sollte, denn Gustave hatte ihn ihr eine halbe Stunde zuvor vorgestellt. Doch sie hatte den Namen bereits vergessen. »Monsieur Ronvard würde sich gern von Ihnen und Ihrem Herrn Gemahl verabschieden.«

Monsieur Ronvard, das wusste Dora, war der Finanzdirektor der Ausstellung. Und der junge Herr – jetzt fiel es ihr wieder ein – war sein Sekretär.

»Mein Mann ist … Ich weiß leider auch nicht, wo er im Augenblick steckt. Er kommt bestimmt gleich zurück.«

»Monsieur Ronvard erwartet Sie am Ausgang.«

»Natürlich.« Doras Augen flogen durch den Saal. »Sobald mein Mann auftau
cht, schicke ich ihn zu Ihnen.«

»Merci beaucoup, Madame.« Der Sekretär verbeugte sich mit einem Gesichtsausdruck, als hätte sie ihm gerade einen Orden verliehen. Dann machte er auf dem Absatz kehrt und verschwand in der Menge.

Dora reckte den Hals und sah sich in dem Saal um, aber ihr Mann war nirgends zu sehen. Dafür kam jetzt ein anderer Herr mit wehenden Frackschößen auf sie zugeeilt, die Hände zur Begrüßung ausgestreckt, ein entzücktes Lächeln auf den Lippen. »Bonsoir, bonsoir, Madame Boucher.«

Dora lächelte hilflos zurück. Der Mann war rundlich und trug einen geschwungenen Schnurrbart, sie kannte ihn nicht. Oder kannte sie ihn doch? Im Lauf des Abends hatte Gustave sie mit so vielen Menschen bekannt gemacht, dass sie es nicht mehr wusste.

»Enchantée«, sagte sie nervös.

»Aber, aber, Madame«, erwiderte der Schnurrbart auf Deutsch. »Wir beide verstehen uns doch besser in unserer Muttersprache, n’est-ce pas?« Er ergriff ihre Hand, beugte sich darüber und hauchte einen Kuss in die Luft. »Wilhelm Freiherr von Schoen«, stellte er sich dann vor. »Sehr erfreut, Sie endlich kennenzulernen.«

Wilhelm von Schoen, der deutsche Botschafter in Paris. Ein guter Bekannter ihres Mannes. Dora war ihm bisher nicht persönlich begegnet, aber vermutlich hatte Gustave ihm erzählt, dass er mit einer Deutschen verheiratet war.

»Es ist mir ein Vergnügen«, sagte Dora und begann zu schwitzen. Hoffentlich erwartete der Botschafter nicht, dass sie mit ihm über die deutsch-französischen Beziehungen sprach. Sie interessierte sich nicht für Politik, und nach fünfundzwanzig Jahren in Paris wusste sie nur noch wenig über die Verhältnisse in Deutschland. »Mein Mann hat mir viel von Ihnen erzählt.«

&
raquo;Ah, hoffentlich nur Gutes!« Freiherr von Schoen zwinkerte ihr zu, wodurch die eine Hälfte seines Schnurrbarts heftig auf und ab tanzte. »Ihr Mann ist Gold wert, aber das ist Ihnen sicher bewusst. Ohne ihn wäre diese Weltausstellung niemals vollendet worden.«

»Zu freundlich«, sagte Dora. »Vielen Dank.« Obwohl das Kompliment ja gar nicht ihr galt, sondern Gustave. Sie warf einen raschen Blick über die Schulter. Allmählich vermisste sie Gustave auch, wo steckte er bloß? Vielleicht war ihm die Aufregung der letzten Tage auf den Magen geschlagen. Verwunderlich wäre es nicht.

»Was sagen Sie zum deutschen Pavillon? Ist er nicht prachtvoll gelungen?«, fragte von Schoen.

»Ich muss gestehen, ich habe bisher nur einen kleinen Teil der Ausstellung gesehen.« Seit der offiziellen Eröffnung waren erst ein paar Stunden vergangen. Dora und Nanette hatten das Wasserschloss von Paulin besichtigt, aus dem sich ein gigantischer Wasserfall ergoss, und das verkehrte Haus besucht. Und natürlich waren sie auf dem rollenden Bürgersteig gefahren, der das ganze Ausstellungsgelände durchzog. Das deutsche Haus hatten sie nur von weitem gesehen, eine bizarre Mischung aus einer mittelalterlichen Burganlage und einem Fachwerkhaus, verziert mit einem gotischen Kirchturm. Es war groß, viel größer als die Pavillons der anderen Nationen. Unangenehm groß, hatte Dora gedacht. Dass die Deutschen sich immer so aufspielen mussten. Dabei schätzte man diese ungenierte Machtdemonstration in Paris ganz und gar nicht. Sedan lag schließlich gerade einmal dreißig Jahre zurück.

»Na, das müssen Sie aber schleunigst nachholen«, sagte von Schoen vorwurfsvoll, als wäre die Ausstellung nicht noch sieben Monate geöffnet, sondern gleich am nächsten Tag wieder beendet. »Das ist ein ganz dolles
Ding, das kann ich Ihnen versichern.«

»Zweifelsfrei«, sagte Dora und überlegte, ob es dieses Wort im Deutschen wirklich gab oder ob sie es soeben erfunden hatte. Ihr Korsett klebte an ihrem Körper, der üppige Spitzeneinsatz, der ihr Dekolleté bedeckte, kratzte auf der feuchten Haut.

»Maman?« Jetzt trat Nanette neben sie, und die Augen des Botschafters begannen sofort zu leuchten, als wäre er am Verdursten und Nanette ein Glas Wasser.

»Das Fräulein Tochter, nehme ich an?«

Nanette schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.

»Où est Papa?«, fragte sie dann Dora. »On demande après lui…«

»Wir sprechen Deutsch«, unterbrach Dora sie. »Herr von Schoen, der deutsche Botschafter aus Berlin, meine Tochter Nanette.«

»Enchantée.« Nanette reichte von Schoen ihre Hand zum Kuss. »Ich bin entzückt.«

»Das Entzücken ist ganz meinerseits, meine Liebe.« Von Schoen deutete einen Diener an. »Ihr Deutsch ist ja ganz hervorragend.« Er warf Dora einen anerkennenden Blick zu, dabei waren Nanettes Deutschkenntnisse ganz gewiss nicht ihr Verdienst. Sie hatte sich stets auf Französisch mit ihrer Tochter unterhalten. Wenn Nanette nicht immer ihre Ferien bei ihren Großeltern in Düsseldorf verbracht hätte, hätte sie kein Wort Deutsch gesprochen.

»Man fragt nach Papa«, raunte Nanette Dora auf Französisch zu, danach schenkte sie von Schoen ein bezauberndes Lächeln und verabschiedete sich. »Es war mir ein Vergnügen, Herr von Schoen.«

Der Freiherr sah ihr bedauernd nach. Dora erinnerte sich plötzlich wieder an den Finanzdirektor, der am Ausgang stand und auf sie wartete.

»Ich muss wirklich schauen, wo mein Mann bleibt«, sagte sie. »Nich
t, dass ihm am Ende etwas zugestoßen ist.«

Das sollte ein Scherz sein, aber von Schoens Gesicht verzog sich sofort zu einem Ausdruck der Bestürzung. »Ja, natürlich. Unbedingt. Sehen Sie besser nach ihm.«

Sie reichte ihm die Hand, er küsste in die Luft, dann eilte sie in Richtung der Waschräume davon.

Wie Bienensummen drangen die Stimmen aus den Empfangssälen zu Dora, während sie durch den Seitentrakt lief. Sie schloss die Augen und spürte das Hämmern in ihren Schläfen. Der Tag war anstrengend gewesen, und der Empfang ermüdete sie. Sie würde Gustave bitten, dass sie sich ebenfalls bald auf den Weg nach Hause machten. Einen Cognac für ihn, ein Glas heiße Milch...


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