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Die Astronomin

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Produktdetails

Titel: Die Astronomin
Autor/en: Eva Maaser

EAN: 9783955207434
Format:  EPUB ohne DRM
dotbooks

2. September 2014 - epub eBook - 552 Seiten

"Ein exzellentes Porträt einer außergewöhnlichen Frau" (Buchkultur): Entdecken Sie "Die Astronomin" von Eva Maaser jetzt als eBook.

Was bist du bereit, für deinen großen Traum zu opfern? Die junge Caroline Herschel folgt 1772 ihrem Bruder Wilhelm nach England. Bei seinen astronomischen Forschungen ist sie ihm dank ihres scharfen Verstands eine wichtige Stütze, ebenso dient sie ihm bei seinen Konzerten als Sängerin. Auf der anderen Seite betrachtet Wilhelm sie im privaten Umfeld als seine Haushälterin. Doch Caroline will sich nicht mit der ihr zugedachten gesellschaftlichen Rolle als Frau zufrieden geben. Sie begehrt gegen die Regeln und Moralvorstellungen ihrer Zeit auf und beginnt, gegen alle Widerstände ihren Weg zu gehen.

Jetzt als eBook kaufen und genießen: "Die Astronomin" von Eva Maaser. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.
Eva Maaser, geboren 1948 in Reken (Westfalen), studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster. Sie hat mehrere erfolgreiche Krimis, historische Romane und Kinderbücher veröffentlicht.

Bei dotbooks erschienen bereits Eva Maasers Kriminalromane "Der Clan der Giovese", "Das Puppenkind", "Tango Finale" und "Kleine Schwäne".

Eva Maaser veröffentlichte bei dotbooks außerdem ihre historischen Romane "Der Geliebte der Königsbraut" und "Der Hüter der Königin".

Zudem ...

KAPITEL 1


Von C nach C

Die Prime ist das Intervall, das eigentlich gar keins ist, weil nur der gleiche Ton wiederholt wird.

1

Hinter mir klappte die Haustür zu. Nur noch gedämpft hörte ich, wie Jakob oben im Flur aufgebracht meinen Namen schrie, während ich die drei Stufen zur Straße hinabsprang. Ohne Verzug lief ich Vater und Wilhelm nach, voller Angst, nicht schnell genug zu sein. In dem spärlichen Licht, das so spät abends in die Gasse fiel, sah ich sie bereits um die nächste Ecke biegen.

Nur noch in ein oder zwei Fenstern auf jeder Seite flackerte ein ungewisser gelber Schein von Lampen oder Kerzen, der sich verloren in der Schmutzwasserrinne spiegelte, die die Straße in der Mitte teilte. Ich strich dicht an den nachtdunklen Häusern entlang, eine Hand an den Mauern, als könnte mir der harte Stein etwas Sicherheit verleihen. Düster und verlassen wirkte die Straße breiter als sonst, vollkommen unvertraut. Wie hätte ich wissen sollen, daß die Leere so bedrohlich sein konnte?

Verschreckt schaute ich zurück. Eine schwarze Katze kreuzte die Straße und wandte jäh den Kopf nach mir. Ihre Augen glühten, und sie machte keine Anstalten, ihren Weg fortzusetzen. Vielleicht wäre ich jetzt doch umgekehrt, ohne diese Katze, die mich unbeirrt belauerte und nun auch noch fauchte, den Rachen weit aufgerissen. Ein Teufelstier. Warum lief es nicht weg? Gleichzeitig hallten die Schritte der beiden Davoneilenden immer schwächer, ich sah daher keine andere Wahl, als ihnen doch weiter nachzustürzen.

Als ich die beiden in der Kleinen Duvenstraße beinahe eingeholt hatte, ging ich langsamer. Ich wollte nicht riskieren, noch so nah bei unserem Haus entdeckt zu werden, denn sie würden mich ohne Frage zurückschicken. Außerdem wußte ich jetzt ziem
lich sicher, daß sie zum Wall wollten, es war nun leicht, ihnen zu folgen. Während sie ab und zu stillstanden und nach oben deuteten, drückte ich mich vorsichtshalber flach an eine Hauswand.

Am Friedekenstift begannen sie, den Wall zu ersteigen, der hinter dem Stift eine lange Spitze bildete. Nun wurde es Zeit für mich, sie auf mich aufmerksam zu machen. Auf keinen Fall wollte ich riskieren, mich ohne sie durch das finstere Gebüsch schlagen zu müssen, das sich den Wall hinaufzog.

Oben gab es Plätze, von denen man über die Schanzwerke und den breiten Graben dahinter nach links bis zur Ihme und rechts zur Leine sehen konnte und noch weiter über das flache hannoversche Land.

An diesem kalten Oktoberabend lag natürlich alles um mich herum, der Wall und das Gemäuer des Stifts hinter mir, im Dunkeln. Es war unheimlich, so allein im riesigen Schatten der Mauern, auf einmal mochte ich weder weitergehen noch nach den beiden rufen. Statt dessen zog mich das Sternenlicht über mir magisch an, denn hier war bereits ein größeres Stück vom Himmel zu sehen, mehr als in unserer Gasse. Ich spähte nach oben und zuckte im gleichen Augenblick zusammen.

»Lina!« Wilhelm war unbemerkt zurückgekehrt und hatte mich an der Schulter gefaßt. »Vater, warte.« Er wandte sich der Gestalt zu, die im Schatten der Büsche beinahe unsichtbar geworden war.

»Hab ich doch richtig vermutet, Lina ist uns gefolgt.«

Mein Atem ging flach, als ich neben Wilhelm darauf wartete, daß Vater zu uns kam und sich zu mir herabbeugte.

»Was willst du denn hier bei Nacht?« Seinen Augenausdruck konnte ich nicht erkennen, aber er fragte nicht unfreundlich.

»Der Komet, Vater«, stieß ich trotzdem voller Furcht hervor. Hinter uns auf dem Weg waren nämlich mittlerweile Schritte zu hören und die St
imme Jakobs, die gedämpft, aber doch scharf klang.

»Vater? Wilhelm? Ist euch Lina ...« Die Stimme stockte.

»Da ist ja das Gör.«

Mit einer raschen Bewegung schob mich Wilhelm hinter sich.

»Wir nehmen die Kleine mit nach oben.«

Vater lachte belustigt auf, bevor Jakob etwas erwidern konnte.

»Ja, richtig, die Mamsell soll den Kometen sehen, warum auch nicht. Geh nach Hause, Jakob, oder komm mit uns, ganz wie du willst.«

Ich stahl mich wieder nach vorn und drängte meine Hände in die von Wilhelm und Vater, die bereitwillig zufaßten, jetzt fühlte ich mich sicher vor Jakob.

»Ich hab nicht die Absicht, mir den Hals zu verrenken oder in dem scharfen Wind auf der Mauer durchzufrieren«, brummte er. Vielleicht störte es ihn nur, daß ich meinen Willen bekam, und er wäre eigentlich gern bei uns geblieben. Aber dann fügte er hinzu: »Außerdem muß einer ja Mutter Bescheid sagen, daß der Dirn nichts passiert ist.«

Er stapfte davon, und wir anderen verharrten noch ein wenig, fast wie gescholtene Schulkinder. Plötzlich zog Vater an meiner Hand, und ich wurde mit meinen kurzen Beinen von den beiden Männern den Wall hinauf mitgerissen – mein Bruder war zwölf Jahre älter als ich, und ich ein Kind von fünf.

Von da an erschien mir alles nur noch wie ein wunderbares Abenteuer, das mich vor Glück ein wenig schwindlig machte. Vater und Wilhelm schleppten mich die Treppe zum Umgang an der Schanzmauer hinauf und redeten dabei unentwegt von dem Kometen. Ich hörte zu und begriff nicht viel, was meine Begeisterung aber keineswegs schmälerte. Die beiden schauten zu den Sternen hinauf, und schließlich hob mich Wilhelm hoch, damit ich den funkelnden Sternen über uns etwas näher kam.

»Halt mich höher, Wilhelm, noch h
öher.«

Dann schwebte ich über der Erde und vergaß, daß ich gehalten wurde. Die Leine schimmerte, gekrümmt wie ein flachgewalztes Horn, ganz schwach im Sternenglanz, aber nicht golden, sondern silbriggrau. Auch sonst war gar keine Farbe da, das ganze Land verfloß wie in einem Traum, als gäbe es nichts Festes mehr dort unten.

»Das da ist der Orion, der große Jäger.«

Vaters Stimme drang aus der Tiefe zu mir herauf, er zählte die Sterne auf, die das Bild des Jägers ausmachen: die beiden Schultersterne, die drei, die den Gürtel bilden, die zwei Kniesterne, der rechte, besonders gleißende, heißt Rigel.

Später, im Bett, habe ich den Namen wiederholt, immer wieder, bis ich einschlief.

Meine Mutter hatte uns nach unserer Heimkehr alle drei heftig ausgezankt. In dem mir zugedachten Teil ihrer Schimpftirade klang Verwunderung durch, es war das erste Mal, daß ich mich selbständig gemacht hatte.

Meine Zähne klapperten vor Kälte, ich zitterte am ganzen Leib, die Finger waren zu klamm, um die Bänder meiner Schürze zu lösen. Mutter mußte mich wie einen Säugling auskleiden, aber das empfand ich seltsamerweise nicht als Erniedrigung, sondern wie eine leise, unbeabsichtigte Belohnung. Unverzüglich steckte sie mich in mein Bett hinter dem Wandschirm am Stubenofen. Tief ins Federbett verkrochen, lauschte ich, wie Vater und Wilhelm weiter über den Kometen debattierten. Ich fragte mich, was so besonders an einem Stern sein sollte, der nicht einfach still stand wie die anderen. Würde er vielleicht herunterfallen? Wie ein Ball, nachdem er eine Kurve in den Himmel beschrieben hatte? Und würde er in die Ihme fallen oder in die Leine und dort verzischen wie ein Stück glühende Kohle?

Ab und zu mischte sich Jakob brummend in das Gespräch, bis es endlich verebbt
e. Am Ende drang nur noch ein Stimmengemurmel aus der Schlafkammer, die sich Wilhelm und Jakob mit Alexander teilten, dem Bruder, der mir im Alter am nächsten stand, er war nur gut vier Jahre älter als ich.

Am nächsten Morgen ging das Gerede schon vor dem Sonntagsgottesdienst weiter, und danach standen Vater und Wilhelm wie so oft in der Stube über den blankgescheuerten, großen Tisch gebeugt, in dessen Platte eine Schiefertafel eingelassen war. Auf diese schrieben sie Zahlenkolonnen und kritzelten allerhand Zeichen und Figuren.

»Vater«, wagte ich schließlich zu fragen, »warum fallen die Sterne nicht vom Himmel?« Angespannt wartete ich auf eine Antwort, darauf, daß er den Kopf hob und mich ansah. Es schien mir von größter Bedeutung, daß ich eine Antwort erhielt. Dann wäre ich mir sicher gewesen, mein Erlebnis am Abend zuvor nicht bloß einer Laune zu verdanken. Bitte, Vater, flehte ich stumm mit weit aufgerissenen Augen.

Er rechnete, während der Stift stetig eine Zahlenreihe entlangglitt. Seine Lippen bewegten sich ohne einen Laut, und mit der freien Hand machte er rasch eine abwehrende Geste. Nur Wilhelm schaute zu mir hin, lächelte mich ein bißchen geistesabwesend an und senkte dann wieder den Blick, um Vaters Berechnungen zu folgen. Enttäuscht schlich ich zurück zu meinem Stühlchen am Fenster und setzte mein kleines Spinnrad in Gang, es war alles wieder beim alten.

Sein Geld verdiente Vater als Heeresmusiker, aber der Sold reichte nicht aus, um eine stetig gewachsene Familie zu ernähren. Daher gab mein Vater außerhalb des Dienstes noch Unterricht und kopierte Noten, die er an Musikalienhändler verkaufte. Und wenn er neben all diesen Verpflichtungen noch Zeit erübrigte, unterrichtete er seine Söhne.

Meinem ältesten Bruder Jakob hatte er so früh als möglich eine Ge
ige ans Kinn gelegt. Eine ganz winzige, beinahe puppenhafte, wie sie eine dreijährige Kinderhand gerade greifen kann. Die Adempken wurde in unserem Hause sehr geschätzt und gepflegt, alle vier Herschelsöhne haben darauf spielen gelernt. Ich habe sie manchmal heimlich in die Hand genommen und den Tönen nachgelauscht, die ich vorsichtig mit zwei Fingern auf einer Saite zupfte. Ein gezupfter Ton schwirrt. Ein gestrichener dehnt sich dagegen in meiner Erinnerung wie ein Band. Die Töne eines Menuetts entrollten sich seidig, in zarten Farben wie Hellblau, Rosa oder...


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