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Ostpreußen

Geschichte einer historischen Landschaft.
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Produktdetails

Titel: Ostpreußen
Autor/en: Andreas Kossert

EAN: 9783406669811
Format:  EPUB
Geschichte einer historischen Landschaft.
Beck C. H.

2. Oktober 2014 - epub eBook - 128 Seiten

Ostpreußen ruft unterschiedliche Bilder in uns hervor: Königsberger Klopse, Ännchen von Tharau, Bernstein, Elche, Störche, Immanuel Kant, So zärtlich war Suleyken, Führerhauptquartier Wolfsschanze, Tannenberg. Andreas Kossert, exzellenter Kenner der Region und ihrer Geschichte, führt den Leser in diesem elegant geschriebenen Band von Preußens Ursprüngen bis in die Gegenwart dieses «fernen nahen Landes» (Klaus Bednarz), das wohl für immer ein deutscher Sehnsuchtsort bleiben wird.
Andreas Kossert ist wiss. Mitarbeiter und Leiter Dokumentation/Forschung der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin. 2008 erhielt er für «Ostpreußen. Geschichte und Mythos» den Georg-Dehio-Preis.

3. Der Deutsche Orden


Kurz vor der Eroberung Preußens durch den Deutschen Orden verstärkte der Papst seine Missionierungsversuche im östlichen Mitteleuropa, wobei er auch die heidnischen Prußen im Blick hatte. Neben Litauen blieb nämlich Preußen sehr zum Ärger der römischen Christenheit eines der letzten Territorien auf der Landkarte Mitteleuropas, wo man den alten Göttern verbunden blieb. Nachdem die Nachbarn im Süden immer wieder von prußischen Überfällen heimgesucht wurden, rief der polnische Herzog Konrad von Masowien 1226 den Deutschen Orden zur Hilfe. Mit seinem Eintreffen in der Geschichte Preußens sollte erstmals ein Kapitel aufgeschlagen werden, das von Beginn an schriftlich überliefert wurde.

Der Deutsche Orden wurde während des dritten Kreuzzugs 1198 als Ordo fratrum domus Sanctae Mariae Teutonicorum Ierosolimitanorum, kurz Ordo Teutonicus, gegründet. Nach seiner ursprünglich vor allem karitativen Tätigkeit im Heiligen Land war der Deutsche Orden auf der Suche nach einem Territorium, in dem er sich dauerhaft niederlassen konnte. Zudem hatte er von Anfang an den Ehrgeiz, einen eigenen Staat als Machtbasis zu schaffen. Zunächst wirkte der Orden in Siebenbürgen. Dort bot ihm der ungarische König Andreas II. für die militärische Unterstützung gegen die kriegerischen Kumanen 1211 ein dauerhaftes Bleiberecht an. Allerdings überreizte der Deutsche Orden die gewährte Gastfreundschaft, als er versuchte, einen Staat im Staat zu schaffen. Die Ordensritter zogen den Unwillen des ungarischen Adels wie auch des Königs auf sich, die in ihnen eine zunehmende Bedrohung sahen. Schließlich erfolgte 1225 die Ausweisung des Ordo Teutonicus aus Siebenbürgen. Nun suchten die landlosen Ordensritter nach neuen Aufgaben. Daher kam es Ordenshochmeister Hermann von Salza sehr gelegen, als Herzog Konrad von Masowien dem Deutschen Orden das Angebot unterbreitete, ihm bei der Befriedung und Christianisierung der heidnischen Prußen
beizustehen. Als es zu dieser Übereinkunft kam, war jedoch nur an eine zeitlich befristete Unterstützung gedacht. Doch schon bald sollte sich erweisen, dass der Deutsche Orden vorhatte, sich dauerhaft im Land der Prußen zu etablieren. Diesem Ziel dienten auch diplomatische Verhandlungen, die die Besitzungen des Ordens rechtlich absichern sollten. Noch bevor der Deutsche Orden seine Aufgaben in Preußen übernahm, suchte Hermann von Salza sowohl vom Papst als auch vom römisch-deutschen Kaiser die juristische Legitimierung zu erlangen. In der Goldenen Bulle von Rimini 1226 sicherte Kaiser Friedrich II. dem Deutschen Orden alle Eroberungen in Preußen zu und hob ihn zugleich in den Stand eines Reichsfürsten. Im Jahr 1234 erfolgte die päpstliche Bestätigung durch Gregor IX. im Vertrag von Rieti, der alle Besitzungen des Deutschen Ordens zum Eigentum des Heiligen Stuhls erklärte.

Dreihundert Jahre sollte der Deutsche Orden das Land nachhaltig prägen und verändern. Seit 1230 begann der Orden von seiner ersten Burg in Thorn aus das Kulmer Land entlang der Weichsel in Besitz zu nehmen. 1233 erfolgte die Gründung der Städte Kulm und Thorn. Von dort setzte der Deutsche Orden entlang der Ostseeküste seine Eroberungstätigkeit fort. Mit der Gründung Elbings 1237 verfügte der Orden bald über einen ersten Seehafen, von dem aus er insbesondere enge Verbindungen zum bedeutenden Lübeck unterhalten sollte. 1239 entstand die Burg Balga an einer strategisch wichtigen Mündung des Frischen Haffs in die Ostsee. Schließlich folgte 1255 auf einer Erhebung oberhalb der Pregelmündung die Gründung einer Ordensburg, die zu Ehren König Ottokars II. von Böhmen Königsberg genannt wurde. Dieser hatte dem Deutschen Orden bei der Niederschlagung eines Prußenaufstandes im Samland geholfen und die Christianisierung des Landes vorangetrieben. Aus der Burg Königsberg am Pregel ging die spätere Hauptstadt Ostpreußens hervor.

Von Anfang an beabsichtigte der Orden, unabhängig von äu ßeren Einflüs
sen, eine eigene Staatlichkeit zu schaffen und damit Abhängigkeiten gegenüber Polen und dem Reich auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dafür benötigte der Orden jedoch willige Siedler. Aus diesem Grund privilegierte der Deutsche Orden zunächst gezielt deutschsprachige Siedler. Seit dem 13. Jahrhundert erfolgte durch den Zuzug niederdeutscher Kolonisten nach Preußen die Gründung einer Vielzahl von Städten und Dörfern. Der mittelalterliche Landesausbau im Ordensstaat konnte jedoch nicht allein mit Siedlern aus dem Reich voranschreiten. Generell spielten ethnische Kriterien bei Fragen des Landesausbaus nur eine sekundäre Rolle. Große Wald- und Sumpfgebiete der sogenannten Großen Wildnis im Süden und Osten blieben lange Zeit von den Unternehmungen des Ordens unberührt. Urwälder und Seen erschwerten eine Erschließung, weshalb der Orden an seinen südlichen und östlichen Grenzen auf die Ansiedlung von Kolonisten aus dem grenznahen polnischen Herzogtum Masowien wie auch aus den Nachbarregionen Litauens setzte. Über Jahrhunderte wanderten polnisch- und litauischsprachige Siedler ein, die sich mit den prußischen und deutschsprachigen Bewohnern mischten, aber bis ins 20. Jahrhundert ihre sprachlichen Traditionen bewahren konnten.

Im Land selbst bereiteten mehrere prußische Aufstände dem Deutschen Orden große Schwierigkeiten. Dennoch gelang es ihm, den Widerstand der einheimischen Bevölkerung mit Waffengewalt zu brechen und Preußen bis 1283 vollständig in Besitz zu nehmen. Damit war das Land der Prußen endgültig in die Hände eines geistlichen Ordens geraten, der ursprünglich im Rahmen der Kreuzzüge Jerusalem für das Christentum erobern sollte. Nun war Preußen seine Operationsbasis. 1308 verlegte der Orden seine Machtzentrale, den Sitz des Hochmeisters, von Venedig in die mächtige Marienburg in der Weichselniederung.

Nach der stürmischen Eroberungs- und Siedlungspolitik strebte der Orden im 14. Jahrhundert eine Konsolidierung seiner Herrschaft an. Immer
wieder kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn Polen, der in der neuen Machtkonzentration des Ordens eine gefährliche Bedrohung sah. Im Mai 1409 brach ein offener Kampf des Jagiellonenreiches Polen-Litauen mit dem Deutschen Orden aus. Das Ordensheer wurde von polnischlitauischen Truppen in der Schlacht von Tannenberg am 15. Juli 1410 vernichtend geschlagen. In jenen Julitagen unterlag auf einem Feld im südlichen Preußen zwischen den Dörfern Tannenberg und Grünfelde weshalb in Polen die Schlacht bis heute Grunwald heißt der Deutsche Orden unter seinem Hochmeister Ulrich von Jungingen einem Heer unter Führung des polnischen Königs W?adys?aw II. Jagie??o sowie des litauischen Großfürsten Vytautas. Die Schlacht stellte einen Höhepunkt im Kampf um die Vorherrschaft im südlichen Ostseeraum zwischen dem Ordensstaat und der aufstrebenden Jagiellonen-Dynastie Polen-Litauens dar. Das Heer des Hochmeisters wurde umzingelt und vernichtet, wobei außer Ulrich von Jungingen über 200 Ordensbrüder den Tod fanden, fast ein Drittel aller Ordensritter in Preußen. Die eroberten Fahnen des Ordensheeres wurden nach Krakau und Wilna gebracht und in den dortigen Kathedralen als Siegestrophäen aufgehängt.

Dem neuen Hochmeister Heinrich von Plauen gelang 1411 ein moderater Friedensabschluss, der Erste Thorner Frieden. Bis auf kleinere Gebietsverluste und ein Strafgeld behielt der Orden sein ursprüngliches Kernterritorium. Obwohl Polen keineswegs materiell von diesem Sieg profitieren konnte, gelang ihm ein gewaltiger Prestigegewinn, während die politische und moralische Schwäche des Deutschen Ordens weit über die Region hinaus offensichtlich wurde. Nach dem Ersten Thorner Frieden setzten sich die Auseinandersetzungen zwischen Polen und dem Ordensstaat jedoch fort. Im Zentrum des Konflikts stand vor allem die gegenseitige Beanspruchung Sudauens. Nach erbitterten Kämpfen endete dieser Krieg im Frieden vom Melnosee 1422. Der Orden verzichtete auf die von ihm besetzten litauischen
Gebiete und stimmte einer Teilung Sudauens zu. Die Grenzziehung wurde noch einmal 1435 im Frieden von Brest bestätigt. Die in beiden Friedensabschlüssen beschriebenen Grenzverläufe zwischen Preußen und Polen die polnisch-ostpreußische Südgrenze erfuhren ihre Bestätigung und behielten jahrhundertelang ihre Gültigkeit, und zwar bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939.

Der überwiegend deutschsprachige Adel sowie die einflussreichen Städte im Ordensgebiet, wie Danzig, Elbing, Thorn und Kulm, begannen im 15. Jahrhundert selbstbewusst ihre Interessen gegenüber dem Deutschen Orden zu vertreten. Dieser trat seinerseits gegenüber seinen Untertanen zunehmend unnachgiebig auf. Die preußischen Stände aus Adel und Städten schlossen sich 1440 im Preußischen Bund zusammen, der für die Herrschaft des Ordens eine innenpolitische Bedrohung darstellte. 1454 eskalierte der Konflikt mit dem Preußischen Bund. Als Alternative zur Ordensherrschaft boten die Stände dem polnischen König Kazimierz IV. Jagiellonczyk die Oberherrschaft über Preußen an. Offiziell vereinnahmte er 1454 das gesamte Ordensgebiet, wobei er Adel und Städten ihre...


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