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Jesus nach 2000 Jahren

Was Jesus wirklich sagte und tat.
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Produktdetails

Titel: Jesus nach 2000 Jahren
Autor/en: Gerd Lüdemann

EAN: 9783866743281
Format:  EPUB ohne DRM
Was Jesus wirklich sagte und tat.
Klampen, Dietrich zu

23. September 2014 - epub eBook - 594 Seiten

Mit der vierten, verbesserten Auflage von "Jesus nach 2000 Jahren" ist Gerd Lüdemanns wissenschaftliches Hauptwerk über die zentrale Gestalt des Christentums endlich wieder lieferbar. Souverän zieht Lüdemann die Bilanz der seit 250 Jahren betriebenen historisch-kritischen Beschäftigung mit den frühchristlichen Schriften. Welche der Jesus zugeschriebenen Worte und Taten müssen als Resultat der früh einsetzenden Legendenbildung betrachtet werden, welche können mit größter Wahrscheinlichkeit als echt gelten? Alle erhaltenen Jesusüberlieferungen der ersten beiden Jahrhunderte werden hier neu übersetzt und dann auf ihre historische Glaubwürdigkeit hin untersucht - und zwar so, daß auch der gebildete Laie den Gedankengang nachvollziehen kann.
"Dieser Riesenwälzer ist ein Meisterwerk!" Der Quäker.
"Wer dem ursprünglichen Jesus, fernab von heutigen esoterischen Spekulationen, kennenlernen will, kommt um Lüdemanns Werk nicht herum." Spuren
"Lüdemann hat mit seinem Werk zweifellos einen Klassiker der historischen Jesusforschung abgeliefert." MIZ 2/00
"Er hat mit seinem neuen Buch ein zuverlässiges Kompendium geschaffen, das auch dem interessierten Laien ermöglicht, sich abseits der kirchlichen Lehre über die Anfänge der christlichen Religion zu vergewissern." Südkurier
"Gerd Lüdemann erörtert weder umfassend die Forschungsergebnisse anderer, noch wählt er die Form einer themenzentrierten Darstellung. Vielmehr werden alle erhaltenen Jesusüberlieferungen der ersten beiden Jahrhunderte neu übersetzt und dann auf ihre historische Glaubwürdigkeit hin untersucht - und zwar so, daß auch der gebildete Laie den Gedankengang nachvollziehen kann. Auf diese Weise gelingt es dem Autor, Orientierung zu bieten angesichts der widersprüchlichen Jesusbilder." Literatur-Report
Gerd Lüdemann, Jahrgang 1946, ist Professor für Geschichte und Literatur des frühen Christentums an der Universität Göttingen. Er leitet die Abteilung "Frühchristliche Studien" am Institut für Spezialforschungen  sowie das Archiv "Religionsgeschichtliche Schule" der Theologischen Fakultät Göttingen.
Ihm wurde als ausgewiesenem Neutestamentler die Bezeichnung seines Lehrstuhls als Lehrstuhl für Neues Testament vom Präsidenten der Universität Göttingen als Folge der Beanstandung seiner Lehre durch die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen verboten, weil er sich in seinen Veröffentlichungen und in seiner wissenschaftlichen Arbeit kritisch mit Fragen des evangelischen Bekenntnisses auseinandergesetzt hat und die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit den evangelischen Kirchen in Niedersachsen und der Leitung der Universität Göttingen nicht genehm sind.

Einleitung


Voraussetzungen, Methode und Interesse


Das vorliegende Buch unterzieht die ältesten Jesustraditionen aus den ersten beiden Jahrhunderten einer Analyse und fragt nach ihrer Echtheit. Es ist aus der Überzeugung heraus geschrieben, daß Christen sich zu Jesus in eine glaubwürdige Beziehung setzen müssen, daß aber auch alle anderen Menschen in dem vom christlichen Abendland geprägten Kulturkreis sich der Wurzeln des Christentums in der Person Jesu von Nazareth historisch vergewissern sollten. Für beide Gruppen ist diese Frage zur Bewältigung der eigenen Geschichte und zur Gestaltung der Zukunft wichtig.

Nun besteht nach allgemein anerkanntem Urteil kein Zweifel daran, daß in der frühen Kirche zahlreiche Worte und Taten Jesus erst nach seinem Tod zugeschrieben wurden. Dafür seien hier vorerst nur zwei Beispiele angeführt:

a) Die Selbstaussagen Jesu, der Sohn Gottes zu sein, der für die Sünden der Welt stirbt, sind mit Sicherheit unecht; die frühen Christen haben sie Jesus in den Mund gelegt.

b) Ebenso verhält es sich mit den meisten Wundern. Daß Jesus tatsächlich auf dem See gegangen sei, einen Sturm gestillt, Brot vermehrt, Wasser in Wein verwandelt und Tote auferweckt habe, trifft nicht zu. Diese Taten hat man Jesus vielmehr erst nach seinem Tod bzw. seiner vermeintlichen Auferstehung angedichtet, um seine Bedeutung zu steigern.

Trotzdem haben die frühen Christen dies alles im Rahmen der Kanonisierung als authentisch angesehen, und fortan waren auch unechte Jesusworte und -taten Kernbestand der Heiligen Schrift. Deshalb muß im Blick auf alle Jesusüberlieferungen des frühen Christentums noch einmal rigoros Klarheit geschaffen und geklärt werden, was Jesus denn nun wirklich gesagt und getan hat, was damals wirklich geschehen ist und was eindeutig später hinzugefügt wurde.

Ein solches Vorgehen ist in der Geistesgeschichte der westlichen Kultur begründet und sollte nicht als europäischer
Ethnozentrismus verunglimpft werden. Denn abgesehen davon, daß sich die kritische Methode als experimentelle Vorgehensweise auch in allen Gebieten der Naturwissenschaft durchgesetzt und staunenswerte Erfolge vorzuweisen hat, so führte ihre Schwester in den geisteswissenschaftlichen Fächern als philologisch-historische Methode zu einem besseren Verständnis der Vergangenheit. Die Frage nach dem, was wirklich war, und dem, was nicht war, sondern nur behauptet wird, ist unwiderruflich zu einem selbstverständlichen Bestandteil unseres eigenen Lebens geworden. Man mag hier sogar von einer Sittlichkeit des Denkens sprechen, das richtig und falsch, Lüge und Wahrheit nicht nur herausarbeitet, sondern die Unterscheidung zwischen beidem zur öffentlichen Aufgabe macht.

Nun lautet gelegentlich der Vorwurf gegen ein solches Unternehmen der Jesusforschung,

a) es überschätze die eigenen Möglichkeiten, zwischen echt und unecht zu unterscheiden; b) es scheitere daran, daß die Urteile über echt und unecht in der Forschung zum Teil weit auseinander gehen; c) es berücksichtige nicht hinreichend, daß in unechten Jesus-Traditionen durchaus der Geist Jesu enthalten sein könne; d) es sehe von der Rezeptionsgeschichte ab, die unabhängig von der Echtheitsfrage eine Wirkung biblischer Jesustraditionen zeige, von der Milliarden von Menschen in Vergangenheit und Gegenwart zehrten; und e) die Frage nach echt und unecht sei für den Glauben irrelevant, da im geschichtlichen Jesus und im auferstandenen Christus des Glaubens ein und derselbe Herr rede.

Zu a): Diesen Einwand verstehe ich nicht, zumal er nicht in Abrede stellen kann, daß unechte Jesusworte in der Bibel enthalten sind. Dann aber kann, ja muß der Versuch gewagt werden, echte Jesusworte und -taten herauszuarbeiten.

Zu b): Die allerdings vorhandenen unterschiedlichen Rekonstruktionen der Worte und Taten des historischen Jesus sind kein Argument gegen ein solches Unternehmen: Meinungsvielfalt entbindet nicht von
der Verpflichtung, sich der historischen Wirklichkeit mit dem Ziel größtmöglicher Objektivität zu nähern.

Zu c): Dies ist nicht zu bestreiten. Um aber den Geist Jesu zu identifizieren, muß zunächst eindeutig geklärt werden, wo denn überhaupt echte Jesustraditionen enthalten sind.

Zu d): Soll etwa die Wirkung von Texten ihren Anspruch einlösen? M.E. kommt man so nicht zum Grund der Dinge. Wenn z.B. Jesus historisch nicht auferstand, dann kann man die urchristlichen Aussagen, die solches behaupten, nicht durch rezeptionsgeschichtliche Überlegungen retten, auch wenn die Wirkung dieser Verkündigung noch so mächtig war und noch so vielen Menschen Trost gespendet hat.

Zu e): Mit diesem theologischen Argument läßt sich jegliche historische Arbeit bekämpfen. Eine historische Vorgehensweise muß die Berufung auf den auferstandenen Christus als außerhalb ihrer Kompetenz befindlich ansehen. Wie soll hier mit nachvollziehbaren Argumenten wahrscheinlich gemacht werden, daß der Auferstandene dieses oder jenes gesagt oder gar bestimmte Dinge getan hat? Mit anderen Worten, in diesem Bereich ist für die historische Kritik direkt gar nichts zu gewinnen. Wohl aber mag gefragt werden, ob dieses oder jenes Wort des Auferstandenen auf den geschichtlichen Jesus zurückgeht. Und umgekehrt ist zu prüfen, ob nicht Worte des Auferstandenen zu Worten des historischen Jesus gemacht worden sind. Sollte letzteres der Fall sein, wäre automatisch ein negatives Urteil über ihre Echtheit fällig. Wer den Jesus der Geschichte und den Christus des Glaubens vereinerleit, versucht faktisch, das historische Bewußtsein der Moderne umzukrempeln, das aber nach wie vor Geltung hat. Es ist lebensnotwendig und, nachdem die großen Konfessionen und Religionen versagt haben, allein fähig, Frieden zwischen den Menschen und ihren Ideologien oder Religionen anzubahnen. Das historische Bewußtsein bildet überhaupt einen festen Bestandteil unserer heutigen Welt. Ohne diese Errungenschaft menschlicher
Kultur wäre ein vernünftiger Dialog weder in der Politik noch in der Wirtschaft, noch im privaten Bereich möglich. Wie kann es da angehen, daß wir, sobald wir den Bereich der Religion betreten, davon ablassen sollen? Das Ergebnis ist bekannt: eine innere Spaltung bzw. ein Auseinandertreten von Wissenschaft und Religion, das zu Lasten von beiden geht.

Im folgenden seien die Grundlagen und Voraussetzungen meiner Arbeit genannt:

Bezüglich des Verhältnisses der drei ältesten neutestamentlichen Evangelien zueinander liegt den Analysen eine modifizierte Zweiquellentheorie zugrunde. Diese besagt: Das MkEv ist das älteste erhaltene Evangelium und stammt ungefähr aus dem Jahre 70. Mt und Lk benutzten etwa zwanzig Jahre später unabhängig voneinander sowohl das MkEv als auch eine Redenquelle (= Q), die etwa genauso alt wie jenes sein dürfte. Darüber hinaus haben sie jeweils ihre eigenen Sonderüberlieferungen verwendet. Eine Kurzeinleitung auf der Grundlage von Gerd Lüdemann / Frank Schleritt: Arbeitsübersetzung des Neuen Testaments, 2008, ist den Einzelanalysen der Synoptiker jeweils vorangestellt.

Das ThEv aus dem Fund bei Nag Hammadi in Oberägypten im Dezember 1945 gehört unbedingt zu den hier zu untersuchenden Quellenschriften, da es, wie immer deutlicher wird, zum Teil eine gegenüber dem Neuen Testament unabhängige Tradition widerspiegelt (vgl. die Einführung zu Kapitel IV).

Vor der Analyse der Traditionen möchte ich die Kriterien für die Urteile über a) Unechtheit und b) Echtheit von Jesusworten und -taten nennen, die sich mir freilich das sei hier betont erst nach der Analyse sämtlicher Texte wie von selbst ergeben haben. Methodenreflexion folgt nämlich organisch arbeitender Methode immer erst nach. Allerdings habe ich nicht zu jeder einzelnen Perikope ausdrücklich gesagt, welches Kriterium mich beim abschließenden Urteil über Echtheit bzw. Unechtheit geleitet hat. Das mag sich der Leser jeweils erschließen.


a) Unechtheitskriterien

Erstens sind solche Worte und Taten unecht, in denen der auferstandene Herr redet und handelt bzw. als Sprecher und Akteur vorausgesetzt wird. Denn Jesus redete und handelte nach seinem Tod nicht mehr selbst. Da aber nicht auszuschließen ist, daß dem Auferstandenen Worte oder Taten des historischen Jesus zugeschrieben wurden historischer Jesus und Christus des Glaubens waren für die frühen Christen identisch , ist jeweils zu prüfen, ob nicht vielleicht den jeweiligen Worten des Erhöhten ein Wort des Irdischen zugrunde liegt.

Zweitens sind diejenigen Taten unhistorisch, die eine Durchbrechung von Naturgesetzen voraussetzen. Dabei ist es unwichtig, daß die Menschen zur Zeit Jesu diese Gesetze nicht kannten bzw. nicht in naturwissenschaftlichen Kategorien gedacht haben.

Drittens besteht bei sämtlichen Worten Jesu, die Antworten auf Gemeindesituationen einer späteren Zeit geben, ein Verdacht auf Unechtheit.

Viertens eng mit dem zuletzt genannten Kriterium zusammenhängend unter dem dringenden Verdacht, unecht zu sein, stehen diejenigen Worte und Taten Jesu, die sich der redaktionellen, d.h. schriftstellerischen Arbeit des Endverfassers der jeweiligen Quelle verdanken.

Fünftens sind diejenigen Worte und Taten unecht, die eine heidnische (und nicht jüdische) Zuhörerschaft voraussetzen. Denn es steht fest, daß Jesus ausschließlich im jüdischen Bereich tätig war.

b) Echtheitskriterien

Erstens dürften viele Worte und Taten Jesu auf der Grundlage des Anstößigkeitskriteriums als echt zu erweisen sein.

Bezüglich der Taten Jesu gehört hierher beispielsweise sein Entschluß, sich...


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