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Teurer Spaß

Ein Jeannette Dürer Krimi. 1. Auflage.
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Produktdetails

Titel: Teurer Spaß
Autor/en: Tessa Korber

EAN: 9783841208019
Format:  EPUB
Ein Jeannette Dürer Krimi.
1. Auflage.
Aufbau Digital

7. November 2014 - epub eBook - 224 Seiten

Die SOKO Nürnberg/Fürth in einem hochexplosiven Fall. Als eine Bombendrohung gegen ein Nürnberger Kaufhaus eingeht und ein Mann tot in der Konzernzentrale in Fürth aufgefunden wird, steht Kommissarin Jeannette Dürer vor einem Rätsel: Wer könnte den Tod des Managers gewollt haben? Teile der Belegschaft? Eine Geliebte? Oder hatte der Täter womöglich ganz andere Motive?
Tessa Korber, geboren 1966 in Grünstadt/Pfalz, hat Geschichte und Germanistik studiert. Sie arbeitete in Verlagen, im Buchhandel sowie als Werbetexterin, bevor ihr mit ihrem ersten Roman "Die Karawanenkönigin" gleich ein Bestseller gelang.Tessa Korber lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Erlangen.

3


Jeannette kurvte die Fürther Straße hinauf und rekapitulierte, was sie noch alles besorgen wollte: neue Laufschuhe, wenn das Joggen heute abend nicht ausfallen sollte, Milch, Obst, Seife, Mülltüten. Und Joseph hatte erklärt, er arbeite nur für sie, wenn sie Bier für den Handwerker im Haus habe. Sie hatte vergessen zu fragen, welche Sorte er am liebsten trank.

Romeo auf der Rückbank verströmte seinen typischen Duft, sanft durchmischt mit Medikamentengeruch, der in Jeannette süße Erwartungen weckte an den Mann, der ihn verursacht hatte.

Wie Philipp wohl roch, wenn er nicht in der Praxis stand, überlegte sie, rief sich aber nach einer Weile zur Ordnung. Es gab noch viel zu erledigen.

Der Kater kam langsam wieder zu sich und störte ihre Überlegungen mit nachhaltigem Miauen. Seine Geduld war schon jetzt am Ende. Jeannette seufzte. Sie beschloß, ein Kaufhaus aufzusuchen, wo sie alles auf einmal bekäme.

Sie fuhr am Westring vorbei und bog schließlich auf den Parkplatz des Fontäne-Kaufhauses ein. Hier war sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gewesen, jener Zeit, als ihre Mutter zweimal im Jahr mit ihr groß einkaufen ging, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, und sie jedesmal mit großen, verheißungsvoll raschelnden Plastiktüten bepackt nach Hause gegangen waren, den Kleiderbedarf für die nächsten Monate bei sich tragend, um daheim noch einmal alles auszubreiten: Hosen, Kleider, Röcke, Jacken, Socken, einen ganzen Berg. Und dazu ein Milchshake in der Hand und einen sonst verbotenen Hamburger im Bauch, denn der anschließende Besuch bei McDonalds hatte unauflöslich zu diesem Erlebnis dazugehört.

Prompt bekam Jeannette Hunger, und sie erwog, noch rasch bei einem Imbiß vorbeizufahren und einen Riesenhaufen Papiertüten voll Junk-Food für ihre Gäste zu erwerben. Doch zunächst einmal trat sie bei Fontäne ein. Damals hatte ihr das Gebäude spannende Erwartung und berauschenden Konsum versprochen. Vor allem die oberen Stockwe
rke, hinter deren Fensterreihen lange Transportbänder zu sehen waren, auf denen die Päckchen für den Versandhandel ihrer Bestimmung entgegenglitten, waren ihr mindestens so geheimnisvoll erschienen wie die Werkstatt der Weihnachtswichtel. Für ihre erwachsenen Augen sah der gelbe Ziegelbau alt aus, verbraucht und profan bis auf die Knochen.

Jeannette fuhr die Rolltreppe hinauf und schlängelte sich gerade zwischen Drehständern mit Sportbekleidung durch, wich Frauen mit Kinderwagen aus, die den Weg zu blockieren drohten, umkurvte türkische Familien, die in voller Mannstärke über den Kauf eines Teiles berieten, und hielt über die Köpfe quengelnder Kinder hinweg nach Hinweisschildern Ausschau, die sie zu den Laufschuhen wiesen, als eine Lautsprecherdurchsage sie plötzlich innehalten ließ:

Alle Kunden werden gebeten, sich sofort und in Ruhe zu den Ausgängen zu begeben. Achtung bitte. Alle Kunden Die Stimme wiederholte wieder und wieder dieselbe Botschaft, ohne emotionale Färbung, ohne eine Regung oder Ungeduld. Die Leute blieben stehen, es dauerte eine Weile, bis die Botschaft zu ihnen durchdrang. Dann ließen sie die Waren los und schauten einander in die Gesichter. Was war los? Verkaufspersonal kam, rüttelte hier an einer Schulter, scheuchte dort Richtung Treppe. Man wiederholte die Botschaft, weniger monoton, weniger hochdeutsch, und mit sichtlicher Erregung in den Stimmen. Doch keiner wollte sich entlocken lassen, was geschehen sei. Nur schnell müsse es gehen, schnell bitte jetzt und ohne Aufregung.

Diese jedoch stieg mit jeder Minute. Auf den Rolltreppen wurde aufgeregt debattiert. Ein wachsender Strom Menschen formierte sich in einem Zug dem Ausgang entgegen. An einzelnen Regalen sah man noch Verkäuferinnen mit widerspenstigen Kundinnen diskutieren, die sich nicht von ihren Einkaufsplänen abhalten lassen wollten. Vor einer verwaisten Kasse stand in stummem Trotz eine Matrone, sehr aufrecht und stur das Chaos um sich verleugnend, und verlangte, ab
gefertigt zu werden. Die Weiterziehenden betrachteten sie zwischen Spott und Angst schwankend. Auch sie hätten sich zu gerne so entschieden an ihre gewohnte Normalität geklammert, die sie gerade im allgemeinen Chaos zu verlassen drohte, um durch etwas Unbekanntes ersetzt zu werden.

Je näher sie den Türen kamen, desto größer und unnachgiebiger wurde das Gedrängel. Die ganze Menge summte und brummte. Und von irgendwoher schwirrte plötzlich auch das Gerücht herum, es habe eine Bombendrohung gegeben. Lächerlich, befanden die meisten. Und einer drohte mit seinem Anwalt, falls dies nur eine Übung sei und man ihm seine kostbare Zeit stehle. Andererseits, gab bald eine Stimme zu bedenken, wäre Al Qaida alles zuzutrauen. Und dem einen oder anderen fiel plötzlich ein, daß er sich in einem sündigen westlichen Konsumtempel befand. Die Blicke, die den türkischen Familien nun zuflogen, wurden ungnädiger.

Zunächst stand Jeannette nur mehr oder weniger gelassen in dem Pulk, der sich langsam an den Vitrinen mit Schmuck und Uhren vorbei in Richtung Ausgang schob, und dachte an nichts als: Was mache ich denn jetzt? Sie warf einen sehnsuchtsvollen Blick zurück in Richtung des Lebensmittelmarktes und überlegte, wie sie ohne die Milch, das Bier und all die Dinge, die sie hatte kaufen wollen, denn nun zurechtkommen sollte. Kein Joggen heute abend, und Joseph würde sauer sein.

Aber durch die Frontscheiben leuchteten ihnen die Blaulichter der Polizeifahrzeuge entgegen. Feuerwehren fuhren an, Männer mit Funkgeräten fuchtelten herum. Und trotz der gegenteiligen Beteuerungen der Verkäuferinnen, die sie dirigierten, begriff Jeannette, wie ernst es war. Für einen Ladendieb rückten die Kollegen nicht in dieser Stärke an. Hier ging irgend etwas Großes vor.

Ein Mann im Anzug, mit ausrasiertem Nacken, ein Namensschild mit dem Vermerk Sales Manager am Revers, trat schwitzend zu seinen Untergebenen und ermahnte sie, die Umkleidekabinen zu überprüfen. Eine Frauenstimme keift
e: Legen Sie das wieder hin, Sie haben ja gar nicht bezahlt.

Was geht Sie das an, keilte der Angesprochene zurück. Jemand drängelte sich zu ihnen vor. Die Leute beäugten ihn, unentschlossen. War das der Ladendieb, oder nur einer, der in Panik geraten war? Haltet-ihn-Rufe verhallten unerhört. Alte Damen schimpften. Der Manager schwitzte noch mehr und fingerte nach den Schlüsseln für die Schmuckvitrinen, um die ausgelegte Ware noch rasch wegzusperren. Zweifellos rechnete er die Höhe der Verluste aus, für die er nach diesem Ereignis gerade stehen mußte. Zwei Untergebene zerrten ihn schließlich mit vieler Mühe hinaus.

Die Menge wogte aufgeregt, in Sichtweite der Türen beinahe gutgelaunt. Tatsächlich herrschte Volksfeststimmung. Endlich passierte einmal etwas. Daß ihnen selber etwas Schlimmes zustoßen könnte, dieses Gefühl hatten die meisten noch immer nicht. Den Turm in die Luft jagen? Geil, hörte Jeannette einen jungen Mann mit herunterhängendem Hosenboden. Offenbar sprach er von dem Wahrzeichen der Firma, einer alles überragenden Betonsäule hinter dem Kaufhaus, die das Firmenzeichen trug War immer schon scheußlich, das Teil. Seine Freunde stimmten ihm lebhaft zu.

Jeannettes Nachbar blinzelte ihr zu, während sie beide wie von einer Dünung hin und her geschoben wurden. Wohl noch einer, der das Logo nicht gut fand. Er schüttelte den Kopf und schob seinen Kaugummi in die andere Wange. Wenn man bedenkt, daß sich daran irgendeine Werbefirma dumm und dämlich verdient hat. Und wir müssen es dann anschauen.

Aber immer gleich Gewalt, schimpfte eine Rentnerin und schwang bedrohlich ihren Schirm.

Jeannette griente dem Sprecher unverbindlich zu. Dann kamen die Türen, und es wurde wirklich eng. Mit angehaltenem Atem und ein paar Schrammen quetschten sie sich durch und wurden draußen von Polizisten in Empfang genommen. Hier endlich schlug die Stimmung um. Waren es die hektisch rotierenden Lichter der Einsatzwagen, die hilflosen Gesichter der Angest
ellten, die aus den Eingängen des Firmengebäudes strömten und die sich am hellichten Tag hier draußen so verloren fühlten wie ausgegrabene Engerlinge? Oder war es der Umstand, daß sie wie Vieh weitergetrieben wurden und man ihnen den Weg zum Parkplatz versperrte? Als man allseits den Zugang zu den Autos verwehrte, stöhnte die Menge vor Empörung. Zu Jeannettes Entsetzen wurde auch sie daran gehindert, zu ihrem alten Fiat zu laufen.

Der Parkplatz ist abgesperrt, das sehen Sie doch, sagte der Beamte unwirsch und wies auf das rot-weiß gestreifte Plastikband, das in aller Eile gespannt worden war und tatsächlich das gesamte Areal umgab. Bitte folgen Sie den Kollegen. Ohne sie anzusehen, winkte er sie weiter und achtete überhaupt nicht auf Jeannettes Erklärungsversuche.

Aber mein Kater ist da noch drin. Ich will doch nur mein Haustier Jeannette unterbrach sich selbst und wollte ihre Dienstmarke zücken. Doch ein anderer Polizist packte sie und schob sie wieder in die Menge, während er gleichzeitig mit seinem Kollegen ein hektisches Gespräch darüber führte, ob die Sperrung der Bahngleise und der Stadtautobahn, die unmittelbar hinter dem Kaufhauskomplex vorbeiführten, endlich voranschreite. Für Kater hatte er im Moment wenig Sinn.

Aber , setzte Jeannette noch einmal an. Der Polizist wurde unwirsch.

Das ist hier kein Fernsehen, herrschte er sie an, während er sie auf die leere Straße bugsierte, deren Doppelspur ebenfalls abgesperrt war. Das ist hier fei in echt. Und wenn Ihnen der Beton auf den Kopf kracht, dann gaffens nimmer.

Automotoren röhrten, Abgase wölkten, und Autofahrer schimpften hinter den Sperren, die beide zweispurigen Fahrbahnen vor dem Kaufhauskomplex stillegten, während sich der...


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