Emma führt ein perfektes Leben: Sie ist glücklich und hat ihren Traummann John an ihrer Seite. Bis zu einem tragischen Abend, an dem Emma nicht nur John verliert. Sie fällt in ein tiefes Loch, aber ihre Freunde zeigen ihr mit der Zeit, dass es doch lebenswerte Dinge im Leben gibt. Und auf einmal scheint Emmas persönliches Glück gar nicht mehr so fern.
Weil du bei mir bist ist mein erstes Buch von Anna McPartlin gewesen. Ich hatte bisher einige gute Rezensionen zu ihren Büchern gelesen und der Klappentext klang nach einem Buch, welches einen sicherlich an die Nieren geht. Die Geschichte beginnt mit einem Schwangerschaftstest, den Emma macht und kommt schnell auf den Abend zu sprechen, an dem sich Emmas Leben komplett auf den Kopf stellt. Diesen Einstieg fand ich sehr gelungen, da er alles andere als langweilig war. Eine gute Mischung aus Trauer und Witz, die die Autorin auf den ersten Seiten schaffen konnte. Leider muss ich bereits an dieser Stelle sagen, dass sich dies jedoch nicht durchs Buch ziehen konnte.
Emma war mir nicht unsympathisch, aber ich hatte auch nicht diese direkte Verbindung zu ihr, die ein solches Buch braucht. Irgendwie blieb sie mir immer ein wenig fremd. Etwas langatmig werden zunächst ihre Trauerphasen behandelt (dass ich es als langatmig statt emotional empfunden habe, zeigt ja bereits die mangelnde Verbindung). Nach einigen Phasen des Selbstmitleids und Schuldgefühlen rappelt sich Emma erstaunlicherweise wieder gut auf. Was mir an dem Buch wirklich gefallen hat, war, dass nicht nur Emmas Gefühlsleben behandelt wurde, sondern auch das ihrer Freunde und ihres Bruders. Wirklich sehr gelungen, da von einem tragischen Unfall ja auch die engsten Freunde stark betroffen sind und ebenfalls unter der Situation leiden. Emmas beste Freundinnen Anne und Clodagh sind sehr verschieden. Während Anne sich sehnlichst ein Kind wünscht, stehen für Clodagh die Karriere im Mittelpunkt. Ihre gemeinsamen Erlebnisse erinnern dann eher an einen typischen, unterhaltsamen Frauenroman als an einen tragischen Roman.
Ich muss zugeben, dass ich mir ein wenig ein Buch wie P.S Ich liebe dich erhofft habe, welches einen von Anfang bis Ende berührt und zu Tränen rührt. Das ist bei diesem Buch weniger der Fall, weil es eher darum geht, wie die Zurückgebliebenen allmählich ihr Leben wieder aufnehmen, heiraten und Kinder kriegen. Aus diesen Gründen finde ich den Titel des Buches auch nicht ganz so passend, weil John für Emma nur bedingt mehr eine Rolle spielt. Die Story hat zu wenige Höhepunkt und plätschert etwas dahin, als dass sie mich packen konnte. Der teilweise schwerfällige Schreibstil lässt mich diesmal nur 3 Sterne vergeben.