Die 2-jährige Bella wird direkt aus dem Vorgarten entführt. Der Ermittler Bob Sparkes beginnt zu ermitteln. Nach einigen Irrungen gerät Glen Taylor in den Fokus der Ermittlungen. Damit beginnt sowohl für ihn als auch für seine Frau Jean ein Albtraum, der auch mit dem Unfalltod von Glen nicht zu Ende ist.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht der Witwe, des Ermittlers und der Journalistin erzählt. Außerdem sind die Geschehnisse nicht chronologisch aufgebaut sondern wechseln in den Zeiten sporadisch. Den jeweiligen Kapiteln ist der Zeitpunkt und der Protagonist vorangestellt, so dass man sich leicht orientieren kann. Die Charaktere sind sehr subtil und differenziert beschrieben. Man fragt sich ist Jean Taylor wirklich das naive Dummchen, wieviel Schuld trägt Glen oder ist er doch nur ein weiteres Opfer? Das alles ist sehr einfühlsam und differenziert durch die verschiedenen Sichtweisen beschrieben.
Meine Meinung zu Glen Taylor hat sich in der Entwicklung der Geschichte nicht geändert und dennoch war der ROMAN sehr gut aufgebaut. Das Ende der Geschichte hat mir dann allerdings nicht sonderlich gefallen. Da hatte ich den Eindruck, dass die Autorin damit irgendwie schwer getan hat. Jedenfalls war es nicht so elegant, wie die übrige Geschichte.
Ich möchte hier noch auf einige kritische Bewertungen eingehen, die diesen Roman langweilig und wenig spannend fanden. Da möchte ich darauf hinweisen, dass das Buch ein ROMAN ist und KEIN Krimi oder Thriller, auch wenn man es unter der Rubrik kaufen kann.
Mir hat der Roman gut gefallen und ich werde auch weitere Bücher von Fiona Barton lesen.