Eine originelle kulturwissenschaftliche Sicht auf Raum und Stadt, die die Stadtlandschaft von Las Vegas mit ihren Straßenschluchten und Neonlichtern als (amerikanische) Raumkultur des entgrenzten Erlebens deutet.
Die Ästhetik der Immersion ist eine Ästhetik des Eintauchens, des kalkulierten Auflösens von Distanz. Die Räume, in die diese Studie sich begibt, machen Grenzverwischungen zwischen Bild und Welt zum Gegenstand unmittelbaren körperlichen Erlebens. Sie sind ein so bedeutsamer Teil zeitgenössischer Lebenswelt, weil in ihnen kollektive Realitätsphantasien an einem wirklichen, wirksamen Ort (Foucault) erfahrbar werden. Ein solcher Ort ist das neue Las Vegas. In seiner jüngsten Metamorphose von der Neon- zur Themenarchitektur hat er seinen Avantgardestatus nicht verloren, sondern sich in der materiellen Rückübersetzung digitaler Bild-Räumlichkeit einmal mehr zum Vorreiter kultureller Entwicklungen aufgeschwungen.