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Die Schwester

Das Leben der Elisabeth Förster-Nietzsche.
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Produktdetails

Titel: Die Schwester
Autor/en: Kerstin Decker

EAN: 9783827079060
Format:  EPUB
Das Leben der Elisabeth Förster-Nietzsche.
Berlin Verlag

2. November 2016 - epub eBook - 656 Seiten

Elisabeth und Friedrich Nietzsche. Ihr frühes Bündnis gegen die Zumutungen des Daseins schien unkündbar zu sein. Sie gab sich keine Mühe, einen Mann zu finden. Er gab sich keine Mühe, eine Frau zu finden. Bis doch eine zwischen sie trat, Elisabeth ihren Bruder verstieß und Friedrich Nietzsche die eigene Schwester zu seiner Fernsten erklärte. Zur Strafe heiratet sie: einen Antisemiten. Schlimmster Affront gegen den Anti-Antisemiten Nietzsche.
"Du entkommst mir nicht!", weiß Elisabeth, nachdem ihr Bruder in Turin verhaltensauffällig wird: Er hatte ein geprügeltes Droschkenpferd umarmt. Aber sein Ruhm wächst. Friedrich Nietzsche gilt noch immer als der beliebteste, meistgelesene und meistzitierte Philosoph weltweit. Dass erhalten ist, was er schrieb, ist nicht zuletzt ihr Verdienst.
Drei Mal wird sie für den Nobel-Preis vorgeschlagen, gar zur "ersten Frau Europas" erklärt. Friedrich Nietzsche hat seiner kleinen Schwester vieles zugetraut, aber auf den Gedanken, dass sie einmal seine Wirkungsgeschichte mitbestimmen würde, wäre er nie gekommen. In aller Beiläufigkeit widerlegt sie sein Frauenbild.
Vorweg 9
Dionysos 1943 13

1
»Fritz ist anders geworden ...«
Allein in Tautenburg (Elisabeth)
Allein in Naumburg (Friedrich)
Franziska
Sich anlehnen dürfen
Das Kind heiratet
Die Getäuschte
»Du bist eine Schande für das Grab deines Vaters!«
Das Schweigen des Philosophen
Waldweben
»Also begann Zarathustras Untergang«
Fliegenpilze suchen
Ingwer mit Zwieback
Die Geburtstagstorte
November I (Friedrich)
Die erste Erinnerung oder Ankunft in Naumburg
November II (Elisabeth)
Santa Marguerita Ligure, poste restante

2
Wie heiratet man einen Antisemiten?
Ein Gehirn mit einem Ansatz von Seele
»Entweder er heirathet sie, oder er erschießt sich ...«
Advent
Der entlassene Bittsteller
Edmund Kantorowicz, Straßenbahnfahrer
»Himmel! Was bin ich einsam!« oder Der Heilige Abend des Übermenschen
»Wo ist Fritz?«
Sanctus Januarius, der Zweite
Wagner ist tot oder Elisabeth in Bayreuth
Die Einladung
Noch einmal Frühling in Rom
Das gestrichene Kapitel
Du gehst zu Frauen?
Sils Maria, Sommerwinter 1883
Der Zorn des Zarathustra
Mitleidige und Tugendhafte
Die Liebende, abermals
»Sie muß fort nach Paraguay«
Von der Lust, irgendjemandem ins Gesicht zu spucken

3
Im Lamaland
Auf die Schiffe, ihr Philosophen!
Milchvieh und ein Pferd für Nietzsche
Der Försterhof bei Försterrode
Der Kaiser ist tot. Es lebe der Kaiser!
Apostel-Kritik
Der Abschiedsbrief
Schlechte Nachrichten
Chloral oder Dr. Försters Ende
Die Pfütze

4
Überlieschen oder die Rückkehr der Dschungelfrau
Eli Förster in Berlin 245, »Der Wald steht leer ...«
Der Wille zur Macht. Erster Versuch
»Heil dir, Schiff!«
Der »Lastwagenstil« des Heinrich Köselitz oder Die Suspendierung eines Herausgebers
Überlieschen
Der 50. Geburtstag
Das entsetzliche Bild
Erfolgsautorin Elisabeth
Würdiger verbrauchen!
Die Unterschrift
Dr. Rudolf Steiner
Vorlesungen für eine Einzelhörerin
Die Katastrophe
»Der Fall Elisabeth«
Franziskas letzte Weihnachten
Vorsätze am Meer
»Droben ist ein wahnsinniger Philosoph eingezogen!«

5
Das neue Weimar
Der erste Gast und ein Abschiedsbrief
»The Eagle and the Serpent. A Journal of Egoistic Philosophy and Sociology«
Ich, ein Kriecher?
28 Seiten an Heinrich Köselitz
»... also wirken sie die Strümpfe des Geistes«
Wir Philologen!
Zarathustras Ende
»Mein Programm für das Großherzogthum Weimar«
Die Marketingdirektorin oder Von der Schöpfung eines Hauptwerks
Die Berufung
Zurück in Tautenburg
Potenz und Impotenz oder Rapallo im Dezember
»Man and Superman«

6
Ernest Thiel oder Auftritt des Retters
Der Besuch
»Friedrich Nietzsche, von einer Köchin beschrieben«
Das Jahrhundert des Kindes
Die Köchin schlägt zurück
Herwarth Walden oder Elisabeth und die Avantgarde
»Sie müssen jetzt die Verwalterin des ganzen Weimarischen Erbes werden ...«
Das Nietzsche-Archiv, seine Freunde und Feinde
Nobelpreisträgerin Elisabeth?
Vier Anwälte. Sechs Prozesse
Die Verachtung der Vierfüßler oder Gast geht
Nietzsches (und Elisabeths) Briefe an Mutter und Schwester
Das lebendige Denkmal
Das Schweigen des Grafen

7
»The Euro-Nietzschean War« 1914-1918
Ein heroisch gestimmter Igel
Die Bibliothek von Löwen
Auf dem Schlachtfeld von Metz
Philosophischer Zwischenruf
Der Nobelpreis für Elisabeth. Zweiter Versuch
Vom Geist der Nation
»Wir sollten Belgien behalten!« Das Kriegsjahr 1916
Goethe als Vorbild
Kann ein Jude »das Tiefste bei Nietzsche verstehen?«
»An deutschen Gedanken wird die Welt erkranken«

8
Il superuomo Elisabeth und Mussolini
Horaz und der Bezirksverein oder Parlamentarischer Tee im Nietzsche-Archiv
Die Belehrung des Grafen
Die Bonbonniere
Die Stunde der Bibliothekare oder Frau Doktor h. c. Elisabeth Nietzsche
Blut und Geld
Japaner in Weimar oder Die blonde Bestie
Il superuomo
Besuch aus Bayreuth. Oswald Spengler hält einen Vortrag

9
Nietzsches Spazierstock
Das Lama in der großen Politik
Der 85. Geburtstag
Campo di Maggio
Tristan 1933
Karl Schlechta sieht den Führer und schreibt einen Bericht
Ein letztes Buch. Letzte Besuche. Letzte Briefe
Was kommt
Nachwort
Dank
Anmerkungen
Zeittafel
Literatur und Quellen
Bildnachweis

Kerstin Decker, geboren 1962 in Leipzig, promovierte Philosophin, ist Autorin des »Tagesspiegel«. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter »Lou Andreas-Salomé. Der bittersüße Funke Ich« und »Nietzsche und Wagner. Geschichte einer Hassliebe«. Im Berlin Verlag erschienen 2015 »Meine Farm in Afrika. Das Leben der Frieda von Bülow« und 2016 »Die Schwester. Das Leben der Elisabeth Förster-Nietzsche«. Kerstin Decker lebt in Berlin.

»In stringenten biographischen Schritten entwickelt Kerstin Deckers Biograhie über Elisabeth Förster-Nietzsche, wie aus der schwesterlichen Servicekraftallmählich eine kulturelle Großmacht der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert wurde. (...) Viele Sätze - und gerade solche, die von weiblichen Raumnahme in den Herrschaftsgebieten des männlichen Geistes handeln - können aus Canettis "Blendung" oder Jelineks "Klavierspielerin" stammen.«, FAZ, 29.03.2017

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