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Kleine Feuer überall

Der New-York-Times-Bestseller #1.
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Produktdetails

Titel: Kleine Feuer überall
Autor/en: Celeste Ng

ISBN: 3423281561
EAN: 9783423281560
Der New-York-Times-Bestseller #1.
Originaltitel: Little Fires Everywhere.
Übersetzt von Brigitte Jakobeit
dtv Verlagsgesellschaft

20. April 2018 - gebunden - 384 Seiten

Der zweite unvergessliche Roman der internationalen Bestsellerautorin

Es brennt! In jedem der Schlafzimmer hat jemand Feuer gelegt. Fassungslos steht Elena Richardson im Bademantel und den Tennisschuhen ihres Sohnes draußen auf dem Rasen und starrt in die Flammen. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht, "dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer". Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, Ohio, in dem der Außenanstrich der Häuser ebenso geregelt ist wie das Alltagsleben seiner Bewohner. Ihr Mann ist Partner einer Anwaltskanzlei, sie selbst schreibt Kolumnen für die Lokalzeitung, die vier halbwüchsigen Kinder sind bis auf das jüngste, Isabel, wohlgeraten. Doch es brennt. Elenas scheinbar unanfechtbares Idyll - alles Asche und Rauch?
Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. 'Was ich euch nicht erzählte', ihr erster Roman, war ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.
"Ganz, ganz großartig..."
Schauspielerin, Hörbuchsprecherin und Autorin Andrea Sawatzki, flair Oktober 2019
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der perfekte Titel - von Dorte Balzer - 16.03.2020 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Was für ein großartiges Buch! Ich gebe zu, ich habe mich anfangs etwas schwer getan, in die Geschichte zu finden. Ich fand sie zwar schön, aber sie plätscherte so ein wenig dahin und ich hatte mich schon über die vielen überschwänglichen Kritiken gewundert. Doch dann nahm das Ganze immer mehr an Fahrt auf und ich war plötzlich mitten drin zwischen all den "kleinen Feuern", den ganzen Geheimnissen, die es rundherum gibt. Der Titel ist einfach perfekt gewählt! Hauptaugenmerk der Story liegt definitiv auf den Charakteren, die hier so toll beschrieben sind, dass man das Gefühl bekommt, sie schon ewig zu kennen. Man begleitet sie durch den Alltag, geht mit ihnen durch Höhen und Tiefen, lebt mit ihnen, lacht mit ihnen, streitet mit ihnen. Es werden viele kontroverse Themen angesprochen, sei es Rassismus, sei es Abtreibung oder diverses andere, was Diskussionsstoff bietet. Es ist total interessant, da man plötzlich anfängt, auch sich selber und die eigene (scheinbar gefestigte) Meinung zu hinterfragen. Es ist aber nun mal nicht immer alles wie es scheint. Auch das lernt man hier sehr schnell. Das Buch öffnet einem die Augen für die Dinge, die man im täglichen Leben manchmal leider vergisst, z.B. dass man sich öfter mal die Mühe machen sollte hinter die Fassade der Menschen zu blicken, um deren Beweggründe für ihr Denken und Handeln zu hinterfragen. Durch all das wird das Lesen wahnsinnig spannend. Nicht spannend im Sinne von "Wer ist der Mörder", sondern spannend im Sinne von "Das ist das Leben!" Es ist nicht einfach nur schwarz-weiß. Es hält viele wunderschöne bunte Farben für uns bereit. Genauso wunderschön und bunt wie diese Geschichte mit ihren tollen Figuren!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein faszinierendes Psychogramm zweier Vorstadtfamilien - von Winfried Stanzick - 08.08.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Celeste Ngs neuer Roman "Kleine Feuer überall" spielt in den Jahren 1997 und 1998 in einem Vorort von Cleveland in Ohio namens Shaker Heights. Vor Jahrzehnten gegründet, hat sich der Anfangsmythos der ersten Bewohner der Siedlung bis in die neunziger Jahre gehalten. Hier leben anständige gutbürgerliche Familien nach klaren Regeln des Zusammenlebens, an die sich nach wie vor alle halten, sei es die Länge des Rasens oder der Anstrich der Häuser. Hier in diesem relativ wohlhabenden Vorort einer eher tristen Industriestadt lebt auch Elena Richardson mit ihrer Familie. Ihr Mann ist erfolgreicher Partner einer Anwaltskanzlei, sie selbst hätte als Journalistin auch eine große Karriere machen können, hat ich aber nach der Geburt der Kinder entschlossen, nur für die Lokalzeitung Kolumnen zu schreiben. Aus ihrer Ausbildungszeit hat sie noch viele Kontakte zu Berufskollegen, die sie später im Laufe einer sehr spannenden Handlung nutzen wird. Mit ihren vier Kindern Lexie, Trip, Moody und Izzy ist die Familie schon lange ein fester Bestandteil einer Gesellschaft, in der das Aufregendste der Klatsch über Nicht-Angepasste ist. Das Buch beginnt mit einem Brand. In jedem der Schlafzimmer des Hauses hat jemand Feuer gelegt. Fassungslos steht Elena Richardson vor ihrem Haus. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Erfahrung gemacht, »dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer«. Deshalb passte sie so gut nach Shaker Heights. Celeste Ng lässt von Anfang an keinen Zweifel, dass es die jüngste Tochter der Richardsons war, die nach vielen "kleine Feuern überall", wie sie später den Leser aufklärt, schlussendlich ein großes Feuer alles niederbrennen lässt. Aber warum hat Isabel, genannt Izzy, das getan, sie, die zum Ärger ihrer nach außen hin perfekten und wohltätigen Mutter Elena nicht nur eigenständige Gedanken hat, sondern diese auch immer wieder unverblümt ausspricht. Die nach außen hin so perfekte Fassade der Richardsons beginnt langsam und im Verlauf der Handlung dann immer mehr zu bröckeln, als Elena ein Haus, das sie von ihren Eltern geerbt hat, an die alleinerziehende Künstlerin und Lebenskünstlerin Mia und deren Tochter Pearl vermietet. Mia ist eine selbstbewusste Frau, deren Lebensgeschichte im Verlauf des Buches langsam deutlich wird. Nachdem sie zusammen mit ihrer Tochter Pearl (auch deren Geschichte wird langsam immer offensichtlicher) jahrelang von einem Ort zum anderen gezogen ist, hat sie ihrer Tochter nun aber versprochen, in Shaker Heights seßhaft zu werden. Alles scheint so weit in Ordnung. Pearl freundet sich mit einer Tochter von Elena an und verbringt schon bald jeden Nachmittag bei den Richardsons. Mia sieht das eher ungern, duldet es aber. Was diese selbstbewusste Individualistin aber nicht duldet, ist das Verhalten einer guten Freundin von Elena, die das Kind einer Arbeitskollegin von Mia adoptieren und es so seiner Mutter wegnehmen will. Die Heftigkeit des Engagements Mias weckt schon früh im Leser den Verdacht, dass es hier biographische Hintergründe geben könnte. Elena beschließt, ihrer Freundin zu helfen, indem sie beginnt in der Vergangenheit Mias herumzuschnüffeln, um eine Waffe gegen sie in der Hand zu haben. Und schon bald gibt es viele "kleine Feuer überall". Jeder einzelne Romancharakter ist von Celeste Ng genau ausgemalt und beschrieben mit einer unverwechselbaren Persönlichkeit ausgestattet. Insbesondere Elena verändert ihr zunächst durchaus sympathisches Wesen in eine Frau, die andere manipuliert und verleumdet. Im Hintergrund thematisiert Celeste Ng das Thema des Verhältnisses von Müttern zu ihren Kindern und ob sie in jedem Fall, auch wenn sie einmal in einer persönlichen Notlage anders entschieden haben, ein Recht auf ihr Kind haben. Durch den permanenten Wechsel der Erzählperspektive erzeugt sie nicht nur eine für einen normalen Roman sehr große Spannung, die sie bis zum Ende, das ja eigentlich vom Beginn schon bekannt ist, aufrechterhält, sondern sie schenkt allen Figuren eine unverwechselbare Persönlichkeit. "Kleine Feuer überall" ist ein faszinierender und großer Roman, das faszinierende Psychogramm zweier Vorstadtfamilien. Ein mit Herzblut geschriebenes Buch, das viele große Fragen aufwirft, gewidmet all jenen "die eigene Wege gehen und überall kleine Feuer legen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Der zweite unvergessliche Roman der internationalen Bestsellerautorin. - von Inge Weis - 27.07.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Dieser Roman ist die Perle der Saison. Die Künstlerin Mia die es nirgendwo lange aushielt und ihre 16 jährige Tochter Pearl sind weit gereist, sind moderne Nomaden in den USA und schlagen immer dort ihre Zelte auf, wo Mia gerade ein neues Projekt kreieren möchte. Das Fernweh der Mutter bestimmte weitgehend die Kindheit des Mädchens, nun soll sie ausgerechnet in einer spießigen Plansiedlung Wurzeln schlagen. Doch Mia weiß, dass Pearl wachsende Sehnsucht nach Sesshaftigkeit verspürt. Deshalb, in der Plangemeinde Shaker Heights bei Cleveland - sehr geordnet mit frisch getünchten Villen und von Menschen bewohnt, die nach außen hin perfekt wirken - mietet Mia kuzerhand eine Wohnung. Ihre Vermieter sind die Richardsons, ein erfolgreiches Paar - er Jurist, sie Journalistin - mit vier fast erwachsenen Kindern. Diese beiden absolut unterschiedlichen Welten prallen aufeinander, als sich Pearl mit den Kindern der Richardsons anfreundet. Neugier und wechselseitige Anziehung sind stark. Und so dauert es nicht lange, bis uneingestandene Gefühle hochkochen, lang gehütete Geheimnisse ans Licht kommen, tief verankerte Weltanschauungen ins Wanken geraten und überall viele kleine Feuer zu lodern beginnen. Kleine Feuer überall ist psychologisch fesselnd; der Roman kommt wohl stilistisch als auch inhaltlich zunächst leichtfüßig daher, um ganz still und heimlich eine intensive, bleibende Wirkung zu entfachen. Er lebt von den wunderbaren und vielfältigen Charakteren. Ein großartiges Gesellschaftsbild, privilegierte und vermeintlich primitive Familie stoßen aufeinander. Beide Seiten stürzen ins Unglück und was war der Auslöser? Dieser Roman ist ein absoluter Glücksgriff. Es geht um Vorurteile, Kleinstadtleben, um Beginnen und Aufhören, um Liebe, um Familie und um Träume. Eine sehr ungewöhnliche und berührende Geschichte, zu empfehlen für Leser, die gern zwischen den Zeilen lesen und mitdenken. Er lässt sich so einfach lesen und ist doch so tiefsinnig und regt die eigenen Gedanken an. Was hat Izzy wohl dazu bewogen, das elterliche Haus im idyllischen Vorort anzuzünden? Es erscheint dem Leser zunächst so unwirklich und wird doch im Laufe der Geschichte so deutlich. Ein wunderbares Werk, sanfte und eindringliche Lektüre großartig erzählt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Faszinierendes Buch über die amerikanische Gesellschaft - von anushka - 19.07.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
In der perfekt durchgeplanten Stadt Shaker Heights, ein Vorort von Cleveland; brennt ein Haus: das der Familie Richardson. Alle reden darüber, dass die jüngste Tochter, Isabelle, nun endlich durchgedreht ist und das Haus ihrer eigenen Familie angezündet hat. Doch wie konnte es so weit kommen? Schritt für Schritt entfaltet sich die Vorgeschichte. Wie die Mutter der Familie aus Herzensgüte ein kleines Mietshaus, das ihr gehört, an Bedürftige vermietet und dabei selbstverständlich erwartet, dass diese sich dankbar zeigen und wissen, wo ihr Platz im Leben ist. Dieses Mal hat sie sich die alleinstehende Künstlerin Mia ins Haus geholt, die mit ihrer Tochter Pearl nach jedem abgeschlossenen Kunstprojekt in eine neue Stadt zieht. Pearl ihrerseits sehnt sich nach Beständigkeit und Mia hat ihr versprochen, dass Shaker Heights der Ort ist, an dem sie sesshaft werden. In den Kindern der Richardsons findet Pearl direkt Freunde und diese wiederum sind sehr zu dem Mutter-Tochter-Gespann hingezogen. So verknüpfen sich die Leben und Schicksale immer weiter, bis sie fast voneinander unlösbar sind. Doch dann verstößt Mia gegen die Konventionen dieser kleinen perfekten Gemeinde, verlöst den Platz, den man ihr zugedacht hat und bringt damit alles ins Wanken ... Mit Kleine Feuer überall ist Celeste Ng wieder ein spannender Roman gelungen, der zwar seinen Ausgangspunkt in einer Straftat hat, an sich aber kein Krimi oder Thriller ist. Vielmehr geht es um die vielen Arten zwischenmenschlicher Verwicklungen, Missverständnisse und unerfüllte Erwartungen. Und auch darum, was Menschen sich im Falle von wahrgenommenen Normverletzungen gegenseitig antun können, ohne dabei einmal die Normen selbst zu hinterfragen. Die Autorin hat die Figuren sehr feinsinnig entworfen und analysiert und sehr lebensnah dargestellt. Elena Richardsons entitlement oder Privileg ist sicherlich schon vordergründig erkennbar, aber wie tief ihr Denken und Handeln davon durchdrungen sind, welche Vorurteile und Doppelmoral sie hegt, offenbart sich erst nach und nach. Dabei ist das Buch gleichzeitig keine Hetzschrift gegen die privilegierte Elite, sondern versucht zu sezieren, wie sie funktioniert. Elena greift mit solch überzeugter Selbstverständlichkeit in das Leben anderer ein und ist ignorant gegenüber den Auswirkungen ihres Handelns auf andere, dass beim Lesen durchaus Beklemmung aufkommt und man Elena immer wieder kräftig durchschütteln möchte. Vor allem aber ist es ein Buch über die amerikanische Gesellschaft und die Probleme ihrer Mittelschicht. Die Geschichte selbst wirkt zwar eher klein und unspektakulär, und Leser, die ein hohes Tempo und einen atemberaubenden Spannungsbogen im Stile von Krimis oder Thrillern erwarten, dürften enttäuscht sein, aber die Charakterstudien sind faszinierend und meiner Meinung nach der eigentliche Kernpunkt. Und auch die Dynamik von Geheimnissen spielt eine erhebliche Rolle. Alles in allem ist Kleine Feuer überall ein sehr empfehlenswertes Buch, das hinter die wohl gehüteten Fassaden blickt und von der zwischenmenschlichen Tragik lebt. Es ist ein Buch, das definitiv zum Nachdenken anregt und jede Menge Diskussionsstoff bietet.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Kleine Feuer überall - von isabellepf - 18.06.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Kleine Feuer überall von Celste Ng ist ein unterhaltsamer gesellschaftskritischer Roman mit unterschiedlichen Blickwinkel der Charaktere. In einem wohlständigen Vorort Ohios leben die Richardson in einer idyllische Familiengemeinschaft, mag man zu Beginn denken. Indem Reichtum, heile Welt und gute Erziehung im Vordergrund stehen. Doch schnell fängt die Fassade der Richardson an zu bröckelt, die weit entfernt von alldem ist. Die Bewohner Shaker Heights, munkeln das die jüngste Tochter der Familie wohl nun endgültig durchgedreht ist und das Haus der Familie niederbrannte. Jedes der Schlafzimmer hatte Feuer gefangen und brannte bis zur Unkenntlichkeit nieder. Und dann sind da noch Mia und Pear die wie Nomaden leben, ihre Zelte immer wieder abbrechen um an einem anderen Ort von vorne zu Beginnen. Wird Shaker Heights ein Ort den feste Regeln bestimmen und das soziale Miteinander steuern ihr neues ZuHause? Oder unterliegen sie auch hier den im Verborgenen keimenden Ängste, Verwerfungen und Lebenslügen. Der Einstieg in die Handlung und Geschichte ist mir gut gelungen, der mit einem brennenden Haus sofort die Frage aufwirft ob man den Beschuldigungen glauben schenken kann. Die Harmonie und das Zusammenspiel der Charaktere bekommt deutliche Risse und dunkle Kapitel werden aufgeschlagen. Liebe, Freundschaft, Adoption und Verrat, heimliche Liebeleien und Teenagerprobleme geraten ans Tageslicht und bestimmen die Geschichte. Obwohl die Geschichte gut 100 Seiten ausschweifenden Erzählungen bedarf, nimmt sie im weiteren Verlauf, recht schnell an Fahrt und Tempo auf, wird spannend und fesselnd. Auch die Charaktere sind toll ausgearbeitet in die man sich gut hineinversetzten konnte. Eher gewöhnungsbedürftig zumindest bis man die erste Hälfte des Buches gelesen hatte, ist der Schreibstil von Celeste Ng, der mir etwas zu langatmig, trocken und ausschweifend war. Doch hat man sich erst einmal an den Stil gewöhnt,  fiel es dann gar nicht mehr so schwer, das Buch fast in einem Rutsch zu beenden. Im Gesamten ein ganz interessanter und gelungener Roman, der mit der Zeit an Spannung gewinnt, für mich jedoch durch den trockenen Erzählstil etwas an seiner Intensität verloren hat.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Funke, ein Knistern, ein Lodern, ein Brand - von milkysilvermoon - 28.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Shaker Heights im US-Bundesstaat Ohio im Jahr 1998: Elena Richardson, eine fast 40-jährige Lokaljournalistin, steht fassungslos vor dem Haus ihrer Familie. In jedem der Schlafzimmer hat jemand ein Feuer gelegt. War es ihre jüngste Tochter, Sorgenkind Isabelle, genannt Izzy? Und, falls ja, warum hat sie so etwas getan? Ihr ganzes Leben lang hat Mrs. Richardson die Erfahrung gemacht, "dass Leidenschaft so gefährlich ist wie Feuer". Deshalb passte sie nach Shaker Heights, den wohlhabenden Vorort von Cleveland, in dem der Anstrich der Häuser ebenso geregelt ist wie der sonstige Alltag der Bewohner. Ihre Ehe mit Bill, einem Anwalt, verläuft ohne Schwierigkeiten, auch ihre übrigen drei Kinder Trip, Lexie und Moody machen ihr keine Sorgen. Doch mit dem Brand droht Elenas Idylle in Flammen aufzugehen "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng ist eindrucksvoller Roman über Lügen, Geheimnisse und andere Katastrophen, die ein geregeltes Leben durcheinanderbringen können. Meine Meinung: Eingeteilt ist der Roman in 20 Kapitel. Erzählt wird im auktorialen Stil, der die Ereignisse aus der Sicht der Hauptpersonen beleuchtet. Nach der Schilderung des Brandes folgt ein Zeitsprung in die Vergangenheit, der dem Leser Stück für Stück offenbart, wie es soweit kommen konnte. Insgesamt ist der Roman mit Raffinesse konstruiert. Geschickt werden unterschiedliche Stränge der Erzählung miteinander verwoben. Der Aufbau der Geschichte ist sehr gut durchdacht und äußerst gelungen. Auch sprachlich konnte mich ab der ersten Seite begeistern. Das schriftstellerische Können der Autorin zeigt sich beispielsweise daran, dass die Feuer-Metapher sich gekonnt durch den gesamten Roman zieht. Der angenehme Schreibstil lässt viele Bildern entstehen und schwenkt den Fokus gekonnt von einer Person zur anderen, ohne dass die Geschichte ins Stocken gerät oder unübersichtlich wird. Dabei wird der Roman zu keiner Zeit langatmig, sondern bleibt - auch dank einiger Wendungen und Überraschungen - durchweg spannend. Gut gefallen haben mir ebenfalls die Charaktere. Authentisch und glaubwürdig werden die Akteure und deren Handeln dargestellt. Dabei gibt es viele Grautöne. Sowohl die Mitglieder der Familie Richardson als auch die 36-jährige Künstlerin Mia Warren und ihre 15-jährige Tochter Pearl werden als vielschichtige Personen beschrieben, die nicht nur gute, sondern auch schlechte Seiten haben. Bewusst wird der Finger in Wunden gelegt, um zu zeigen, wie Lebensentwürfe aufeinanderprallen und welche Erlebnisse ein Schicksal bestimmen können. Auch thematisch ist der Roman recht komplex. Dabei werden zentrale Fragen aufgeworfen: Lässt sich das Leben regeln? Wie wichtig ist Liebe, wie wichtig Wohlstand, wie wichtig Moral? Wie sollte man mit Fehlern umgehen? Was muss eine Familie aushalten? Mit ihrer Geschichte legt die Autorin eine interessante Gesellschaftstudie vor, die zum Nachdenken anregt. Schritt für Schritt werden Oberflächlichkeit, Arroganz und Egoismus entlarvt. Doch dabei verzichtet die Autorin bewusst auf den erhobenen Zeigefinger und lässt dem Leser den Raum, sich seine eigene Meinung zu bilden. Das schlichte und gleichzeitig ansprechende Cover passt gut zum Inhalt des Romans. Auch der Titel, der sich am amerikanischen Original orientiert, ist sehr treffend. Mein Fazit: "Kleine Feuer überall" von Celeste Ng ist ein besonderer Roman, der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird und schon jetzt als eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr bezeichnet werden kann. Ich kann die Geschichte wärmstens empfehlen und freue mich schon auf die angekündigte Verfilmung.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eindrucksvolle Menschenporträts - von Jonas1704 - 26.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Buchkulisse ist Cleveland, Ohio und spezieller ein Vorort namens Shaker Heights wo alles seinen, richtigen, Weg geht und das Leben der Bewohner bis ins kleinste Detail programmiert ist. Hier lebt auch die gut situierte Familie Richardson. Der Vater ist Rechtsanwalt und die Mutter Journalistin. Die vier Kinder leben auch alle nach den Regeln, bis auf Izzy, die jüngste Tochter, die das sogennante schwarze Schaf der Familie und deren Sorgenkind ist. Sie soll auch diejenige sein die offenbar Feuer in ihrem schönen Haus gelegt haben soll, denn das Haus brennt plötzlich lichterloh. Unterdessen zieht die Künstlerin Mia mit ihrer 15-jährigen Tochter Pearl in die Gegend ein. Der gleichaltrige Sohn der Richardsons ist total von ihrem chaotischen Lebenstil fasziniert, denn dieser passt überhaupt nicht zu dem Vorort und ist total unkonventionell. Pearl auf der anderen Seite, gefällt das Haus der Richardsons sehr und ihr gefällt es auch, dass ihre Mutter Mia als Haushälterin bei den Richardsons arbeitet. Die Familien nähern sich durch die Ereignisse, bis Mia und Pearl eines Tages verschwinden. Die Autorin Ng Celeste beschreibt in ihrem eindrucksvollen Familienroman die zwischenmenschlichen Beziehungen. Und das sehr unterhaltsam und raffieniert, so dass ich für dieses Buch gerne eine Leseempfehlung gebe.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine perfekte Welt? - von S.L. - 23.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Shaker Hights ist eine perfekte amerikanische Kleinstadt: alles ist sorgfältig geplant, die Hausfassade hat eine genau festgelegte Farbe, das Gras darf nie höher als 15 cm sein, die Schulen sind perfekt ausgestattet. Hier lebt es sich doch schön? Man sieht es am Beispiel der Richardsons: großes Haus, angesehene Berufe, soziales Engagement, vier Kinder, vier Autos. So wohlhabend, dass die Mieter des kleineren Zweithauses nur wenig Miete zahlen müssen. Gern vermeintlich benachteiligte Mitmenschen. So wie die geheimnisvolle Mia, engagierte, aber wenig begüterte Künstlerin, alleinstehende Mutter mit Tochter Pearl. Sie führte bisher ein unstetes Leben, verweigert sich dem Kommerz, lebt für ihre Kunst und Ihre Tochter. Ihre Bilder könnten viel Geld einbringen, aber das ist nicht Mias Intention. Moody Richardson ist beeindruckt von Pearl, seine unangepasste Schwester Izzy bewundert Mias Freigeist und ihre ungewöhnlichen Fotos. Pearl hingegen ist fasziniert von Trip Richardson, dem personifizierten Mädchenschwarm und Schwester Lexie, beliebt, schön, gute Noten, stylische Kleidung. In Shaker Hights ist die vorherrschende Einigkeit dahin: ein Prozess spaltet die Einwohner. Wer darf Baby Mirabelle / Mai Ling aufziehen? Die Mutter, die sie ausgesetzt hat oder die McCulloughs, die eine liebevolle und sorglose Umgebung bieten? Elena Richardson hinterfragt die Anziehungskraft von Mia und Pearl auf ihre Kinder. Sie möchte Mias Geheimnis unbedingt kennen und schreckt weder vor übergriffigen Nachforschungen oder vor lebensverändernden Folgen zurück. Auch Lexie stellt eigene Interessen rücksichtslos über die aller anderen. Ein wunderbares Buch. Schonungslos und mit spitzer Feder entlarvt Celeste Ng Oberflächlichkeit, Selbstgefälligkeit und Arroganz. Gleichzeitig schildert sie Mut, Unangepasstheit, Stärke und Geradlinigkeit. Sie wirft problematische moralische Fragen auf, fordert den Leser, Stellung zu beziehen. Wunderbar zu lesen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Uneingeschränkte Leseempfehlung! - von Glücksklee - 08.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Nach "Was ich euch nicht erzählte" legt die Autorin Celeste Ng mit "Kleine Feuer überall" ihren zweiten Roman vor. "Was ich euch nicht erzählte" zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, daher war ich entsprechend neugierig auf den "Neuen" aus der Feder von Celeste Ng und meine Erwartungen entsprechend hoch. Zur Handlung Worum geht es in "Kleine Feuer überall" eigentlich? In einem malerischen Vorort, so scheint es, führt Celeste Ng ihren Lesern eine augenscheinliche Bilderbuchfamilie vor Augen: Die Richardsons. Vater, Mutter, vier Kinder. Nur die Jüngste rebelliert offensichtlich und sichtbar gegen die starren Regeln und Konventionen, die das Leben in Shaker Heights ausmachen. Und dann tritt eine ganz und gar unkonventionelle Familie in das Leben der Richardsons. Die neuen Mieter der Mutter (die Künstlerin Mia und ihre Tochter Pearl) sind für nahezu alle Familienmitglieder auf die eine oder andere Art faszinierend. Während diese beiden Familien sich erst näherkommen, entwickelt sich aus der Unterschiedlichkeit der beiden Lebensmodelle und vor dem Hintergrund wohlgehüteter Geheimnisse eine Anspannung, die sehr wohl zu Feuer und Rauch führen kann Meine Meinung Auch wenn die Handlung relativ einfach klingt, fasziniert es mich, wie es der Autorin gelingt, dass man so unglaublich gefesselt ist von den Charakteren, den Situationen und Bildern, die einem vor Augen geführt werden. Es ist eine Kunst, wie die Autorin gezielt einzelne Puzzleteile Stück für Stück zusammenfügt und emotional fesselnd eine Geschichte von Familie, von Träumen und Hoffnungen, von Selbstbild und Fremdbild, von Schein und Sein und noch vielem mehr erzählt. Eindringlich werden einem die verschiedenen Charaktere und deren Beweggründe nähergebracht, sodass einen die Ereignisse wirklich erschüttern und mitnehmen. Von mir erhält "Kleine Feuer überall" daher definitiv fünf von fünf Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Genauso großartig wie der erste Roman - von Dreamer - 08.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Ihr mochtet den ersten Roman von Celeste Ng (Was ich euch nicht erzählte) aus dem Jahr 2016? Dann werdet ihr auch den neuen Roman (Kleine Feuer überall) lieben. Wiederum schafft es Celest Ng, eine Reihe von Charakteren vorzustellen, die ausgearbeitet und lebendig wirken. Hat man den Roman ausgelesen, fragt man sich, wie es mit ihnen allen weitergeht. Wie entwickelt sich der weitere Lebensweg von Izzy? Was hält das Leben noch für Mia und ihre Schwester Pearl bereit? Sie alle sind mir während ich "Kleine Feuer überall" gelesen habe, ans Herz gewachsen. Es sind mehrdimensionale Charaktere, die sowohl gute als auch schlechte Seiten besitzen. Man kann ihre Handlungen von einem neutralen Standpunkt aus absolut nachvollziehen - anhand der von der Autorin bereitgestellten Informationen und Hintergründe. Das beschauliche Vorstadtleben, das man vielleicht aus amerikanischen TV-Serien kennt, wird einem vor Augen geführt mit all den Vorgaben, den kleinen und großen, ausgesprochenen und nicht ausgesprochenen Regeln, die damit einhergehen, wenn man dazugehören will. Aber Celeste Ng hebt auch den Schleier und gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Entsprechen die Handlungen von Mrs. Richardson wirklich den Idealen, die sie sich auf die Fahnen geschrieben hat? Ist Izzy wirklich so ein Unruhestifter, wie ihre Mutter immer annimmt? Sprachlich wunderschön und emotional berührend erzählt Celeste Ng eine Geschichte, die einem im Gedächtnis bleiben wird. Fünf Sterne von mir für diesen Roman!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die kleinen und großen Geheimnisse - von Silke Schroeder, hallo-buch.de - 08.05.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Ganz langsam entblättert Celeste Ng in ihrem neuen Roman "Kleine Feuer überall" die kleinen und großen Geheimnisse, die hinter der heilen Kulisse der Richardsons lauern. Es sind nur unscheinbare Risse im Familienidyll, doch sie werden nicht gekittet, leben fort und brechen allmählich immer weiter auf. Spionierende Blicke, falsche Anschuldigungen oder haltlose Gerüchte waren schließlich schon immer ein idealer Nährboden für äußerst emotionale menschliche Verirrungen. Die Autorin siedelt ihren Roman Mitte der 90er Jahre an. Eine Zeit, in der das aufregendste politische Thema der USA die Lewinsky-Affäre des Präsidenten war, die Sowjetunion als einziger Konkurrent Amerikas abgedankt hatte und eine neue weltweite Immobilien- und Finanzkrise undenkbar schien. Auch in den wohlhabenden Vorstadtsiedlungen geht alles seinen routinierten Gang. So hat Ngs Hauptfigur Elena Richardson das berechtigte Gefühl, alles bis auf ihre jüngste Tochter Izzy im Griff zu haben. Dass ihr dieses Gefühl nach und nach entgleitet, liegt auch an der unkonventionellen Fotografin Mia, die als Mieterin in einem ihrer Häuser wohnt. Mia macht sich nicht viel aus materiellen Werten, scheint zusammen mit ihrer Tochter glücklich zu sein und wird auch von Elenas Töchtern hochgeschätzt. Celeste Ng erzählt ihre Geschichte in einer zurückgenommen, aber atmosphärisch sehr dichten Weise und macht sie dadurch noch eindringlicher. Ein sehr lesenswerter Roman, in dem Ng viele interessante Themen auf wie Adoption, Mutter-Tochter-Konflikte, Migration, Selbstfindung aufgreift.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein ausgezeichneter, eindringlicher Roman - von bookloving - 24.04.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Wie bereits mit ihrem Debüt und Bestseller-Roman «Was ich euch nicht erzählte» konnte mich die amerikanische Autorin Celeste Ng auch mit ihrem grandiosen, zweiten Roman «Kleine Feuer überall» vollauf überzeugen. Die Handlung des Romans ist angesiedelt in den 1990er Jahren und beginnt mit der Schilderung eines dramatischen Katastrophenszenarios, das mich sofort gefesselt und mit vielen Fragen zurückgelassen hat. Die Familie Richardson muss zusehen, wie ihr luxuriöses Haus einem tosenden Flammenmeer zum Opfer fällt. Zudem ist die jüngste Tochter Izzy, das Schwarze Schaf der Familie, spurlos verschwunden und wird von allen als Brandstifterin verdächtigt. Mit einem Rückblick auf die Anfänge der verhängnisvollen Ereignisse erzählt die Autorin äußerst behutsam ihre mitreißende, bewegende und äußerst viel schichtige Geschichte. Geschickt hat Ng einen auktorialen Erzählstil gewählt, der Distanz schafft, aber den Leser zugleich zum Augenzeugen der Handlung macht und ihn emotional immer tiefer in die Geschehnisse hineinzieht. Eingestreute Andeutungen über den weiteren Verlauf erzeugen beim Leser ein ungutes Gefühl, und implizierte Vorahnungen steigern ungemein die Spannung. Im Mittelpunkt steht der aufkommende Konflikt zwischen zwei Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten - auf der einen Seite die wohlhabende Vorzeigefamilie Richardson, im progressiven Shaker Heights etabliert, mit ihren vier Teenagern und auf der anderen Seite die eigenwillige freischaffende Künstlerin und Fotografin Mia mit ihrer 15jährigen Tochter Pearl, die mehrere Nebenjobs hat und ein eher unstetes, unkonventionelles Leben führt. Sehr langsam entwickeln sich Beziehungen und Freundschaften untereinander, die schließlich an beachtlicher Eigendynamik hinzugewinnen, je mehr die Familienmitglieder miteinander interagieren und ihre Loyalitäten innerhalb des labilen Familiengefüges sich zu verschieben beginnen. Von Kapitel zu Kapitel enthüllen schrittweise immer neue Details, wie verschiedene, verhängnisvolle Ereignisse und unglückliche Verkettungen in einer Tragödie münden konnten. Schließlich ergibt sich aus den vielen Puzzlesteinchen ein nachdenklich stimmendes Gesamtbild, das erklärt, wie die so wohlgeordnete Welt in Shakers Height aus den Fugen geriet. Hervorragend gelungen sind der Autorin ihre unterschiedlichen Charaktere, die sie sehr vielschichtig, lebendig und mit nuancierten Persönlichkeiten ausgearbeitet hat, so dass ihre Entscheidungen und Handlungen stets sehr nachvollziehbar und glaubwürdig sind. Sehr gut gefallen hat mir insbesondere ihre sehr authentische Darstellung von typischem Teenager-Verhalten und ihren bisweilen irrationalen Verhaltensweisen. Mit außerordentlich gutem, psychologischem Feingespür enthüllt sie menschliche Sehnsüchte, Wunschdenken, fatale Fehleinschätzungen und allzu menschliche Irrtümer. Ng versteht sich in ihrem Roman meisterhaft darauf, sehr nuanciert Fragen zu Rasse, Identität und Stellenwert von Mutterschaft in der Gesellschaft zu beleuchten, und wirft zudem viele interessante Fragen zu Mutter-Kind-Beziehungen auf. FAZIT Ein ausgezeichneter, eindringlicher Roman über verborgene Familiengeheimnisse und menschliche Abgründe. Großartig geschrieben und sehr lesenswert!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll genormtes Leben - von Anonym - 21.04.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Mia Warren und ihre Teenagertochter Pearl sind mal wieder auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Immer, wenn Mia ein künstlerisches Projekt als Fotografin beendet hat, verlassen sie ihre kurzfristige Unterkunft und suchen sich etwas neues. Nun erreichen sie die idyllische Kleinstadt Shaker Heights, ein Ort, an dem alles genormt ist, die Häuser und die Gärten haben sich der gewünschten Ästhetik anzupassen, die Menschen, die dort leben, haben einen großen Ordnungssinn, wissen, was richtig und falsch ist, pflegen Freundschaften und bilden Seilschaften, um sich beruflich zu unterstützen. Eine Wohnung der Familie Richardson wird nun an Mia und Pearl vermietet und zwei sehr unterschiedliche Welten treffen aufeinander. Pearl freundet sich mit den Kinder der Richardsons an, der gleichaltrige Moody ist in Pearl verliebt während Pearl erste sexuelle Erfahrungen mit dem älteren Bruder erlebt. In der so heilen Familie gilt die jüngste Tochter Izzy als das schwarze Schaf. Sie hat ihre eigenen Ansichten und Verhaltensweisen und erlebt bei der unkonventionellen Mia Zuneigung und Verständnis. Die Menschen des Ortes werden sehr detailliert mit ihren Stärken und Schwächen beschrieben. Die Gewissenskonflikte, was ist richtig, was falsch und das es jede Menge Grautöne gibt, wird auf literarisch sehr ansprechende Art näher gebracht. Man fühlt mit jeder einzelnen Person mit und jede ist in einer Art sympathisch oder von den Handlungen nachvollziehbar.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eindeutige Leseempfehlung! - von fae - 18.04.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Handlung: Kleine Feuer überall ist nach Was ich euch nicht erzählte der zweite Roman der amerikanischen Autorin Celeste Ng. Handlungsort ist ein Vorort Clevelands namens Shaker Heights, in dem das Leben der Menschen von vorne bis hinten geregelt wird. So sind nicht nur die erlaubten Anstrichfarben je nach Art des Hauses streng vorgeschrieben, sondern auch zu Halloween gibt es eine Sirene, die Anfang und Ende für die Kinder in der Nachbarschaft bekannt gibt. Elena Richardson und ihre Familie verkörpern genau diesen Ordnungssinn. Als jedoch die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren mit ihrer Tochter Pearl nach Shaker Heights ziehen, fängt die Idylle an zu bröckeln. Inhalt: Vorweg möchte ich sagen, dass Kleine Feuer überall keine spannungsgeladene Geschichte ist. Es gibt zwar einige Momente, in denen Spannung aufgebaut wird, jedoch lebt die Erzählung von den tiefgründigen Charakterstudien und den Familiendynamiken. Ein bisschen verwirrend fand ich es leider, dass Gedankengänge mitunter sehr schnell gewechselt und von einer Situation zur anderen gesprungen wurde. Schreibstil: Schon wie in dem ersten Roman, konnte mich Celeste Ng mit ihrem ganz besonderen Schreibstil begeistern. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages verschlungen, da es so flüssig zu lesen war. Fazit: Insgesamt hat mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und das Buch hat einige moralische Fragen aufgeworfen, die mich auch im Nachhinein noch beschäftigen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Die zerstörerische Macht von Geheimnissen - von Klaraelisa - 15.04.2018 zu Celeste Ng „Kleine Feuer überall“
Mit "Kleine Feuer überall" legt Celeste ihren zweiten Roman vor. Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Bill und Elena Richardson mit ihren vier halbwüchsigen Kindern. Sie leben in einem Haus in Shaker Heights, einem reichen Vorort von Cleveland, Ohio. Sie besitzen ein zweites Haus im Ort, in dem eine Wohnung an die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren und ihre Tochter Pearl vermietet ist. Eines Tages brennen im Haus der Richardsons kleine Feuer in sechs Schlafzimmern. Elena steht fassungslos mit drei ihrer Kinder vor dem Haus, während die Feuerwehr versucht, die Brände zu löschen. Izzy, die jüngste und als verhaltensauffällig bekannte Tochter ist unauffindbar. Am Vortag verschwanden auch Mia und ihre Tochter, ohne sich zu verabschieden. Wer hat die Brände gelegt und warum? Ein zweiter Konflikt bewegt die Bewohner von Shaker Heights, wo alles geregelt ist und normalerweise nichts Außergewöhnliches passiert. Eine arme Chinesin und ein reiches, adoptionswilliges Ehepaar streiten um ein Baby. Die Chinesin will ihr Kind zurückhaben, das Ehepaar und viele Menschen im Ort meinen, sie hätte ihre Rechte verwirkt, als sie das Kind in ihrer Not aussetzte. Mia und Elena stehen in diesem Konflikt auf entgegengesetzten Seiten. Hat Mia, eine Kollegin der Chinesin im China-Restaurant, verborgene Gründe für ihre Parteinahme? Elena beginnt, die Vergangenheit ihrer Mieterin zu erforschen und deckt eine Menge Geheimnisse auf. Elena fühlt sich durch Mias unkonventionelle Lebensweise bedroht und versucht, ihre Familie zu schützen - ein fataler Schritt. Ngs Roman behandelt zahlreiche Themen: Mutterschaft und Familie, vor allem die Beziehung von Müttern und Töchtern, Kunst und Leben, Klasse, Privilegien und vor allem Rasse. Die Frage, ob reiche weiße Adoptiveltern ein chinesisches Kind seiner Kultur entfremden dürfen, wird ausführlich behandelt und unterschiedlich beantwortet. Elenas älteste Tochter Lexie mit ihrem farbigen Freund Brian schätzt sich glücklich, in einer Zeit und an einem Ort zu leben, wo Rassenzugehörigkeit keine Rolle mehr spielt. Der in den 90er Jahren angesiedelte Roman zeigt den naiven Glauben an ein besseres Amerika ohne Rassismus. Angesichts von Donald Trumps Präsidentschaft und der Existenz von Bewegungen wie Black Lives Matter ist dieser Glaube utopisch. Trotz einiger Längen und generell relativer Handlungsarmut hat mir der Roman gefallen, vor allem wegen der gelungenen Charakterisierung der weiblichen Protagonisten und der sprachlichen Qualität.
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