Myzellare Pilze und Hefen sind schon lange bekannt beim Einsatz im Back- und Braugewerbe. In den beiden letzten Jahrzehnten nahm jedoch ihre Bedeutung für andere Gebiete der Biotechnologie zu: Produktion von Antibiotika, Biochemikalien (wie z. B. Zitronensäure), Pestiziden und Wachstumshemmer für die Landwirtschaft; außerdem spielen sie eine große Rolle im Umweltmanagementbereich und in der Lebensmittelindustrie. Das vorliegende Buch gibt eine umfassende und aktuelle Einführung in die Verwendungsmöglichkeiten von Pilzen bei Bioreaktionsprozessen.
Für Biotechnologie- und Mikrobiologie-Studenten (vor dem Vordiplom) sowie bereits im Beruf Stehende, die sich in das Gebiet einarbeiten wollen
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung. - 1. 1 Pilze in der Biotechnologie. - 1. 2 Pilze in der Biotechnologie geschichtliche Entwicklung. - 1. 3 Struktur und Morphologie von Pilzen. - 1. 4 Die Ernährung von Pilzen. - 1. 5 Strategien der Pilze zur Sicherstellung der Ernährung in ihrer natürlichen Umgebung. - 1. 6 Stoffwechselanpassungen von Pilzen. - 1. 7 Ein kurzer Abstecher zur Systematik der Pilze. - 1. 8 Biotechnologisch bedeutende Pilze. - 1. 9 Genmanipulation an industriell verwendeten Pilzen. - 2 Biotechnologie mit Pilzen Produktionsverfahren. - 2. 1 Bioreaktortechnik. - 2. 2 Chemische Umwandlungen mit Hilfe von Pilzsporen. - 3 Produktion von Biochemikalien mit Hilfe von Pilzen. - 3. 1 Einleitung. - 3. 2 Organische Säuren. - 3. 3 Industriealkohole. - 3. 4 Polysaccharide. - 3. 5 Chitosan. - 3. 6 Enzyme. - 3. 7 Lipide. - 3. 8 Gibberelline. - 3. 9 Vitamine. - 3. 10 Aminosäuren. - 3. 11 Stimulatoren. - 4 Pilze in der medizinischen Biotechnologie. - 4. 1 Produktion von Antibiotika und anderer, therapeutisch eingesetzter Verbindungen. - 4. 2 Cytostatika und antivirale Wirkstoffe aus Pilzen. - 4. 3 Immunregulatoren Cyclosporin und Gliotoxin. - 4. 4 Ergotalkaloide. - 4. 5 Giftpilze. - 4. 6 Steroidtransformationen mit Hilfe von Pilzen. - 4. 7 Biotransformationen pharmakologisch aktiver Substanzen. - 4. 8 Therapeutische Verwendung von Pilzenzymen. - 4. 9 Medizinische Bedeutung der höheren Pilze. - 4. 10 Weitere therapeutische Verwendungen von Pilzen. - 5 Neue industrielle Verfahren mit Pilzen. - 5. 1 Einleitung. - 5. 2 Die Konversion von Lignocellulose in der Papierindustrie. - 5. 3 Kohleverflüssigung. - 5. 4 Abbau von Lignocellulose zu gasförmigen Produkten durch Pilze. - 5. 5 Entfernung von Pararffinen und Wachsen durch Hefen. - 5. 6 Pilze als Hilfsstoffe für die Biotechnologie im Hüttenwesen. - 5. 7 Neuartige Textilien aus Pilzmaterial. - 6 Pilze undUmweltbiotechnologie. - 6. 1 Einleitung. - 6. 2 Industrieabwässer und ihre Behandlung (Flüssigkultivierungen). - 6. 3 Entgiftung von Pestiziden mit Pilzenzymen. - 6. 4 Behandlung von lignocellulosehaltigen Abfällen mit holzabbauenden Pilzen. - 6. 5 Weißfäulepilze bei der biologischen Sanierung. - 6. 6 Entfernung von Metallionen aus Lösungen mit Hilfe von Pilzen (Biosorption). - 6. 7 Adsorption von Feinstpartikeln mit Hilfe von Pilzen. - 6. 8 Kommerzielle Akkumulierungsverfahren für Metallionen und Feinstpartikel. - 7 Die Rolle von Pilzen beim biologischen Abbau und beim biologischen Verderb. - 7. 1 Einleitung. - 7. 2 Pilze und Holzzerfall. - 7. 3 Probleme durch Pilzbefall. - 7. 4 Pilze und der Verderb von Lebensmitteln. - 7. 5 Verderb von Lebensmitteln durch Befall mit Schimmmelpilzen. - 7. 6 Verderb von Lebensmitteln durch Hefen. - 7. 7 Pilzbefall von gelagerten Früchten und Gemüse. - 7. 8 Verderb von pflanzlichen Ölen durch Pilze. - 7. 9 Mykotoxine. - 8 Pilze in der Lebensmittelindustrie. - 8. 1 Einleitung. - 8. 2 Einzellerprotein (SCP). - 8. 3 Verbesserung des Nährwerts von Getreide durch Fermentation. - 8. 4 Fermentierte Lebensmittel das Koji-Prinzip. - 8. 5 Pilzzüchtung. - 8. 6 Pilze bei der biotechnologischen Herstellung von Lebensmitteln. - 8. 7 Produktion von Geschmacks- und Aromastoffen durch Pilze. - 8. 8 Geschmacksverbesserungen und -Veränderungen durch Pilze. - 8. 9 Lebensmittelfarbstoffe aus Pilzen. - 8. 10 Pilze beim Brauen und Keltern. - 9 Pilze in der Agrobiotechnologie. - 9. 1 Einleitung. - 9. 2 Biologische Kontrolle von Mikroorganismen im Boden. - 9. 3 Pilze als Insektenbekämpfungsmittel. - 9. 4 Pilze zur Bekämpfung von Fadenwürmern. - 9. 5 Unkrautbekämpfung mit Hilfe von Pilzen. - 9. 6 Pilze zur integrierten Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, die über den Boden in die Pflanzen übertragenwerden. - 9. 7 Biologische Bekämpfung von Krankheiten, die nach der Ernte auftreten. - 9. 8 Produktion von chemischen Pestiziden und Biodünger mit Hilfe von Pilzen. - 9. 9 Kompostierung. - 9. 10 Fermentationsrückstände als Düngemittel (Biosol). - 9. 11 Steigerung des Ernteertrags durch Pilzinoculate. - 10 Biotechnologische Kontrolle pathogener Pilze. - 10. 1 Einleitung. - 10. 2 Pathogene Pilze für Mensch und Tier. - 10. 3 Beispiele für Mykosen. - 10. 4 Behandlung von Pilzinfektionen bei Mensch und Tier. - 10. 5 Pilze als Pflanzenpathogene. - 10. 6 Neuere Entwicklungen der chemischen Bekämpfung von Pilzkrankheiten bei Pflanzen. - 10. 7 Antibiotika zur Behandlung von Pilzinfektionen bei Pflanzen. - 10. 8 Biologische Schädlingsbekämpfungsmittel eine potentielle Quelle für Antimykotika. - 10. 9 Solarisation eine alternative Methode zur Bekämpfung von Pflanzenpathogenen. - 11 Biotechnologie mit Pilzen: Zukunftsaussichten. - Literatur.