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Nach Mattias

Roman.
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Produktdetails

Titel: Nach Mattias
Autor/en: Peter Zantingh

ISBN: 3257071299
EAN: 9783257071290
Roman.
Originaltitel: Na Mattias.
Übersetzt von Hanni Ehlers
Diogenes Verlag AG

26. Februar 2020 - gebunden - 240 Seiten

Amber singt bei einem Konzert gegen ihren Schmerz an; Quentin läuft Kilometer um Kilometer, um der Erinnerung zu entkommen, und Kristianne möchte die wahre Geschichte ihres Sohnes erzählen. Diese Leben und das von fünf weiteren Menschen überkreuzen sich durch Mattias' unerwartetes Verschwinden auf schicksalhafte Weise. Wie Puzzlesteine fügen sich ihre Geschichten zu einem Abbild von Mattias und werden trotz aller Trauer zu Zeugen seiner Begeisterungsfähigkeit und seines unbeugsamen Mutes, sich dem Leben jeden Tag vorbehaltlos hinzugeben.
>NRC Handelsblad<. Sein Romanerstling >Een uur en achttien minuten< war für diverse Literaturpreise nominiert. Peter Zantingh lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Utrecht.
Kundenbewertungen zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Sehr berührender Roman, der noch lange nachklingt - von bookloving - 10.05.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Mit »Nach Mattias«, dem bereits dritten Roman des niederländischen Autors Peter Zantingh, ist nun endlich auch ein Buch des Autors in deutscher Übersetzung erschienen. Zantingh behandelt in seinem sehr eindringlich geschriebenen Roman nicht nur die bedrückenden Themen Trauer, Verlust und Tod, sondern zeigt auch auf, wie bedeutsam es für Trauernde ist, in schweren Zeiten an eine hoffnungsvolle Zukunft zu glauben, um die Dunkelheit und tiefe Trauer überwinden und schließlich wieder ins Leben zurückfinden zu können. Ein bewegender Roman, der auch dazu anregt, sich mit der schwierigen Frage auseinanderzusetzen, was von jedem Einzelnen in Erinnerung bleibt, wenn er nicht mehr da ist. In der berührenden, vielschichtig angelegten Geschichte dreht sich alles um den etwa 30-jährigen Mattias, der durch tragische Umstände von heute auf morgen aus dem Leben gerissen wird. Sein plötzlicher Tod hat für seine Freundin Amber, seine Familie, aber auch für viele Menschen aus seinem Umfeld eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Persönlich werden wir Mattias jedoch nicht kennen lernen, denn der Autor lässt seine bewegende Geschichte aus der Sicht von acht unterschiedlichen Personen erzählen. In jedem Kapitel kommt jemand anderes als Ich-Erzähler zu Wort. Ganz unterschiedlichen Menschen und sehr interessanten Charakteren begegnen wir, darunter einige, die nur kurz Mattias Weg gekreuzt haben, eher zufällig mit seinem Schicksal verknüpft sind und gar keinen unmittelbaren Kontakt zu ihm hatten. Gemeinsam ist aber allen, dass ihr Leben von seinem Tod beeinflusst wird. In den unterschiedlichen Perspektiven erhalten wir von den Hinterbliebenen nicht nur Einblick in ihre ganz persönliche Beziehung zum Verstorbenen, sondern erfahren auch, wie jeder einzelne versucht mit dem schweren Schicksalsschlag fertig zu werden und sein Leben danach zu meistern. Sehr unmittelbar nehmen wir Anteil an einigen intensiven Innenansichten angesichts des schmerzhaften Verlusts und der quälenden Leere, die geblieben ist. Sehr fesselnd ist es, immer mehr Details aus Mattias Leben zu erfahren und darüber zu spekulieren, was ihm Tragisches zugestoßen sein könnte. Aus den vielen Einzelfragmenten setzt sich allmählich ein facettenreiches Gesamtbild seiner Persönlichkeit zusammen, das immer mehr an Schärfe gewinnt. Mattias war ein außergewöhnlicher, sehr charismatischer junger Mann, der voller Begeisterungsfähigkeit, Ideenreichtum und Lebenslust sein Leben in Angriff nahm - ein sehr sympathischer Mensch, auch wenn er nicht frei von einigen Fehlern war. Sehr eindrucksvoll ist Zantinghs einfühlsamer und pointierter Schreibstil. Gekonnt fängt der Autor mit wenigen Worten das Wesentliche ein und lässt mit viel Feingespür eine besonders dichte Atmosphäre entstehen, die in einem nachklingt. Auch um Musik geht es in diesem Roman, denn diese spielte in Mattias Leben eine zentrale Rolle. Passenderweise hat Zantingh daher auch die Songs seiner eigens zum Schreiben erstellten Playliste in die Geschichte mit eingebaut. Geschickt lässt der Autor die verschiedenen, genial miteinander verwobenen Erzählstränge zusammenlaufen und erhöht so die Spannung bis zur erschütternden Auflösung. Erst sehr spät enthüllt Zantingh schließlich die näheren Umstände des tragischen Todes. Zugleich lässt er aber seinen Roman auch sehr versöhnlich und hoffnungsvoll ausklingen. FAZIT Ein unglaublich intensiver, berührender und aufwühlender Roman, der einen noch länger beschäftigt und nachdenklich stimmt! Sehr lesenswert!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Nicht ganz überzeugend - von Buecherseele79 - 25.04.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Mattias ist weg, er kommt nicht wieder, seine Leere hinterlässt Lücken, Trauer, Wut, geplatzte Träume. Doch ist jemand nicht mehr da wenn man sich weiterhin an ihn erinnert? Wenn man gemeinsam oder alleine über ihn nachdenkt? Mattias war eine spontane und unkomplizierte Person und fünf Menschen erinnern sich an ihn, im direkten oder indirekten Sinne. "Meine Trauer war nicht mein Eigen. Sie war die von Bekannten, die unangemeldet vorbeikamen oder Zettel durch den Briefschlitz schoben, wenn ich nicht aufmachte." (Seite 230) Im Ganzen ist es eine sehr schöne Sache und Entscheidung wie der Autor sich an Mattias erinnert. Und ich denke dass jeder, wenn er nicht mehr ist oder verschwunden ist oder dergleichen möchte dass es Menschen gibt die sich an einen erinnern, die die guten und auch die nicht so guten Seiten beleuchten, aber es mit einem guten Bauchgefühl machen. Der Schreibstil ist einfach, leicht verständlich und für mich war es doch immer schwer bei den Personen einen Zugang zu finden, zu verstehen was Mattias mit ihnen denn nun zu tun hatte, oft waren sie oberflächlich und es fehlte mit der Tiefgang. Im Hinterkopf waren auch oft Fragezeichen wie denn nun alles zusammenhängt, was hat diese Person mit Mattias zu tun, wie wurde das Leben von jedem Einzelnen durch ihn beeinflusst? Alle erhalten ihr Kapitel, ausser die Freundin von Mattias, sie erhält zwei, aber gut umgesetzt und für ein Abschluss des Buches auch sehr lobenswert und gut durchdacht. Stückchenweise erfährt man mehr über Mattias, wie er war, wie er "getickt" hat, was ihn antrieb. Aber natürlich bleibt auch die Frage was denn passiert ist, man ist als Leser immer am mit grübeln und überlegt welche Einschnitte in jedem Leben welches in diesem Buch dargestellt wird, durch das Verschwinden von Mattias gegeben hat. Das Ende gibt Aufschluss, das Ende hat mich dann doch sehr bewegt, schockiert und zeigt auf wie schnell gewisse Dinge passieren können, wie schnell gewisse Dinge, die schon länger größer, gehässiger, gefährlicher werden, sich entladen und Lücken, Fragen, Unverständnis und Fassungslosigkeit zurücklassen. Und doch¿ es fehlt der Zusammenhang durch Mattias, bei manchen fand ich die "Begegnung" schon sehr schwammig und nicht unbedingt erwähnenswert. Man muss bis zum Ende aushalten um den ganzen Blick, fast, im Auge zu haben, zu verstehen, Zusammenhänge fügen sich meist komplett zusammen, aber nicht alle. Durch diese Mischung ging mir viel von dem Gefühl welches das Buch auszeichnen soll, verloren, manche waren, wie schon erwähnt, zu oberflächlich und mir fehlte das einfach noch das gewisse Extra. Bewegend ja, aber nicht so ganz überzeugen in seiner Umsetzung.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Eine neue Zeitrechnung - von ulrike rabe - 19.04.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Ein junger Mann stirbt. Woran, wir wissen es lange nicht. Zurück bleiben die Menschen, die Mattias gekannt, geliebt haben, ihm auf die eine oder andere Weise nahe standen, vielleicht auch nur einen ganz indirekten Bezug zu ihm hatten und trotzdem von seinem Tod betroffen sind. "Eine Woche nach Mattias wurde sein Fahrrad geliefert." Eine neue Zeitrechnung bricht an, die Zeit nach Mattias. Episodenhaft nimmt uns der niederländische Autor Peter Zantingh an die Hand, lässt uns schrittweise Mattias` Hinterbliebene begleiten. Die Freundin, die in Tränen ausbricht, als ihr das Lesezeichen aus dem von Mattias zuletzt gelesenen Buch fällt und sie nun nicht mehr wusste, auf welcher Seite er war. Den Freund, der seine Trauer mit Laufen kompensiert. Die schlaflosen Großeltern. Die trauernde Mutter. Es sind ganz normale alltägliche Begegnungen mit Menschen, die wir auf die eine oder andere Art selber kennen. Mit jeder Person erfahren wir mehr über Mattias, wer er war, was ihn bewegt hat und letztlich auch wie er gestorben ist. Was wollen wir hinterlassen am Ende des Tages? Was bleibt, wenn jemand für immer geht? Das sind die Fragen, um die es in Peter Zanthings Roman im Kern geht. Mit jeder Geschichte mehr und gleich einem Puzzle sehen wir erst mit dem letzten Teil ein ganzes Bild klar vor uns, verbinden die Wege, die sich gekreuzt haben, erkennen die Anstöße, die neue Richtungen vorgeben. Sehen eine Spur von Mattias, die geblieben ist. Wer war nun dieser Mattias: ein lebensfroher Mann, empathisch, leicht zu begeistern, einer der für seine Ideen brannte und sich manches Mal dabei verzettelt, der gerne "Football Manager" spielte, der Musik liebte und Amber. Zurück bleiben die Menschen, die ihn kannten und liebten, mit ihren unterschiedlichen Erinnerungen an ihn und mit ihren unterschiedlichsten Formen, um ihn zu trauern. "Trauer ist wie ein Schatten. Der richtet sich nach dem Stand der Sonne, fällt morgens anders als abends." So vielschichtig wie das Leben ist auch die Art des Trauerns. Das mag für jeden von uns etwas anderes sein. Und wie uns Peter Zantignh mit seinem Buch zeigt, steht niemand für sich allein.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wenn das Leben trotzdem weitergehen muss - von milkysilvermoon - 07.04.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Mit einem Mal ist Mattias weg, tot. Und er lässt Familie und Freunde einfach zurück. Sein schicksalhaftes Verschwinden reißt eine Lücke in das Leben seiner Partnerin Amber, seiner Mutter Kristianne und seines Kumpels Quentin, die nun mit dem Verlust klarkommen müssen. Auch die Wege fünf weiterer Menschen haben sich vor seinem Tod mit Mattias gekreuzt. Was ist mit dem jungen Mann passiert? Und wie geht es für die Hinterbliebenen weiter? "Nach Mattias" ist ein Roman von Peter Zantingh. Meine Meinung: Der Roman besteht aus neun Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Erzählt wird im ersten und letzten Kapitel aus der Sicht von Amber und ansonsten aus der Sicht von acht weiteren Personen, teils in der Ich-Perspektive und immer im Präsens. Die Handlung spielt an unterschiedlichen Orten in der Niederlande, die nicht näher bezeichnet werden. Dieser Aufbau wirkt gut durchdacht. Dem Autor ist es ausgezeichnet gelungen, den Stil jeweils an die unterschiedlichen Charaktere anzupassen. Eine Gemeinsamkeit ist es, dass er jeweils recht nüchtern daherkommt, aber dennoch eindringlich ist. In vielen der Kapitel tauchen schöne Sprachbilder auf. Manche Formulierungen kommen jedoch etwas seltsam daher, manche Wörter sind unverständlich, weshalb ich davon ausgehe, dass die Übersetzung leider Schwächen hat. Die Protagonisten sind authentisch und stellen eine interessante Auswahl an Personen dar. Es gibt nicht nur Menschen, die Mattias sehr nahestanden, sondern auch solche, mit denen die Verbindung nur lose oder weniger direkt war. So ergibt sich mehr und mehr ein Bild des Verstorbenen. Als Leser taucht man in die jeweiligen Leben der unterschiedlichen Personen ein, sodass fast der Eindruck einer Sammlung an Kurzgeschichten entsteht, die für sich allein jedoch keinen Sinn ergeben und nur durch das gemeinsame Element, also Mattias, verstanden werden können. Beim aufmerksamen Lesen sind auch Verknüpfungspunkte untereinander erkennbar, die der Autor geschickt - mal auffällig, mal weniger prominent - in den Roman eingeflochten hat und die sich am Ende vollständig erschließen. Die Thematik von Tod und Trauer macht die Lektüre sehr berührend, wobei mich jedoch nicht alle Kapitel emotional erreicht haben. Da der Roman inhaltlich auch zu anderen Themen wie Fußballsimulationen abdriftet, habe ich den Mittelteil als ein wenig langatmig empfunden. Eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt außerdem die Musik. Eine schöne Idee ist daher die Playlist mit passenden Titeln zum Roman. Die unterschiedlichen Schicksale und Lebensgeschichten der Protagonisten sorgen nicht nur für Abwechslung, sondern regen auch zum Nachdenken an. Dabei blitzt im Roman immer wieder auf recht dezente Art Gesellschaftskritik durch. Das für den Verlag typische Cover passt gut zum Roman, vor allem zum letzten Kapitel. Der knackige Titel ist treffend gewählt und erfreulicherweise wortgetreu aus dem niederländischen Original ("Na Mattias") übernommen worden. Mein Fazit: "Nach Mattias" von Peter Zantingh ist ein raffiniert konstruierter Roman darüber, welche Spuren ein Mensch nach seinem Tod hinterlässt. Eine berührende, aber nicht kitschige Lektüre.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Puzzle - von SalMar - 03.04.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Von einem Tag auf den anderen ist Mattias, ein junger Mann, nicht mehr da. Aus Sicht verschiedener Menschen um ihn herum erfährt der Leser, wer Mattias war und welchen Einfluss er auf seine Mitmenschen hatte. Als Leser wird man unmittelbar in die Geschichte hineingeworfen: Es gibt keine Einleitung, sondern man ist sofort im Hier und Jetzt bzw. nach Mattias . Es gibt auch ein vor Mattias , so als ob es sich bei ihm um eine Art Ereignis handelte. Mir hat es sehr gefallen, so zwischen den Zeilen lesen und das Puzzle für mich selbst zusammensetzen zu müssen. Der doch eher plötzliche Wechsel der Perspektive von Kapitel zu Kapitel war ungewohnt, aber hat das Lesen für mich eher spannend und interessant gemacht. Geschrieben ist das Buch recht nüchtern und schnörkellos, was aber sehr gut passt, angesichts dessen, dass viele der Protagonisten um Mattias trauern. An einigen Stellen fließt eine Spur trockener Humor mit ein, was mich - trotz des traurigen Hintergrunds - immer wieder zum Lachen gebracht hat. Einzig der Schluss hat mich nicht komplett zufriedengestellt. Ich hatte mir die ganze Zeit wohl etwas ganz anderes vorgestellt und war dementsprechend am Ende etwas unschlüssig, ob ich diese Entwicklung tatsächlich gut finde. Trotzdem von mir eine klare Leseempfehlung!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Komplexes & musikalisches Lebenspuzzle - von bobbi - 01.04.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Trauer ist wie ein Schatten. Der richtet sich nach dem Stand der Sonne, fällt morgens anders als abends. Mattias - ein junger Mann in den Dreißigern - ist gestorben und von einem auf den anderen Tag nicht mehr da. Er hinterlässt mit seiner lebensbejahenden und teils chaotischen Art eine Lücke bei den Hinterbliebenen. Der Autor Peter Zantingh lässt in acht Leben von Zurückgebliebenen tief blicken - Momente voller Verzweiflung, Einsamkeit und Traurigkeit. Und nach und nach ergibt sich aus dem Puzzle ein Bild von Mattias und was mit ihm passiert ist. Auch wenn der Leser nicht auf Anhieb die Beziehung und Berührungspunkte des jeweiligen Hinterbliebenen einordnen kann, beklemmt jede dieser Geschichten auf ihre eigene Art mit der Komplexität des Schicksals. Jeder der Charakter hat mit Widrigkeiten zu kämpfen. Alkoholsucht, Gewalt in der Familie, Krankheit. Entstanden ist kein reines Buch über Trauer und deren Bewältigung, sondern auch über Zufälle und wie jeder sein Leben neu ordnen und bewerten muss. Durch den Tod von Mattias wurden die Menschen mit existenziellen Fragen konfrontiert: Was bleibt, wenn mein Leben heute zu Ende wäre? Der Autor sagt zwar im Anhang, dass es auch ein hoffnungsvolles Buch ist, von dem Mut positiv zu bleiben - diese Auflösung hat mir aber etwas im Kontext gefehlt, da es insgesamt ein recht trauriges Buch bleibt. Auch fand ich die Zusammenhänge der Personen zu Mattias manchmal zu diffus und undurchsichtig. Die Person Mattias hat sich mir nicht richtig erschlossen. Schön fand ich die zentrale Rolle von Musik im Roman, inklusive einer Playlist von Mattias Lieblingssongs (guter Geschmack!), den er mit den Menschen gehört hat. Erinnerungen fließen in die Lieder und Lyrics und werden somit für immer konserviert. Das bleibt. Insgesamt ein gutes Buch - Der Sprung von Simone Lappert hat mir aber in dieser Erzählstruktur und -variante etwas besser gefallen!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Tiefe Emotionen - dieses Buch hat mich gequält! - von Sarahliest - 27.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Nach Mattias erzählt die Geschichte von der Lücke, die ein Mensch im Leben der Angehörigen und Freunde hinterlässt, wenn er stirbt. Es wird aus der Sicht von mehreren Personen erzählt wie ihr Leben jetzt abläuft, nach Mattias. Dieses Buch zu lesen war sehr emotional. Es erzählt von verpassten Chancen, von Bündnissen, die noch nicht beendet waren und vom schmerzlichsten Verlust von allen. Der Schreibstil von Peter Zantingh hat die drückende Stimmung des Buches hervorragend unterstrichen und einige Längen in die Geschichte haben den Leser mitfühlen lassen, was die Charaktere der Geschichte fühlen. Dieses Buch hat mich gequält und genau deshalb hat der Autor wirklich gute Arbeit geleistet. Wer zu dieser Lektüre greift, sollte sich wappnen, denn hier handelt es sich nicht um eine seichte Geschichte. Hier werden tiefe Emotionen und die Verzweiflung, die der frühe Tod eines geliebten Menschen mit sich bringen, zu Papier gebracht und von dort direkt in die Köpfe der Leser.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Nicht nur traurig, sondern auch zuversichtlich - von adel69 - 24.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Worum geht es in dem Buch? Es geht um Mattias - die Zeit, als er noch lebte, und die Zeit nach seinem Tod. Menschen, die viel, wenig oder gar nicht mit ihm zu tun hatten, werden beleuchtet. Sie erzählen aus der Ich-Perspektive - über manche wird aber auch aus der auktorialen Erzählperspektive berichtet. Da gibt es Amber, Mattias` Freundin, die seit seinem Tod nur noch funktioniert. Die Großeltern Riet und Hendrik, die alt und gebrechlich sind und viel mit sich selbst zu tun haben, werden dem Leser vorgestellt. Der Tod ihres Enkels Mattias beschäftigt aber auch sie. Der Leser erfährt von Nathan, einem Alkoholiker, der an einem Verkaufscoaching teilnimmt. Ein Kapitel widmet der Autor Kristianna. Sie ist Mattias` Mutter, die immer noch versucht, den Tod ihres Sohnes zu begreifen. Noch weitere Personen werden in diesem Buch vorgestellt. Meine Meinung zu diesem Buch: Ich wollte dieses Buch lesen, denn ich fand die Thematik interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Stil des Romans gefällt mir, manche Sätze finde ich literarisch besonders gelungen. Von der Handlung her ist "Nach Mattias" kein Buch, in dem nur Traurigkeit an vorderster Stelle steht - es ist ein Buch, das auch Zuversicht gibt und zum Nachdenken anregt. Es zeigt viele Leute, die versuchen, mit ihrer Trauer umzugehen und weiterzumachen. Die verschiedenen Charaktere fand ich faszinierend. Als Leserin mochte ich manche Charaktere mehr, manche weniger. Nathan war mir beispielsweise unsympathisch - und ich wusste lange Zeit nicht, warum ihm in dem Buch ein Kapitel gewidmet wurde. Gegen Schluss jedoch konnte ich es herausfinden. Amber mochte ich anfangs auch nicht sehr - aber sie entwickelt sich, und am Ende fand ich sie bewundernswert. Die Großeltern fand ich sehr sympathisch - und auch Mattias` Kristianna. Sie sind beide für mich gut und nachvollziehbar geschildert. Auch Mattias mochte ich. Lange Zeit erfährt man als Leser nicht, wie er ums Leben kam. Man weiß nur bald, dass er es nicht freiwillig tat. Er hatte noch so viele Pläne im Leben! Sehr positiv bewerte ich auch, dass es hinten in dem Buch noch ein Interview mit dem Autor gibt. Darin erfährt man, wie er diesen Roman entwickelt hat. Ich vergebe dem Buch "Nach Mattias" alle fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Etwas zu viel gewollt - von Julia Lindner - 13.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Nach Mattias - der Titel lässt es schon vermuten. Dieses Buch erzählt aus Sicht der hinterbliebenen Familienmitglieder, Freunden und anderen Menschen, deren Leben der Tote gestreift hat, den Umgang und die Auswirkungen von dessen Tod. Zunächst einmal das große Plus: Peter Zantingh hat einen wirklich einfühlsamen, leisen Schreibstil, der die Emotionen seiner Figuren wirklich gut einfängt, ohne dabei kitschig oder melodramaitisch zu wirken. Damit fesselt er den Leser und hält ihn bei der Stange, auch wenn die Erzähluung mal abschweift. Und das tut sie immer wieder; der rote Faden, der die einzelnen Kurzgeschichten zusammenhält, ist mal kräftiger und mal blasser. Und genau das sollt man auch wissen, wenn man sich auf dieses Buch einlassen möchte. Es ist keine durchgehende Geschichte. Es sind vielmehr Momentaufnahmen aus 8 verschiedenen Leben, die neben der Trauerbewältigung auch noch viele andere Themen ansprechen. Und genau das war mir dann doch auf Dauer zu viel: diese Randthemen, die der Autor in seine Geschichte mit eingebunden hat, überfrachten das Buch ein wenig und wirken stellenweise fast plakativ. Jedes für sich würde genug Material bieten, um ein eigenes Buch zu füllen. Auf diesen 230 Seiten zusammengepfercht, wirkt es ein wenig zu gewollt. Fazit: Auf jeden Fall ein Buch, das mehr liefert als man auf den ersten Blick erwartet.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Was bleibt. - von Emma - 05.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Ein Mensch stirbt. Ende, aus, vorbei, von jetzt auf gleich. Was bleibt, ist ein Leerer Stuhl am Esstisch, E-Mails, auf die keine Antwort mehr kommt, Pakete, die keinen Empfänger mehr haben - und ein leerer Fleck in allen, die den Toten gekannt haben. Das Buch erzählt vom Stehenbleiben, Trauern und Weitermachen. Von Personen, die dem Toten sehr nahestanden, aber auch von Personen, die ihn kaum kannten, auf deren Leben sein Schicksal aber dennoch Einfluss nimmt. Peter Zantingh beschreibt in einer sehr einfachen, aber immer treffenden, klaren Sprache, wie das Leben "Nach Mattias" weitergeht. Dabei wird er nie kitschig, nie übertrieben, nie rührselig. Am Ende des Buches trauert man selbst um Mattias, spürt die Lücke, die sein Tod hinterlassen hat. Schade, dass die anderen Bücher des Autors noch nicht ins Dutsche übersetzt wurden!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Geht an die Nieren - von melange - 04.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Zum Inhalt: Mattias ist tot. Er ging aus dem Haus, nachdem er sich mit seiner Freundin Amber gestritten hatte und kehrte nicht mehr zurück. Dieses Buch schildert die Zeit danach und wie es Amber, seinem Freund Quentin, seinen Eltern und Großeltern ergeht. Doch auch eigentlich fremde Menschen werden durch Mattias Ableben oder die Gründe dafür aus der Spur geworfen, - die einen mehr, die anderen weniger. Und alle müssen damit klarkommen, dass das Unerwartete selbst die positivsten Gemüter treffen kann. Mein Eindruck: Trauerbewältigung? Ja, auch das ist Teil des Buches, aber nicht nur. Zwar lernen seine Leser vor allen Dingen die Sicht von Partnerin, Familie und Freund auf das tragische Ableben von Mattias kennen, - aber auch andere Personen sind mittelbar davon betroffen. Die Idee des Autors, seine Leser erst nach der Mitte des Buches und selbst dann noch langsam in die Umstände des Todes einzuweihen, erhöht dabei Spannung und Neugierde und führt zusätzlich zu einem Zurückblättern, da man erst zu diesem Zeitpunkt gewisse Reaktionen richtig einschätzen kann. Doch selbst ohne diesen Kunstgriff geht das Buch an die Nieren, wenn Zantingh Kleinigkeiten schildert wie zum Beispiel den Umgang der Freundin mit dem erst nach Matthias¿ Tod gelieferten Fahrrad. Tragisch fast, wie der Verlust des immer von allem begeisterten Matthias bei Teilen seiner Angehörigen eine solche Lücke reißt, dass sie sich nicht nur in ihrer Trauer verlieren, sondern sich voneinander abkapseln statt sich zur Seite zu stehen. Jeder trauert für sich allein, keiner ist dem anderen eine Stütze, die Sprachlosigkeit zieht sich durch viele Seiten. Versöhnlich dann jedoch der Schluss; es bleibt zu hoffen, dass aus dem Silberstreif am Horizont etwas Gutes erwächst. Mein Fazit: Sehr traurig, sehr berührend, einfach gute Literatur
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Welche Folgen hat der Tod eines Menschen für die Zurückbleibenden? - von Anonym - 04.03.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Dem im Anhang des Buches abgedruckten Interview mit dem Autor ist zu entnehmen, dass er als typisch für seinen Schreibstil ansieht, Wörter zu streichen, die nicht zwingend nötig sind, um mit wenigen Worten möglichst effektiv zu sein. So ist er auch vorliegend verfahren und hat die endgültige Version um 25000 Worte auf 50000 Worte (234 Seiten) gekürzt. Genau diese Kürze ist es, die mich ein wenig an der Geschichte stört, weil sie auf diese Weise puzzleartig wirkt und letztlich kein wirkliches Bild des Toten wiedergibt. Selbst das Ausgangsthema wird in aller Kürze umrissen - nämlich der Tod des buchtitelgebenden Mattias, von dem wir erst ganz allmählich und auch nie ausdrücklich erfahren, was es mit ihm auf sich hat. Die einzelnen Kapitel sind dann acht Personen gewidmet, deren Leben aufgrund von Mattias Tod eine andere Richtung einschlagen. Von ihnen standen einige dem Verstorbenen sehr nahe (Mutter, Lebensgefährtin), andere kannten ihn kaum. Bei letzteren fragt man sich sogar, warum sie überhaupt in die Geschichte eingeführt werden (z.B. der alkoholkranke airnb-Vermieter). Genau das war das Anliegen des Autors - darzustellen, welche Konsequenzen das plötzliche Verschwinden eines Menschen auf das Leben der Zurückbleibenden haben kann. Das gleichfalls verarbeitete Thema der Trauer ist nur sekundär. Das Buch ist aber ein besonderes mit vielen schönen Sätzen und eingewobenen Musiktiteln.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll außergewöhnliche Umsetzung eines sensiblen Themas - von hiclaire - 28.02.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
Mattias ist nicht mehr da und doch ist er Dreh- und Angelpunkt dieses Romans. Der Autor gibt Einblicke in das Leben von acht grundverschiedenen Menschen, die ihm teils sehr eng, teils lose oder auch kaum verbunden gewesen sind. Auf diese Weise will er seinen Lesern Mattias und die Umstände seines Todes näherbringen, denn diese Frage bleibt lange offen. Eine außergewöhnliche Romanidee und im Grunde auch eine gute. Was die Umsetzung angeht, sicher zu einem großen Teil Geschmacksache, ich konnte damit nur bedingt etwas anfangen. Auf der einen Seite ist sein Erzählstil knapp und eindringlich, die Sprache oftmals sensibel und berührend (für mich ganz besonders im ersten Kapitel "Amber), was mir beides sehr gefällt. Auf der anderen beschreitet er aber auch erzählerische Wege, denen ich zeitweise nur schwer folgen konnte oder wollte - schwierig, ermüdend, uninteressant Vielleicht bin ich dazu nicht sensibel genug, aber mir hat sich Mattias Persönlichkeit aus diesen Mosaikstückchen kaum erschlossen, zu vage und diffus, der rote "Verbindungsfaden" zu dünn und oft nur schwer zu fassen. Mein Bild von ihm hat sich gleich im ersten Kapitel geformt, denn Ambers Perspektive hat mir im Hinblick auf Mattias am meisten gegeben, Chris mich als Figur am stärksten fasziniert. Ich glaubte vage erspüren zu können, was der Autor mit seinem Buch vermitteln möchte, doch so richtig greifbar ist es für mich nicht geworden. "Ein kluges, sensibles und bewegendes Buch über die vielen Gesichter der Trauer" , diese Aussage der Kurzbeschreibung kann ich unterschreiben. "¿das aber gleichzeitig von großer Lebensfreude und Hoffnung geprägt ist" - so kam es für mich nicht rüber, ich fand es die meiste Zeit bedrückend. Vermutlich weil auch rund um die Figuren, durch die man einen Blick auf Mattias Persönlichkeit bekommen sollte, wenig Hoffnung und Lebensfreude zu spüren ist. "und unseren Blick für das schärft, was wirklich von Bedeutung ist." Das könnte man aus der Geschichte mitnehmen, hat sich mir aber auch nicht aufgedrängt. Insgesamt ein interessantes Buch über Trauer und Verlust, wie verschieden man diese empfinden und damit umgehen kann. Ein Buch, das bei mir aber keinen positive Nachhall zurücklässt, eher ein Gefühl von Bedrückung und leiser Verwirrung. Und irgendwie glaube ich nicht, dass das in der Absicht des Autors gelegen hat.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Was nach dem Tod bleibt - von Tara - 26.02.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
"Nach Mattias" ist ein zutiefst bewegender und berührender Roman des niederländischen Autors Peter Zantingh. Unerwartet stirbt der dreißigjährige Mattias und es bleibt eine Lücke, eine Lücke, die für jeden Zurückgebliebenen anders aussieht. Die Geschichte wird aus der Perspektive von der Familie, Freunden und Bekannten berichtet. Jeder von ihnen hatte einen anderen Bezug zu Mattias und jeder geht mit seinem Tod anders um. Das Leben der Charaktere ist nur lose miteinander verbunden und während des Lesens setzt sich langsam aus vielen zusammenhangslosen Stücken ein komplettes Bild von Mattias zusammen und es ist äußerst interessant wie unterschiedlich der Verstorbene wahrgenommen wurde. Über seinen Tod erfährt man erst recht spät Näheres. Der Schreibstil des Autors ist sehr ruhig, klar und angenehm zu lesen. Durch den kapitelweisen Wechsel der Perspektive der Charaktere ist das Buch äußerst abwechslungsreich. Die Personen sind so unterschiedlich, dass in jedem Kapitel eine andere Atmosphäre vorherrscht. Die Themen des Buches umfassen Trauer, Verlust, Schmerz und berichtet von Spuren, die jeder Mensch hinterlässt. Es wirft Fragen auf. Was passiert, wenn ein Mensch unerwartet stirbt ? Wie geht es nach seinem Tod für die Zurückgebliebenen weiter ? Mich hat das Buch bewegt, berührt und auch sehr nachdenklich gestimmt, so dass es mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird. Mein Fazit: Ein wirklich gelungener Roman, nach dem ich mit Sicherheit nach weiteren Büchern des Autors Ausschau halten werde.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein Buch von der Trauer. Aber nicht traurig. - von fuechslein - 26.02.2020 zu Peter Zantingh „Nach Mattias“
"Nach Mattias", das klingt zunächst harmlos. Doch es bedeutet, Mattias lebt nicht mehr. Das Buch des niederländischen Autors Peter Zanthing erzählt über diese Zeit "Nach Mattias" aus der Sicht unterschiedlicher Personen. Da ist Amber, Mattias` Lebensgefährtin. Sie trauert still und am liebsten allein. Wird sie doch in allem, was sie umgibt, an Mattias erinnert. Es tat weh, ihre Gedanken zu lesen, gerade weil sie von so alltäglichen Dingen handelten, wie Mattias` Fahrrad. Und weil die ungesagten Worte nun nie mehr ausgesprochen würden. Weitere Personen haben Mattias sehr gut gekannt, so wie Quentin, sein bester Freund, oder Kristianne, Mattias` Großmutter. Andere, wie der blinde Chris, kannten ihn gar nicht. Oder nur virtuell, wie Issam. Und doch hat Mattias ihr Leben beeinflusst. Die kleinen Geschichten, die alle irgendwie miteinander verwoben sind, lesen sich ganz unaufgeregt. Diese Aneinanderreihung von Alltäglichkeiten macht sie so liebenswert. Es ist wie ein Blick in die großen, unverhangenen und hell erleuchteten Fenster, die so typisch sind für die Niederlande. Wir dürfen einen Teil des Lebens der Menschen beobachten, stumm und selbst ungesehen. In den Kleinigkeiten, die wir erblicken, steckt soviel Liebe und gleichzeitig Trauer. Weil zwischen den Zeilen immer wieder hindurchscheint, dass Mattias kein Teil dieses Lebens mehr ist. Das gibt dem Unbedeutenden plötzlich Bedeutung. Etwa, wenn ich als Leser feststelle, dass Mattias` Playlist, die er beim Joggen hörte, mit demselben Titel beginnt, wie meine: "Fake Empire" von The National. Oder dass seine Großmutter Kristinna den Widerspruch auf ihre Ratschläge von vornherein verhindert mit "das haben sie im Radio so gesagt". Erst im Laufe der verschiedenen Geschichten erfahren wir, wie Mattias gestorben ist. Die Frage nach dem Warum bleibt offen. Viel wichtiger ist, dass ich am Ende fast glaubte, ihn selbst gekannt zu haben. Einen sensiblen, begeisterungsfähigen, liebevollen Menschen. "Nach Mattias" erzählt von trauernden Menschen. Doch es ist keinesfalls ein trauriges Buch. Sondern ein Mut machendes. Das Cover spiegelt die Grundaussage des Buches sehr schön wider. Da sitzt eine Frau im Bikini am Meer. Ganz allein. Und doch spürt man das Leben. Die Sonne auf ihrer Haut, das Spiel der Wellen. Endlichkeit und Unendlichkeit. Fazit: Eine liebevolle Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist im Leben. 5*****
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