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Letzter Jodler

Ein Altaussee-Krimi.
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Produktdetails

Titel: Letzter Jodler
Autor/en: Herbert Dutzler

ISBN: 3709979153
EAN: 9783709979150
Ein Altaussee-Krimi.
Haymon Verlag

10. März 2020 - kartoniert - 398 Seiten

ES HAT SICH AUSGEJODELT: EIN TOTER SÄNGER IM AUSSEERLAND

Ein toter Musikant und das Lied vom Tod
Eigentlich könnte alles so schön sein. Es ist Pfeifertag auf der Weißenbachalm in Bad Aussee - mit Gulaschkanone, Bier und echter Volksmusik. Doch beim Gasperlmaier will so gar keine ausgelassene Stimmung aufkommen. Erstens befindet sich seine Liebste weit, weit weg von ihm auf Weltreise, zweitens stört eine "moderne" Musikgruppe mit Verstärkern und Verzerrern das urige Treiben: Die Kainischer Hasenjäger sorgen für Unmut unter den Besuchern. Als der Gasperlmaier sich zum Gehen wendet, hört er hinter sich einen Schrei - und einer der Hasenjäger liegt tot im Moos.
Echte Schlagerstars trifft der Altausseer Inspektor während seinen Ermittlungen - und bekommt nicht nur davon weiche Knie. Wo man auf der Bühne strahlend lächelt und zufrieden schunkelt, lauern hinter den Kulissen leidenschaftliche Affären, verletzte Gefühle, angeknackste Künstleregos und schiere Gier. Eine gefährliche Mischung ...

Ermittler der Herzen mit Herzschmerzen
Mit der liebenswürdigen Tollpatschigkeit, die seine Fans so schätzen, und in seinem ganz eigenen Tempo lässt sich Franz Gasperlmaier von seinem Instinkt leiten. Bisher hielt ihm dabei immer seine geliebte Frau, die Christine, den Rücken frei. Nun, da sie ein Sabbatical genommen hat und die Welt erkundet, fühlt sich der Gasperlmaier arg verloren, da helfen auch die beiden Katzen Schnurli und Murli nicht, die ihm Gesellschaft leisten. Dass seine Freunde ihm samt und sonders raten, etwas selbständiger zu werden, und die Frau Doktor Kohlross ihn als Babysitter einteilt, macht es auch nicht besser. Fast gut, dass es den Franz in die Welt der Popstars und Schlagersternchen verschlägt - für Ablenkung ist hier jedenfalls gesorgt!

Spannende Unterhaltung aus dem Ausseer Land
Authentisch, ländlich, gut: Der Gasperlmaier kennt seine Heimat wie seine Westentasche - und ebenso gut kennt sie Herbert Dutzler. Land und Leute, Berge und Täler, Orte und Straßen, natürlich aber auch die Kulinarik des Salzkammergutes: All das beschreibt er mit einem ordentlichen Augenzwinkern und liebevollem Humor.
Herbert Dutzler hat rund um den tollpatschigen Altausseer Polizisten Franz Gasperlmaier eine der beliebtesten Krimiserien in Buchform geschaffen. Bisher sind bei HAYMONtb sieben Fälle des urwüchsigen Ermittlers erschienen, zuletzt "Letzter Stollen" (2019). Mit den beiden Kriminalromanen "Die Einsamkeit des Bösen" (2016) und "Am Ende bist du still" (2018) zeigte er, dass es in seinen Krimis nicht nur gemütlich zugeht. Mit "Letzter Jodler" schickt Dutzler aber einmal mehr Franz Gasperlmaier, den Ermittler der Herzen, auf die Krimibühne - diesmal in die Niederungen der Schlagerszene ...
"Nach ,Letzter Stollen' bleibt sich Herbert Dutzler auch im neuen Fall treu: Eher bedächtig, um nicht zu sagen behäbig, leicht ironisch und hintersinnig bietet er bewährte Unterhaltung und reichlich Lokalkolorit." ekz-Informationsdienst, Brunhilde Wichert-Haslett "Erneut hat der Autor aus Schwanenstadt mit seinem Krimi einen Volltreffer gelandet." OÖNachrichten, Herbert Schorn "Das Besondere an den Dutzler-Krimis sind die urigen Figuren. Man fühlt geradezu, wie sich die Jeans beim Lesen automatisch in ein Dirndl verwandelt." Blog "nichtnocheinkrimi", Anke Licht
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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Hat mich gut unterhalten - von Bellis-Perennis - 19.03.2020 zu Herbert Dutzler „Letzter Jodler“
In seinem achten Fall hat Postenkommandant Franz Gasperlmaier einiges einzustecken: Da ist zum einen das Sabbatical seiner Ehefrau Christine, die sich ob Franzens Flugangst alleine auf eine Weltreise begibt, der Kampf mit der Waschmaschine und dem ewig leeren Kühlschrank und zum anderen die Mühe mit einem verzwickten Kriminalfall im Umfeld der volkstümlichen Musik. Dabei hat dieser 15. August so schön begonnen. Franz und sein ehemaliger Chef, der Kahlß-Friedrich wollen den sogenannten Pfeifer-Tag, eine traditionelle Volksmusikveranstaltung auf der Weißbachalm genießen. Doch dieses Jahr musizieren nicht nur die üblichen Seitlpfeifer, die unplugged ihre alten Volksweisen zum Besten geben, sondern auch elektrisch verstärkte Pseudo-Volx-Musikanten, die man aller Orten aus den Radios plärren hört und die mit vollbusigen und leicht geschürzten Frontsängerinnen Zuschauer gewinnen wollen. "Ödenseer" gegen "Kainische Hasenjäger" heißt das Match. Nach dem wir uns hier im rauen Bergland befinden, werden Meinungsverschiedenheiten eher mit Fäusten, denn mit Worten ausgetragen. Gasperlmaier kann eine Eskalation gerade noch verhindern und kurze Zeit scheint es doch ein musikalischer Feiertag zu werden. Doch mit der Feiertagsruhe ist es schnell vorbei, als man hinter einer Fichte die Leiche des Leadsängers der Hasenjäger findet. Motive den Pönitzer umzubringen gibt es viele, Verdächtige auch. Also kein leichtes Unterfangen für den verlassenen Gasperlmaier, der nicht einmal ein sauberes Hemd in seinem Schrank findet. Doch gemeinsam mit Frau Doktor Kohlross aus Liezen klappert der Franz die Verdächtigen ab. Als dann das zweite männliche Mitglied der Hasenjäger tot aufgefunden wird, wird die Motivlage ein wenig klarer ... Meine Meinung: Herbert Dutzler meint es diesmal mit seinem Gaspermaier nicht allzu gut. Nicht nur, dass er ohne seine Christine ziemlich hilflos ist, wird er zum Objekt der Begierde der ebenfalls einsamen Nachbarin. Die bringt ihm einen Topf Gulasch und nach mehreren Schnapserln passiert das, was man im Allgemeinen "a b`soffene G'schicht" nennt. (Nein, es wird nicht der Polizeiposten an eine Oligarchennichte verhökert!) Der Franz muss sich nicht nur mit seinem schlechten Gewissen herumplagen sondern erhält wenig später noch einen rabiaten Ellenbogen ins Auge, als er wieder einen Raufhandel beendet und lädiert letzten Endes noch sein Knie. Der Disput zwischen Volksmusik, volkstümlicher und volksdümmlicher Musik wird auch im echten Leben mit harten Bandagen geführt. Tote hat es allerdings bislang noch keine gegeben. So gesehen ist dieser Krimi ein humorvolles Abbild der Wirklichkeit: Der Kampf wischen Tradition und Moderne. Postenkommandant Gasperlmaier ist nicht unbedingt der "große Macher". Er hat es lieber, wenn ihm jemand sagt, wo es lang geht. Diese Mentalität legt er sowohl im Beruf- als auch im Privatleben an den Tag. Entweder gibt die Frau Doktor den Ton an oder seine Christine. Diesmal, und das merkt er sogar, scheint ihm auch die junge Kollegin Manuela Reitmair Befehle zu geben. Bei soviel Frauenpower sieht er leider ganz schlecht aus, der Franz. Dennoch ist er liebenswürdig und kann fast niemandem etwas abschlagen, auch nicht der einsamen Maresi. Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi, der die Musikbranche gehörig aufs Korn nimmt. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und gebe diesem 8. Gasperlmaier-Krimi gerne 5 Sterne.
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