Ann-Kristin Haude spürt hier der Komplexität des Wasserraums nach, indem sie 14 Prosatexte aus der deutschsprachigen Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Zielsetzung untersucht, die literarische Architektur der Relationierung zwischen Wasserräumen und Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen zu konkretisieren. Die Analysen dokumentieren, dass sich der erkenntnistheoretische Wandel vom Idealismus zum Positivismus an Wasserräumen zeigt. Zugleich konturiert die Arbeit den Wasserraum als einen Chronotopos und liefert einen Beitrag zur im Medium der Literatur konstruierten Kultur- und Motivgeschichte des Wassers.
Inhaltsverzeichnis
Der Inhalt
Der See-Raum: Erkenntnisgrenzen und Bedrohungen für
physis
und
psyche. -
Der Bach- und Flussraum: Vorübergehendes, Sich-Entwickelndes und Sich-Übertragendes. - Der Meer-Raum: Destruktion, Aufklärung und Reorganisation. - Exzeptionelle Wasserformationen: Aquatische Räume als Bindeglieder und Hindernisse.