Airwitch ist ein Spin-off der Moonwitch-Trilogie und kann unabhängig von der Reihe gelesen werden.
Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht, denn ihr Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig und hat mich schnell mitgerissen.
Der Klappentext und die Grundidee haben mir gleich gut gefallen und ich war gespannt darauf, June dabei zu begleiten, ihr Hexengen zu entdecken und ihre Fähigkeiten zu entwickeln.
Doch leider stand während der meisten Zeit die Dreieckbeziehung zwischen June und den Zwillingen Sky und Sam für mich etwas zu sehr im Fokus und ich hatte das Gefühl, eher eine Hightschool-Romance statt einer Fantasy-Story zu lesen.
Ich verstehe ja, dass 17-jährige SchülerInnen in einer Phase sind, in der sie vieles ausprobieren und sich ihrer Gefühle noch nicht sicher sind, aber hier ging mir persönlich das hin und her doch etwas zu weit. Irgendwie knutschte June ständig mit einem der beiden Jungs, die ebenfalls Hexer sind, herum.
Auch wenn es im letzten Drittel etwas besser wurde und die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnahm, habe ich andere Erwartungen an die Story gehabt.
Für mich ist Airwitch deshalb eher ein Jugendbuch, als ein Fantsybuch.
June ist ein typisches 17-jähriges Mädchen und eine starke Protagonistin. Sie ist alles andere als schüchtern und nimmt, ohne groß zu zweifeln hin, dass sie eine Hexe ist.
Sehr schnell bringt June sich bei mit ihren Fähigkeiten umzugehen und sie einzusetzen. Sie braucht keine große Hilfe und auch keine Unterstützung, obwohl sie nur ein paar Infos aus den Unterlagen ihrer Großmutter hat.
Die Zwillinge sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Sky es genießt, im Mittelpunkt zu stehen und dass die Mädchen ihm hinterherlaufen, ist Sam der ruhige Gegenpart.
Die Autorin hat sehr facettenreiche Charaktere gestaltet. Sie fügen sich gut in die Geschichte ein, auch wenn die eine oder andere Figur meiner Meinung nach etwas zu kurz kam und etwas mehr Tiefe schön gewesen wäre.
Der Spannungsbogen stieg im Laufe der Geschichte immer mehr an und besonders zum Ende hin, wurde es die Story, die ich mir die ganze Zeit über erhofft hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass sich der Plot nun mehr auf den Fantasy-Part konzentrierte und die Dreierbeziehung zwischen June, Sky und Sam endlich geklärt war.
Fazit:
Airwitch . Zwischen Himmel und Erde ist ein schönes Jugendbuch mit Fantasyanteil