Das ist das schlechteste Buch, das ich seit Jahren gelesen habe. Ja stimmt, ich habe es selbst ausgesucht, der Klappentext hörte sich interessant an. Das Problem ist: Wolfgang Mueller, der auch unter Pseudonym Oscar Heym veröffentlicht, kann nicht schreiben. Der anfänglich recht gute Plot verliert sich in einer haarsträubenden Geschichte um einen Finanzbeamten und eine Journalistin, die im Umland Berlins nach "bauhausähnlichen" Häusern suchen, sowie einen Schönheitschirurgen und seine eitle Frau, die in einem solchen Haus wohnen. Es entwickelt sich eine unglaubwürdige Geschichte mit kriminellen Vorkommnissen jeder Art, z.B. Steuerhinterziehung, Attentat, verpfuschte Gesichtsoperationen uswuswusw. Hört sich gut an? Nein, hier ist das so spannend wie Käsestulle. Allerdings reizt die Blödsinnigkeit der Story durchaus zum Lachen, wenn das bei diesem Ärgernis auch nur mühsam möglich ist. Spannung kann sich nicht aufbauen, denn Mueller zeichnet seine Figuren sehr platt, ihre Entwicklung ins böse Tun lässt sich nicht nachvollziehen. Stilistisch finden sich sehr viele Dialoge, eine ausreichend verfeinerte Vorgehensweise mit beschreibenden Absätzen gibt es zu selten und dann zu dünn. Sprachlich ist der Autor so schwach, ach so schwach, dass es mir geradezu wehtut. Dieses grauenhafte Werk könnte aus einem Schulschreibkurs der achten Klasse kommen, da heißt es üben-üben-üben.