"Die unverzichtbare Reihe Text+Kritik ist ja eher auf die Gegenwart spezialisiert und das ist gut so. Manchmal holt sie aber auch Autoren und Autorinnen der Literaturgeschichte zurück ins Rampenlicht ( ). Wenn sich die Kritik aber (größtenteils) darauf beschränkt, dass man gerne mehr gelesen hätte, kann man ganz offensichtlich von einem gelungenen Band sprechen."
Veronika Schuchter, Literaturkritik. de, 8. 4. 2021
"Sehr viel germanistischer geht es in Text+Kritik zu. Die 228. Ausgabe ist Gabriele Tergit gewidmet, der Berliner Gerichtsreporterin und Romanautorin, die kurz nach ihrem großen Erfolg 'Käsebier erobert den Kurfürstendamm' Deutschland schon 1933 mit ihrem Mann verlassen musste und nach enttäuschenden Jahren im Mandatsgebiet Palästina 1938 nach London übersiedelte, wo sie 1982 mit 88 Jahren starb. Ihr Roman 'Effingers', 1951 fast unbeachtet geblieben, wurde 2019 bei Schöffling ein Erfolg."
Andreas Heckmann, Am Erker, 80/2021
"Ihre Geschichte im Exil, in Palästina und London, wo sie als Autorin nicht mehr Fuß fassen konnte, wird thematisiert in dem Band 228 der Zeitschrift Text+Kritik, der sich auch mit ihrem gespannten Verhältnis zu Palästina befasst."
Katrin Bettina Müller, die taz, 22. 3. 2021
"Die Zeitschrift Text+Kritik gibt mit ihrer aktuellen Ausgabe über Gabriele Tergit einen Ausblick auf die zweite Hälfte ihres Lebens, auf eine weniger emanzipierte, überfliegerisch, ironische Autorin. Und wie Tergit ihrer Wiederentdeckung ihren rechtmäßigen Platz zwischen Kurt Tucholsky, Irmgard Keun, Erich Kästner und Vicki Baum einnimmt, gehört dieser Tei1 ihres Werks unbedingt zur Exilgeschichte der deutschen Literatur: ihre Auseinandersetzung mit dem Zionismus in den Dreißigerjahren und der 'Exilsituation in England', die zur Gründung eines Ausland PEN-Clubs deutschsprachiger Autoren im Ausland führte."
Marie Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 30. 12. 2020
"Gabriele Tergit hatte keine leichte Laufstrecke zu meistern. Sie lief mit den besten zusammen, bis sie nicht mehr mitlaufen durfte und neue Wege laufen musste. Sie kämpfte Jahrzehnte lang gegen das Vergessen werden, um erst im hohen Alter wiederentdeckt zu werden. Ich hoffe, rückblickend empfand sie die verlorenen Pfade und die Leerlauf-Kilometer als aufgeholt. Verzagt hat Gabriele Tergit nie. Das ist das Ausschlaggebende.
Als Ausgangspunkt meines Beitrags diente das im Oktober 2020 erschienene Heft 228 der Zeitschrift für Literatur TEXT+KRITIK."
Lisa-Katharina Förster, blog. muenchner-stadtbibliothek. de, 14. 12. 2020
" macht richtig Lust auf das Werk G. Tergits."
Marianne Possmann, EKZ-Bibliotheksservice, 7. 12. 2020
"'Auf dem Korridor traf ich zwei alte Kollegen. Waren sie die ganzen fünfzehn Jahre hier von Verhandlungszimmer zu Verhandlungszimmer gegangen und hatten über den Mord an Lieschen Schmidt berichtet, während Tausende unter den Häusern lagen?' Derartige Fragen habe Tergit öffentlich stellen wollen, schreibt Kotowski in Text+ Kritik, und auch aus diesem Grund habe Gabriele Tergit für den Tagesspiegel schreiben wollen."
Markus Hesselmann, Der Tagesspiegel, 27. 9. 2020