Der deutsche Kriminalkommissar Jens Schneider durchlebt die Midlife-Crisis und überdenkt im Urlaub an der Côte dAzur sein Leben. Als die Leichen zweier junger Frauen gefunden werden, ermittelt Schneider. Angekündigt wird das Buch als Krimi, der zugleich Liebes- und Reiseroman ist. Das Cover des Buches ist einladend, die Hoffnungen des Lesers werden aber leider nicht erfüllt.
Im Rahmen einer Leserunde kam heraus, dass der Autor das Buch als Krimi-Parodie angelegt hatte. Dazu fehlt es dem Text aber eindeutig an Komik. Als Ich-Erzähler verwendet der Protagonist eine nüchterne Sprache. Begebenheiten werden meist bloß wie in einer Aufzählung aneinandergereiht, Nichtigkeiten werden wiedergekäut, Wichtiges wird einfach weggelassen, Namen werden vertauscht, Ungereimtheiten bis zum Ende nicht aufgelöst. Auch die angekündigte Änderung im Wesen Schneiders passiert nicht.
Unnötigerweise sind auch noch Tagebucheinträge des Kommissars eingebaut, die wiederum nur die einseitige Sicht des Protagonisten zulassen. Spannung kommt hier leider keine auf. Zusätzlich stören Tippfehler, falsche Übersetzungen ins Französische und grammatikalische Ungereimtheiten.
Die recht guten Beurteilungen anderer Leser kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich bin froh, mir das E-Book gekauft zu haben. So wurde für mein Exemplar kein Papier verschwendet und ich kann es nicht verschenken. Denn Feinde habe ich keine, und aus dem Bekanntenkreis fällt mit absolut keiner ein, dem ich dieses Buch zumuten möchte.