»Das ist Fiktion, Vermutung, große Literatur Sem-Sandberg dokumentiert aber den Fall ebenso mit objektiven Sachverhalten, Belegen, Zitaten wie ein Chronist. [ ] Es ist die Geschichte eines einsamen Häftlings, der seine Tat zu verstehen versucht und der sein Leben erinnert. Sem-Sandberg erzählt in Rückblicken fesselnd, drastisch. «Jürgen Kanold, Südwest Presse, 28. Mai 2021 Jürgen Kanold, Südwest Presse
»Sem-Sandbergs Roman ist so etwas wie ein Wechselgespräch zwischen "Wahnsinn" und juristisch-medizinisch-polizeilicher "Rationalität" am Anfang des 19. Jahrhunderts, zwischen "Inquisiten" und Inquisition. «Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung, 03. 06. 2021 Christoph Bartmann, Süddeutsche Zeitung
»Gelungen ist ihm [ ] ein dichtes Psychogramm eines lebenslangen Außenseiters. «Christoph Feil, Heilbronner Stimme, 18. Dezember 2021 Christoph Feil, Heilbronner Stimme
»Die Geworfenheit dieses Menschen in ein von ihm in vielerlei Hinsicht nicht beeinflussbares Leben, sein Ausgeliefertsein an die eigene sowie die Natur seiner Umwelt, ebenso an die gesellschaftlichen Verhältnisse um ihn herum, werden in diesen Roman ebenso exemplarisch deutlich wie in Büchners Bühnenwerk. Ein größeres Lob kann man diesem Buch und seinem Autor nicht machen. «Andreas Müller, Darmstädter Echo, 27. August 2021 Andreas Müller, Das Darmstädter Echo
»Der schwedische Autor nähert sich der Psyche des Mörders bis ins letzte Detail ohne jedoch die Tat Woyzecks auf irgendeine Weise zu entschuldigen. «Freie Presse, 07. August 2021 Freie Presse
»Nicht nur ein einfühlsames Charakterporträt Johann Christian Woyzecks, sondern auch ein opulentes Epochenpanorama der napoleonischen Ära malt ein Panorama, das den Blick von unten kultiviert. «Günter Kaindlstorfer, BR Diwan, 08. Juli 2021 Günter Kaindlstorfer, BR Diwan
»Ein eindrucksvolles Porträt des Mannes, in dem sich das Vexierspiel von Wahnsinn und Schuld, von innerer Zerrissenheit und Liebe offenbart. «Sarah Woipich, Passauer Neue Presse, 01. Juli 2021 Sarah Woipich, Passauer Neue Presse
»W. bildet einen Gegenentwurf zu Büchners "geschundenem Text" (so Heiner Müller) und ist zugleich wie dieses ein Dokument der Menschlichkeit. Der Held Woyzeck erscheint darin als der unbedeutendste Mensch. Sein Wahn fällt mit dem Wahn der Welt zusammen [ ]. «Beat Mazenauer, Literaturkritik. de, 28. 06. 2021 Beat Mazenauer, Literaturkritik. de
»Ein schreckliches Buch, dieses Buch über W. Ein wunderbarer, von Gisela Kosubek in kongeniales Deutsch übersetzter Roman. Er lässt einen lange nicht los. «Gabriele Weingartner, Rheinpfalz, 26. 06. 2021 Gabriele Weingartner, Die Rheinpfalz
»Sem-Sandberg sucht nicht nach den wahren Gründen für Woyzecks Eifersuchtsmord. Er schildert bewegend den vom Krieg versehrten Bodensatz einer militarisierten Klassengesellschaft, von Lebenskämpfen, Not und sexualisierter Gewalt. «René Zipperlen, Badische Zeitung, 22. 06. 2021 René Zipperlen, Badische Zeitung
»Sem-Sandberg erzählt opulent und verspielt, umkreist mit unterschiedlichsten Textformen das letztlich Unergründliche des Menschen und hat damit einen großen Roman geschaffen. «Angela Delonge, Aachener Zeitung , 14. 06. 2021 Angela Delonge, Aachener Zeitung
»Wenn Schuld anderer unfreiwillig und zum eigenen Schaden auf sich genommen wurde, dann muss sie um des eigenen Seelenfriedens willen vergeben werden, den anderen und auch sich selbst: das zählt zu den schwersten Lebensaufgaben, die einem Menschen aufgebürdet sein können. Dieses Geheimnis erschließt sich Woyzeck, so unbedarft er allen auch erscheint, auf einem Weg des ungeheuren Leidens, das vermittelt Steve Sem-Sandberg mit erzählerischer Brillanz. Ein großartiges Buch. «Gudrun Braunsperger, ORF, 06. 06. 2021 Gudrun Braunsperger, ORF
»Es sind eindrucksvolle Szenarien und Wesen, die das Phantasma dieses Romans aus dem toten Winkel der Geschichtsschreibung hervorsteigen lässt. [ ] Wo die Welt wahnsinnig geworden ist, erscheint der Wahnsinn des Einzelnen in einem anderen Licht. «Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 02. Juni 2021 Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung
»Sem-Sandberg erzählt, ohne sich in bloßer Empathie für Woyzeck zu ergehen, von einem armen, einsamen Individuum, das früh die "Schmach des stets Übervorteilten" kennenlernt, und er weiß genau, dass auch ein solches Leben nicht nach eindeutigen Kausalitäten abläuft. [ ] Hofrat Clarus kann, allein schon aus Berufsgründen, mit derartiger Komplexität wenig anfangen. Er will "klaren Bescheid" [ ] eine Eindeutigkeit, mit der gelungene Romane in der Regel nichts anzufangen wissen. Steve Sem-Sandberg hat einen solchen geschrieben und das letztlich Unergründliche des Menschen umkreist. Mit einer Offenheit, die bemerkenswert ist. «Rainer Moritz, Deutschlandfunk, 26. Mai 2021 Rainer Moritz, Deutschlandfunk