4/5 Sterne
The Evil of Salwood
von Ann-Kristin Gelder
Thienemann-Esslinger Verlag
Ein abgelegenes Dorf, ein Bannkreis aus Salz, Geister, die auf verlorene Seelen lauern: Dieser packende Mysterythriller mit mitreißender Liebesgeschichte garantiert Lesegenuss pur!
Verlasse niemals den Salzkreis, wenn du überleben willst!
Nur widerwillig lässt sich Faye zu einer Mutprobe überreden und betritt mit einer Gruppe anderer Jugendlicher den Wald außerhalb des Salzkreises. Dort im Nebelschleier lauern rachsüchtige Geister auf ihre nächsten Opfer. Was als harmloser Spaß beginnt, bringt schließlich ganz Salwood in Gefahr. Gemeinsam mit Ezra setzt Faye ihr Leben aufs Spiel, um das Dorf zu retten.
Ich bedanke mich bei Netgalley und dem Thienemann-Esslinger Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar des Buches. Ich gebe hier meine unabhängige und unbezahlte Meinung zu dem Buch ab.
Ich lese Bücher dieses Genres wirklich sehr gern, nur eben nicht immer, es muss zu meiner Stimmung passen. Denn es gibt Zeiten, da verschlinge ich solche Bücher reihenweise und habe gar kein Interesse an anderen Genres und dann gibt es wieder Zeiten, in denen ich mir eine Pause davon gönne, weil es mich einfach nicht reizt.
Im Augenblick bin ich wohl wieder in einer solchen Umbruchphase, so dass ich an diesem Buch irgendwie nicht vorbei kam und es unbedingt lesen wollte. Ich muss zugeben, der erste Grund war auf jeden Fall dieses phärische Cover. Es stach heraus, sprach mich an und sagte ganz einfach lies mich. Ein Salzkreis wuah das sagte schon so einiges.
Da ich bisher noch keine Werke der Autorin gelesen hatte, ließ ich mich einfach überraschen was mich erwarten würde und ging auch nicht mit zu großen Erwartungen an das Buch heran.
Die Geschichte wird im großen Teilen nur aus der POV von Fae berichtet, doch irgendwann baut die Autorin auch die POV von Ezra mit ein und das gefiel mir sehr gut, denn ich bin ein Verfechter von mehreren POVs in Romanen.
Gleich zu Beginn des Buches wird der Leser von einer Landkarte von Salwood begrüßt und ja ich liebe dies, kann man doch immer mal wieder beim Lesen zurückblättern und neugierig nachschauen wo bin ich gerade eigentlich und wo will oder muss ich hin.
Da man nicht wirklich erfährt zu welcher Zeit die Story handelt aber durch das Lesen des Romans so eine mittelalterliche Grundstimmung entsteht, würde ich meinen dass man gut und gerne diese Epoche annehmen kann.
Die Aufmachung des Ortes erinnerte mich leicht an den Film The Village denn auch dort geht es um gruselige Vorkommnisse in einem weit abgelegenen Dorf mitten in einem tiefen Wald. Keiner darf es verlassen und eigentlich auch keiner rein. Auch in diesem Film hatte des Gruselfaktor einiges zur Grundstimmung beigetragen. Ich erinnere mich nur zu gut an meine Gänsehaut und auch hier bei diesem Buch beschlich mich schon recht bald das gleiche bekannte Gefühl.
Hier haben wir zudem noch diesen besagten Salzkreis rund um das Dorf gezogen.
Ob ich allerdings dieses Buch noch im Jugendbuch Sektor ansiedeln würde, wage ich zu bezweifeln. Denn die detailreichen und wirklich bildgewaltigen Beschreibungen muten für mich auf Jugendliche vielleicht ein wenig zu intensiv an. Diese Geschichte ist nicht nur gruselig, mit einem Touch Horror sondern eben auch gewalttätig und blutig. Klar haben wir auch noch die Lovestory enthalten, aber Jugendliteratur ist das wohl nicht mehr. Wenn dann ab 16 Jahren würde ich denken.
Die gesamte Atmosphäre der Geschichte durch die Beschreibungen des Nebels rund um das Dorf, gepaart mit Gänsehautmomenten und auch dem leichten Horroranflug machten dieses Buch zu einem Leseereignis.
Auch die Charaktere der Geschichte wissen zu begeistern, den Leser schnell zu einer Verbindung zu ihnen zu bringen und wirkten durchaus authentisch und wie jemand den man persönlich kennen könnte.
Dieses Buch hat mich defintiv mit Spannung, Atmosphäre, einem gut durchdachten Plot und einer perfekten Szenerie überzeugen können und als Plus gab es eben auch noch diese wunderbaren Charaktere dazu.
Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen zu lesen.