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SCHWEIG!

Thriller.
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Titel: SCHWEIG!
Autor/en: Judith Merchant

EAN: 9783462302998
Format:  EPUB
Thriller.
Familiy Sharing: Ja
Kiepenheuer & Witsch GmbH

1. August 2021 - epub eBook - 352 Seiten

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Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten? Und was, um sie loszuwerden?

Am Tag vor Heiligabend fährt Esther in den Wald zum Haus ihrer Schwester, um ihr ein Geschenk und eine Flasche Wein zu bringen. Ein Schneesturm setzt ein. Das Geschenk wird nicht geöffnet. Der Wein schon. Dinge werden gesagt, die besser ungesagt blieben. Und Taten werden begangen, die nie mehr rückgängig gemacht werden können.

Eigentlich muss Esther ihr Weihnachtsfest mit Ehemann und Kindern in der Stadt vorbereiten: einkaufen, Tanne besorgen - es wäre genug zu tun. Doch ihre Schwester Sue, die seit ihrer Scheidung völlig allein in einem riesigen Haus tief im Wald lebt, geht ihr nicht aus dem Kopf. Und so setzt sie sich ins Auto und fährt los. Aber nur um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist und ob Sue zumindest ihre Tabletten nimmt. In die Stadt einladen kann sie sie nicht. Denn was, wenn sie wieder durchdreht - wie letztes Jahr? Am Haus im Wald angekommen, stellt Esther fest, dass Sue sie loswerden will. Was hat sie zu verbergen? Ein Schneesturm setzt ein. Zum ersten Mal seit ihrer Kindheit kommen die Schwestern ins Gespräch, und kein Stein bleibt auf dem anderen - bis eine der beiden zum Messer greift. Während der Schnee alles verdeckt und jedes Geräusch erstickt ...

Judith Merchant lässt in ihrem neuen psychologischen Spannungsroman zwei unzuverlässige Erzählerinnen gegeneinander antreten - in einem unheimlich intensiven Kammerspiel um eine toxische Beziehung, in der nichts so ist, wie es scheint.

Judith Merchant studierte Literaturwissenschaft und unterrichtet heute Creative Writing an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie zweimal mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Nach der Veröffentlichung ihrer Rheinkrimi-Serie (darunter »Nibelungenmord« und »Loreley singt nicht mehr«) zog Judith Merchant von der Idylle in die Großstadt. »ATME!« erschien 2019 bei Kiepenheuer & Witsch und wurde zum Bestseller.

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Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Fesselnd und mitreißend! - von Viktoria - 14.01.2022 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Der Thriller "Schweig" macht auf sich schon mit dem Buchcover aufmerksam. Es ist einfach gehalten, aber wirkt tiefgründig. Durch den Schreibstil reißt der Thriller einfach mit und man wird schnell zum Begleiter der beschriebenen Ereignisse. Es geht um zwei Schwestern, die ganz unterschiedliche Weltanschauung und Lebenswerte haben. Es ist Vorweihnachtszeit und eine Schwester will die Gelegenheit nutzen, um der anderen den Besuch abzustatten und ein Geschenk vorbeizubringen. Natürlich ahnt sie nicht, dass sie unerwünscht ist. Durch den unerwünschten Besuch scheinen die Konflikte zwischen den beiden Schwestern vorprogrammiert zu sein. Ob alles wieder In Ordnung kommen kann? Ganz gut hat mir die Erzählweise gefallen. Man erlebt dasselbe Geschehnis aus der Sicht der verschiedenen handelnden Personen: meistens von beiden Schwestern Esther und Sue, gelegentlich auch von Esthers Ehemann. Auch die traumatischen Ereignisse, die die Schwestern in der Kindheit erlebt haben, spielen im Thriller eine große Rolle. Sie helfen die Einstellungen der Schwestern und Ursachen für ihre Reaktionen zu verstehen. Die 346 Seiten lassen sich unglaublich schnell lesen. Es war auf jeden Fall interessant und packend!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zutiefst verstörend - von Gisel - 08.12.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Die zweifache Mutter Esther fährt am Tag vor Heiligabend zu ihrer Schwester, die allein in einem Haus im Wald wohnt. Eigentlich müsste Esther jetzt mit Mann und Kindern die Vorbereitungen für Weihnachten tätigen. Doch sie weiß, sie muss nachsehen, wie es Sue geht. Denn letztes Weihnachten kam es zu einer Katastrophe, und nun muss Esther sehen, dass Schnecke, wie sie ihre Schwester nennt, auch wirklich ihre Medikamente nimmt. Aber dann werden Worte gesagt, die nicht mehr zurückgenommen werden können. Und es geschehen Taten, die nicht zurückgedreht werden können. Eher harmlos beginnt dieser Thriller, und doch ahnt man schon ab der ersten Seite, dass viel mehr hinter dieser Geschichte steckt. Nach und nach rollt sich etwas auf, das völlig verstörend ist. Als Leser fragt man sich immer wieder: Welches ist hier die richtige Wahrheit? Gibt es diese überhaupt? Aus mehreren Perspektiven erzählt, werden immer wieder neue Aspekte geschildert, die alles Bisherige neu beleuchten. Die Verstrickung der Protagonisten untereinander ist derart toxisch, dass dies Beklemmungen auslöst. Die Auflösung hat mich überrascht, und doch ist nur dieser Schluss der einzig Richtige für diese Geschichte. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, so spannend ist es geschrieben. Dieses Familiendrama schickt beim Leser einen Schauer nach dem anderen über den Rücken. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Winterwunderland - von S.Kuehn - 07.12.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Schweig! von Judith Merchant ist ein Thriller, der jetzt wunderbar in die Weihnachtszeit paßt. Wir haben hier Esther und Sue, Schwestern, die ein sehr merkwürdiges Verhältnis zueinander haben. Und jetzt, einen Tag vor Heiligabend fährt Esther zu ihrer Schwester, die alleine in einem großen Haus um Wald wohnt. Weihnachten ist schlimmer als Wollen. Weihnachten ist, alles zu bekommen, was man nicht einmal gewollt hat, und nicht nur in materieller Hinsicht. Abwechselnd erleben wir jetzt die Worte und Gedanken der beiden, die sich selber, ihr Leben und die Beziehung zueinander, reflektieren. Das ist so spannend aufgebaut, wie sich die Geschichte immer weiter auf eine Katastrophe, die man irgendwie auch kommen sieht, langsam und zielstrebig reinsteigert. Im jeweiligen Abschnitt ist man immer versucht, der Erzählerin zu glauben und zu vertrauen, wobei diese Worte dann sehr schnell wieder als Lüge entlarvt werden. Es ist ein absolut genial aufgebautes Verwirrspiel am Rande zwischen Lügen und Wahrheit, zwischen dem Tun und dem Denken. Die Protagonistinnen waren gut gezeichnet, nicht sympathisch, aber überzeugend. Von dieser Autorin werde ich sicher noch weitere Bücher lesen, ich fand es toll.
Bewertungsstern, voll Schweig, Esther! Schweig! - von Lidia Duarte da Silva - 06.12.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Bewertung: Das Cover hat etwas unheimliches, der Titel dazu ergänzt das. Es ist insgesamt nichtssagend und verspricht eine unheimliche Atmosphäre. Der Klappentext ist aus Esthers Sicht über Sue geschrieben und sehr voreingenommen. Vor allem so, dass Esther als gesunde Frau existiert, tut sie aber nicht, und Sue als eine, die etwas verbergen will und negativ ist. Und so geht es auch weiter. Beide Schwestern bekommen eine Ich-Erzählung, diese wechselt sich ab. Beide sprechen voneinander schlecht, wobei Esther am unsympathischsten und verflogensten ist. Esther sagt, Schwestern seien ein undankbares Volk und meint damit Sue. Selber ist sie viel schlimmer als Sue. Sue verurteilt Esther nicht, Esther aber Sue bei allem, was sie tut und nicht tut. Das regt mich so auf, ich konnte es echt nicht mehr hören. Die Sprecherin hat dieses noch sehr unangenehm verschärft mit ihrer Sprechweise. Es war unerträglich. Zudem spricht sie aus Sues Sicht Esther viel zu hoch und panisch und hochnäsig. Auch ihr Mann hat durch Esthers verzerrter Erzählung ein völlig verzerrtes Bild von Sue und man denkt am Anfang wirklich, Esther hat eine schreckliche Schwester und Sue ist das arme Opfer und tut so viel und müht sich ab. Pah, völlig falsches Bild! Natürlich kommt es vor, dass zwei Personen jeweils völlig anders voneinander denken, als jede von sich selbst. Aber hier ist das wirklich über den normalen Bogen hinausgespannt. Vor allem Esther braucht dringend eine Therapie. Sie ist wirklich nicht ganz seelisch gesund, obwohl sie das STÄNDIG von Sue behauptet. Diese kommt mir aber viel gesünder vor als Esther. Esther lebt wirklich in ihrer eigenen Blase und leidet meiner Erfahrung nach total unter Realitätsverzerrung! Unglaublich, aber ich kenne solche Menschen, einige in meiner Familie. Da fasst du dich innerlich und fragst dich, wo dieser jemand eigentlich lebt und von welcher Sache und/oder Person er da spricht?! Solche Menschen merken das selber nicht und glauben alles, was sie denken und fühlen und lassen sich auch nicht auf Gespräche ein, geschwiege denn, die Bereitschaft, ein Bild zu korrigieren, dass sie erstellt haben. Ganz schwierig, solche Genossen. Hier wäre es mehr als angebracht, dass Esther mal schweigt. was der Titel meint, weiß ich nicht, ich war so mit den Nerven am Ende, dass ich nur 1:06 Stunden durchgehalten habe. Das ist auch eines der wenigen Werke, bei dem es egal ist, ob als Hörbuch oder Print - die Geschichte ist einfach unerträglich bzw. die Charaktere. Das Buch hätte ich auch abgebrochen. Die zweite Sprecherin und der Sprecher sind besser und weniger nervenaufreibend. Fazit: Ich will mich damit nicht weiter auseinandersetzen, habe ich privat genug mit solchen Leuten zu tun. Auch die Rezensionen mag ich nicht lesen, es reicht mir schon so. Ich kann nicht schreiben, ob das ein Thriller oder ein Dramaroman ist.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Wem kann man trauen? - von leseratte1310 - 05.12.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Am Tag vor Weihnachten taucht Esther bei ihrer Schwester Sue im Wald auf, um ihr ein Geschenk und eine Flasche Wein zu bringen. Eigentlich sollte Esther das Fest für ihre Familie vorbereiten, doch ein Schneesturm sorgt dafür, dass sie nicht zurückkann. Die Schwestern trinken den Wein und sprechen Dinge aus, die besser ungesagt geblieben wären. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Erzählt wird diese Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und geht auch immer wieder in die Vergangenheit zurück. Man kann sich nicht sicher sein, ob alles so ist, wie es scheint. Doch für mich hat sich die Lösung recht früh gezeigt. Dennoch bleibt es spannend. Die Personen sind gut dargestellt. Sie schleppen Verletzungen der Vergangenheit mit sich herum, die nach Oben drängen. Sue lebt für sich und ist kontaktscheu. Sie benötigt Tabletten, um nicht durchzudrehen. Esther will sehen, ob Sue sie wirklich einnimmt, damit die Situation nicht wieder eskaliert. Sue möchte ihre Ruhe und will Esther möglichst loswerden. Aber Esther versucht wie immer, Sue zu bevormunden. Doch das Wetter spielt nicht mit. Vieles kommt in diesem einsamen Haus zur Sprache und Geheimnisse der Vergangenheit drängen ans Licht. Doch was ist die Wahrheit? Aber auch Esthers Mann Martin spielt eine Rolle in dieser problematischen Schwesterbeziehung. Mir war keiner der Protagonisten sympathisch. Es ist ein beklemmendes und sehr spannendes Familiendrama.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Pagetruner - von SKANDINAVISCHELESERIN - 17.11.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Meinung : Dies ist mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letzter Thriller von Judith Merchant. Denn obwohl ich normalerweise kein großer Fan von deutschen Thrillern bin, muss ich sagen, dass mich dieser Thriller wirklich von der ersten Seite an gepackt hat und bis zur letzten Seite eine Spannung an den Tag legte, die wirklich on point war. Dies lag zum einen an dem sehr flüssigen super einfachen, aber gerade auch deshalb so schnell lesbaren und spannenden Schreibstil, der alles hat, was es für einen Pageturner des Genres braucht. Zwar sind die Charaktere und der Schreibstil natürlich nicht über literarisch oder hochwertig, doch schafft das Buch eben genau das, was es soll, unterhalten und das auf beste und spannendste Art und Weise. Mein Fazit : Ein spannender Thriller, der sich sehr schnell, verschlingen lässt und der mir ausgesprochen gut gefallen hat.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Zwei Schwestern - welche ist die Verrückte? - von Leseratte - 11.10.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Das Buch Schweig von Judith Merchant ist am 9. September 2021 auf 352 Seiten im Kiwi-Paperback- Verlag erschienen. Als Esther zu Weihnachten - entgegen dem Rat ihres Mannes - ihrer scheinbar kranken und Tabletten nehmenden Schwester Geschenke vorbeibringen möchte, endet dieser kurze Besuch in einem Drama. Aufgrund eines Schneesturms kommt sie nicht mehr weg. Beide Schwestern tragen Probleme aus der Kindheit mit sich, unter anderem Hass, Mitleid und Neid auf die andere. Alles kommt an dem Abend auf dem Tisch, man hat ja nun Zeit zum Reden. Es wird auch über Martin gesprochen, Esthers Mann, zwischen dem und Sue es letztes Weihnachten einen Kuss gab. Wusste man am Anfang als Leser noch, dass Sue die Verrückte ist, so wandelt sich diese Ahnung im Laufe des Buches immer mehr und man fragt sich, wer von den beiden Schwestern hier die Manipulative ist. Das Buch ist im Wechsel der Perspektiven der beiden Schwestern und teilweise aus Sicht des Mannes von Esther geschrieben. Teilweise gab es Einschübe aus der Vergangenheit. Das alles hat das Buch sehr aufgelockert und es für den Leser sehr angenehm gemacht.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ungesunde Familienbande - von Rosalila - 04.10.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Der Tag vor Heiligabend. Zwei Schwestern. Die eine mit perfekter Familie und mit Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt und die andere geschieden, labil und allein in ihrem Haus im Wald. Esther, als die ältere Schwester, fühlt sich seit der Kindheit für ihre jüngere Schwester Sue verantwortlich. Und seit dem "Ereignis" am letzten Weihnachtsfest, ist klar: Sue braucht Hilfe. Und so macht sich Esther zu einem Besuch auf. Doch Sue ist darüber alles andere als begeistert und löst damit bei ihrer Schwester alle Alarmglocken aus. Im Verlauf des Romans wird allerdings deutlich, dass nicht immer alles so ist, wie es zu Anfang scheint. Judith Merchant lässt uns die Handlung aus der Sicht beider Schwestern erleben. So bekommt man zwei völlig unterschiedliche Sichtweisen von der Handlung. Esther und Sue sprechen das erste Mal in ihrem Leben wirklich miteinander und dem Leser wird nach und nach klar, wie gestört und schädlich ihre Beziehung ist. Und das schon seit der Kindheit. Es ist schwierig, mehr über diese Beziehung und den Schwestern zu schreiben ohne zu viel von der Story zu verraten. Denn gerade dieses Gespräch, bei dem nach und nach mehr aufgedeckt wird, hat für mich den größten Reiz ausgeübt. Für mich war dieser Teil ein richtiger Pageturner. Der Anfang des Buches, nur aus Esthers Sicht, hat mir nicht ganz so gut gefallen. Der ganze Weihnachtsstress, Tannenbaum, Geschenke, Ehemann und Kinder war ein bisschen zu viel und fast anstrengend zu lesen. Erst im Verlauf der Handlung wird klar, warum die Autorin sich dafür so viel Zeit genommen hat. Denn auch Weihnachten, Esthers Familie und besonders ihr Ehemann Martin spielen noch eine wichtige Rolle. Das letzte Drittel des Romans hat mich dann allerdings ziemlich enttäuscht. Die Ereignisse haben irgendwie einen absurden übertriebenen Verlauf genommen, den ich nicht so ganz nachvollziehen konnte. Ich war sogar relativ genervt von den Protagonisten. Schade. Auch würde ich "Schweig!" nicht als Thriller bezeichnen. Die Angabe aus der Buchbeschreibung "intensives Kammerspiel um eine toxische Beziehung ..." trifft es dagegen ziemlich gut.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Ein absoluter Page-Turner mit Suchtgefahr! - von topper2015 - 02.10.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Judith Merchants psychologischer Spannungsroman SCHWEIG! spielt sich einen Tag vor Heiligabend ab und es geht um das Zusammentreffen zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Merchant schafft es geschickt die Leser:innen so zu verwirren, dass man irgendwann selbst nicht mehr so genau weiß, wem man glauben kann/soll. In den jeweiligen Kapiteln lernt man die Figuren immer besser kennen und irgendwann muss man feststellen, das alles ganz anders ist als zuvor angenommen. Das Buch lässt sich super schnell lesen ich habe circa drei Stunden gebraucht und es in einem Rutsch durchgelesen. Das lag ebenfalls daran, dass die Spannung konstant weiter aufgebaut wurde und ich das Buch aus diesem Grund nicht aus der Hand legen konnte. Gerade als Martins Perspektive hinzukam, wurde es nochmal richtig spannend. Ein absoluter Page-Turner mit Suchtgefahr!
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Packendes Familiendrama - von hulahairbabe - 26.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Schweig von Judith Merchant ist eigentlich kein Thriller. Zumindest nicht bei dem, was ich unter einem Thriller verstehe. Dennoch bekommt der Leser hier viele überraschende Wendungen und eine spannende Story. Aber worum geht es eigentlich? Esther und Sue sind Geschwister. Während Esther mit ihrem Mann das klassische Eheleben mit zwei Kindern führt, lebt Sue alleine in einer Villa im Wald. Als das alljährliche Weihnachtsfest ansteht, macht sich Esther auf den Weg zu ihrer Schwester, um ihr ein Geschenk vorbei zu bringen. Nach und nach sinkt der Leser tiefer in die Vergangenheit und Psyche der Geschwister ein und merkt schnell, dass nicht so ist wie es scheint Zu Beginn des Buches wusste ich nicht so recht, was ich mit dem Buch anfangen soll. Die Geschichte wir abwechselnd aus Perspektive von Sue und Esther beschrieben, später kommt auch noch Martin hinzu. Da sich der Großteil des Buches am selben Ort abspielt, hat das Buch etwas Kammerspiel-artiges. Zu Beginn habe ich mir die Frage gestellt, was denn nun das Problem ist. Ich hatte den Eindruck die Protas reden nur über Belanglosigkeiten. Im Verlauf der Geschichte hat sich das Blatt dann mehrmals massiv gedreht. Während ich zu Beginn die eine Schwester als seltsam empfunden habe, änderte sich das beim Lesen. Zudem erfährt man im Verlauf des Buches Schicht für Schicht mehr über den Background der Protagonisten und was für Leichen sie im Keller haben. Insbesondere diese unerwarteten Wendungen haben für mich den Charme des Buches ausgemacht und mich am Ball gehalten. Ich würde das Buch eher als Drama (mit Todesfolge - fragt sich nur für wen) bezeichnen. So oder so kann ich es aber empfehlen und hatte spaß beim Lesen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Toxische Beziehungen - von Anonym - 24.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Ich bin bei dem Buch irgendwie geteilter Meinung. Einerseits bin ich total begeistert davon wie die Autorin mit wenigen Mitteln ein komplexes Psychospiel aufgebaut hat, bei dem man als Leser einfach nicht weiß was wahr ist und was wirklich passiert ist, weil jede Person aus ihrer Sicht die Dinge komplett anders wahrnimmt. So bleibt es spannend und man möchte unbedingt wissen wie sich alles auflöst. Andererseits passiert nicht wirklich viel und die Handlung wiederholt sich oft und dreht sich im Kreis. Außerdem sind die Personen unglaublich anstrengend und das macht das Lesen nicht gerade entspannend. Zwischendurch war ich echt hin und her gerissen zwischen, ich kann mir das nicht mehr durchlesen und ich will wissen wie es weitergeht. Letztendlich finde ich die Idee des Buches ziemlich gut und gegen Ende bin ich auch nur so durch die Geschichte gerast. Es ist nicht wirklich ein entspannendes Buch für den Feierabend aber wer gerne psychologische Bücher mag, der wird hier doch Spaß daran haben.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Oh du grausame Weihnachtszeit - von lielo99 - 19.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Esther ist die ältere Schwester von Sue. Sue wohnt alleine mitten im Wald. In einem großen Haus und Esther sorgt sich um ihr Wohlergehen. Wie in jedem Jahr meint sie, dass gerade vor Weihnachten, ein Besuch im Wald angebracht ist. Dabei möchte Sue alleine sein. Sie fühlt sich von ihrer Schwester bevormundet und genervt. Das interessiert Esther aber absolut nicht. Sie ist die große Schwester und weiß ganz alleine, was für Sue gut ist. Der Besuch entwickelt sich zu einer Horrorshow. Schweig ist der zweiter Thriller, den ich von dieser Autorin las. Es ist eine ganz andere Schreibweise als bei vielen anderen Schriftstellern. Die Erzähler wechseln immer wieder, wobei Esther und Sue in der Ich-Form berichten und über den Ehemann Esthers, den Martin, von einer zweiten Person erzählt wird. Die Handlung geht immer wieder in die Vergangenheit. In die Kindheit der Schwestern aber auch zu Weihnachtstagen bei Esthers heutiger Familie. Es ist schon recht gut aufgemacht, wie die Spannung steigt und etliche Seiten auch bleibt. Dabei passiert nichts viel und das ist mir dann doch zu lange. Ich mag es lieber, wenn mehr Überraschungsmomente da sind. Die Bilder im Kopf wiederum entstanden bei mir sofort. Das ist ein großes Plus von Judith Merchant. Sie schreibt sehr lebendig und mit vielen Adjektiven. Der Wald ist nicht nur grün, oder wie hier, weiß. Die Stimmung macht den Unterschied und das wurde in dem Thriller gut umgesetzt.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Familie kann man sich nicht aussuchen - von Claire - 18.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Esther und Sue sind Schwestern, die nicht viel gemeinsam haben. Eine wohnt alleine und abgeschottet im Wald, die andere mit Ehemann und Kindern im Trubel der Stadt. Was passiert wohl, wenn diese beiden Welten aufeinanderprallen? Seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Auch Esther und Sue sind eher wie Hund und Katze. Und obwohl Weihnachten vergangenes Jahr schon im Desaster endete, möchte Esther auch dieses Jahr nicht, dass Sue alleine ist. Und genau da liegt das Problem. Keine der beiden hat Verständnis für die Lebensweise der jeweils anderen. Jede hält ihre Art zu leben für die einzig richtige und versteht nicht, dass jeder sein eigenes Glück finden muss und das für jeden Menschen Glück etwas anderes bedeutet. Besonders Esther ist da sehr nervig und das ist es auch, was das Lesen für mich hier so anstrengend machte. Die Charaktere hatten alle eine starke Ausstrahlung, Esther allerdings fand ich furchtbar penetrant, sie hat mich regelrecht aggressiv gemacht mit ihrer Art. Das war teilweise schon fast unangenehm zu lesen, weil sie so eine Wirkung auf mich hatte. Liegt vielleicht auch daran, dass ich solche Menschen kennengelernt habe und nichts mit ihnen zu tun haben möchte. Esther bin ich aber nicht so schnell los geworden, denn dafür hätte ich das Buch zur Seite legen müssen und das wollte ich auch nicht. Die Autorin hat einen sehr eindringlichen Schreibstil, der dem Leser die toxische Beziehung der Schwestern direkt vor Augen führt. Das ganze Buch über herrscht eine geradezu beklemmende Atmosphäre. Die typische Thrillerspannung fehlt hier zwar, dennoch möchte man unbedingt weiterlesen und wissen, wie die Geschichte zu Ende geht. Neugierig gemacht wird man also allemal, auch wenn man relativ schnell erahnen kann, wie das Ganze enden wird. Man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten. Kurze Kapitel, die jeweils aus der Sicht einer anderen Person geschrieben sind, machen alles sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Auch die Zeitsprünge in die Kindheit der Schwestern sind interessant und bleiben durch die Überschriften immer übersichtlich. Da ich für Charaktere mit starker Ausstrahlung sehr empfänglich bin und sich dieses Buch genau darüber definiert, habe ich das Lesen oft als nervig empfunden. Richtig genießen konnte ich die Story also nicht. Ich glaube aber, dass es vielen Menschen da anders gehen wird. Denn die Atmosphäre ist beklemmend gut beschrieben. Eshter konnte ich aber einfach kaum ertragen, so anstrengend und penetrant wie sie war. Vermutlich hat die Autorin genau das beabsichtigt, bei mir hat sie ihr Ziel also absolut erreicht. Deshalb vergebe ich hier jetzt auch nur 3 Sterne, das war mir einfach zuviel. Tatsächlich überbringt das Buch in meinen Augen aber auch eine wichtige Botschaft. Jeder sollte so leben dürfen, wie er persönlich es für richtig hält und möchte, und jeder sollte versuchen, andere Menschen so zu akzeptieren wie sie sind, auch wenn man sie vielleicht nicht immer ganz versteht. Denn was passiert wenn man das nicht tut, hat Frau Merchant hier sehr eindrucksvoll beschrieben. Ob man das Buch nun mag oder nicht, einen bleibenden Eindruck wird es mit Sicherheit hinterlassen.
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Psychisches und körperliches Leid einer Geschwisterbeziehung - von Melanie - 18.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
Schweig! ist ein sehr gelungener Thriller, dessen Vielschichtigkeit sehr überrascht. Es ist anfänglich nicht gleich erkennbar, wer hier die Gute und wer die Böse Schwester ist. Wobei sich irgendwann erkennen lässt, das traumatische Erlebnisse Menschen zu Monstern formen kann und dabei wenig Platz für Empathie zu sein scheint. Ein gelungenes Weihnachtsfest zu feiern ist niemals verwerflich, wobei die Mittel die genutzt werden, ein Scheitern aufzeigen, welches dem geschuldet ist, was erlebt wurde. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Kinder keine Hilfe bekommen und die Bürde aufgebrummt bekommen, sich um ihre jüngeren Geschwister zu kümmern, wenn einem als Elternteil die Kraft fehlt. Hier fehlt eindeutig eine psychologische Betreuung, die vielleicht verhindert hätte, das sich die Beziehung der Schwestern verhärtet und regelrecht krank wirkt. Als sie sich endlich aussprechen, wird schnell klar, das die eine oder andere Demütigung verhindert hätte werden können. Es scheint zu spät. Was mir im Thriller begegnet ist definitiv toxisch, wie auch schon im Klappentext erwähnt. Es ist Wahn und Wahnsinn, wobei es schwierig werden wird, eine gesunde Beziehung aufzubauen. Selbst in Esthers Ehe scheint es sich emotional zu verhärten. Auch hier kommen Wahrheiten ans Licht, die wirklich psychotisch sind und eine große Abhängigkeit aufzeigen. Liebe ist es nicht, was an einander bindet. Es hat mir sehr gefallen, in dieses Familiendrama einzutauchen und auch die psychologische Ebene ist authentisch geschildert. Was mir begegnet ist psychisches und körperliches Leid, aber auch Wunschvorstellungen eines gesunden Lebens, welches eindeutig einer Zaubertafel gleicht. Der Vergleich kommt direkt aus dem Thriller und erscheint mir mehr als passend. Dinge werden aufgezeichnet und ins Leben integriert und wenn es nicht in den Lebensstil passt, wird über die Tafel gewischt und auf alles O gestellt. Geschwister können sich definitiv verletzten, da sie es sind, denen man normalerweise sehr nah steht. Hier besteht eine krankhafte Verbindung, die für beide Seiten mehr als ungesund sind. Esther ist der Meinung, das alles, was sie für ihre Schwester tut richtig ist, aber übersieht, das sie ihr letztendlich nur schadet und mehr als aufdringlich wirkt. Es ist eine Geschwisterrivalität spürbar, aber eben auch sehr viele Verletzungen, die vielleicht auch unbewusst geschehen sind. Manche ausgesprochene Worte lassen sich ganz tief innen vergraben und brechen irgendwann heraus. Hinzu kommt eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, die wirklich ungesund ist für die Geschwisterbeziehung und Esthers Familie insgesamt. Wärme ist hier wenig zu erspüren. Der Autorin gelingt es durch die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Schwestern einen Thriller zu stricken, der wirklich unter die Haut geht. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da mir die Grenze zwischen Wahn und Wahnsinn sehr gefallen hat. Ich flog förmlich durch die Seiten um zu begreifen, was dazu geführt hat, die Schwestern zu entfremden und empfand die Auflösung als sehr glaubhaft. *****
Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll Bewertungsstern, voll tödliche Weihnachten - von CM94 - 16.09.2021 zu Judith Merchant „SCHWEIG!“
"Schweig" besticht durch ein ruhiges und trotzdem äußerst bedrohliches, weißes Cover mit dunklem Wald. Eigentlich ist nichts daran besonders stimmungsvoll, aber trotzdem bereitete es mir direkt Unbehagen. Und genau damit lässt sich eigentlich das gesamte Buch beschreiben- unbehaglich. Denn genau so habe ich beim Lesen gefühlt. Das Buch hat mich regelrecht aufgewühlt und verunsichert zurückgelassen, so gezielt spielt die Autorin mit dem Leser. Das Gefühl das Buch daher so schnell wie möglich zu lesen, um dieser beklemmenden Atmosphäre zu entkommen, hatte ich bisher noch nie so stark. Sucht durch Angst- erstmal ein interessantes Konzept. Zum Inhalt: Es ist der Tag vor Weihnachten und entsprechend gestresst ist Esther mit ihren Vorbereitungen. Hinzu kommt, dass sie unbedingt noch bei ihrer Schwester vorbeischauen will, die zurückgezogen in einem Haus am Waldrand lebt. Eigentlich ist ihr dieser Besuch nicht recht, aber sie will ihn trotzdem hinter sich bringen. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, dem Leser aber bereits offenbart wird ist, dass nicht alle Mitglieder der Familie das diesjährige Weihnachtsfest überleben werden. Das Buch lebt eigentlich von der beklemmenden und aufwühlenden Atmosphäre. Denn wird die Story zunächst noch schlüssig und rational eingeläutet, offenbaren sich schnell diverse Abgründe hinter der oberflächlich so aalglatten Fassade. Das Buch wechselt hauptsächlich zwischen den Perspektiven der beiden Schwestern und deren jeweiliger Sicht auf bestimmte Situationen könnte nicht unterschiedlicher sein. Beide stellen sich gegenseitig als sehr labil, psychotisch und eigensinnig dar. So wird es dem Leser überlassen zu entscheiden, wem er Glauben schenken will, denn beide Schwestern sind sehr voreingenommen und so keine verlässlichen Erzählerinnen. In dieser Geschichte gab es für mich auch keinen Sympathieträger, gibt es doch neben den Schwestern eigentlich nur noch Esthers Ehemann Martin als vollwertige Figur im Buch. Das ist für mich auch im positiven Sinne überraschend gewesen: das Buch kommt mit wenigen Personen und eigentlich nur zwei Handlungsorten aus. Trotzdem ist die Story sehr komplex und verworren. Dieses Buch ist für mich kein typischer Thriller, sondern eher ein sehr spannender Roman, der sich zum Ende hin immer mehr zuspitzt, wobei dem Leser das Ende ja praktisch schon zu Anfang vorweggenommen wird. Spannung erzeugen vor allem die Enthüllungen, die im Laufe der Geschichte gemacht werden und erst ganz zum Ende ihr volles Ausmaß entfalten. Das Buch hat mich wirklich in seinen Bann geschlagen und ich wollte wirklich dringend wissen, wie es ausgeht. Was die Autorin hier geschaffen hat und wie sie mit dem Leser spielt, ist einfach fantastisch!
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