Inhaltsangabe
Das Buch besteht aus 3 Teilgeschichten, die jeweils in sich geschlossen sind. Jede Geschichte hat eine der WG-Bewohnerin als Protagonisten. Die Geschichten werden jeweils mit einem Märchen eingeleitet, welche die jeweiligen Frauen in laufe des Buches in moderner Form erleben. Jede Geschichte hat ein Happy End.
Meinung
Vorab, ich liebe Frauenliteratur, ich liebe Liebesromane und mir ist bewusst das Bücher ein Happy End haben. Aber:
Dieses Buch hält nichts was auf dem Klappentext versprochen wird. Zuerst 3 WG-Bewohnerinnen suchen ihr Glück, dass dies in 3 unabhängigen Geschichten geschrieben wurde fehlte. Auch Berlin als zentralen Schauplatz kann hier durch jede X-beliebige Stadt ausgetauscht werden, der Berliner Flair fehlt komplett.
Zu den Geschichten:
1. Geschichte: Lucinda alias Aschenputtel: ihre Stiefschwestern und eigene Mutter sind so bösartig, dass man sich wundert das überhaupt noch Kontakt vorhanden ist. Lucinda steht schließlich auf eigenen Füßen. Auch, dass ihre liebenswerten (Stief-) Großeltern erst ganz zum Schluss durch greifen ist völlig unverständlich, da sich dieses Tragödie seit der Einschulung Lucinda schon zieht.
Netter Gedanke, jedoch katastrophale Umsetzung. Die Hälfte der Zeit habe ich mich fremd geschämt.
2. Geschichte: Viktoria und der Froschkönig: Hier finde ich die Geschichte schon glaubwürdiger. Eine Ehrgeizige Frau, welche sich verbissen versucht in einer Männerdominierenden Firma einen Ruf zu erarbeiten und vor lauter Überstunden das Leben vergisst. Dazu kommt, ein Vater der ausschließlich von Leistung beeindruckt ist, das jedoch nur am Rande. Was mir hier richtig gestört hat, war der Hausmeister (Frosch) der sich später als Arzt (Königssohn) herausstellt. Wow, das nenn ich mal Fettnäpfchen auf ganzer Linie. Ich hoffe, die Autorin ist niemals auf einen Hausmeister (alternative Reinigungskraft) angewiesen. Wie kann man so herablassend sein? Da fehlen mir einfach nur die Worte.
3. Geschichte: Rosanna in Dornröschen. Nicht die 13. Fee, sondern die 13. Cousine ist hier die "Böse". In wieweit das vergiften durch Rosenstacheln plausibel ist, kann ich nicht bewerten. Aber auch hier war es sehr schnell ersichtlich was los ist. Von allen 3 Geschichten jedoch die Beste. Deswegen gibt es auch 2/5 Sternen.
Wer bist hier hin gelesen hat ein paar persönliche Worte: Das schreiben dieser Rezension hat mir keinen Spaß gemacht, Bücher zerlegen gehört nicht zu meinen Hobby.