Heinrich Heine wurde 1797 in Düsseldorf als Sohn eines jüdischen Schnittwarenhändlers geboren und gilt als einer der Hauptvertreter des Jungen Deutschlands einer literarischen Bewegung junger, liberal gesinnter Dichter. In seinen oft satirischen Texten kommentiert er mit spitzer Zunge das deutsche Wesen und nimmt Partei für revolutionäre Strömungen, indem er sich für die Überwindung der strikten religiösen und moralischen Vorstellungen sowie für demokratische Freiheitsrechte und soziale Gerechtigkeit ausspricht. Insbesondere aufgrund der Religionskritik werden seine Schriften 1835 in Deutschland verboten. Zu diesem Zeitpunkt lebt Heine bereits in Paris, das ihm zum Exil wird. In Florentinische Nächte nimmt Heine scheinbar Abstand von jeglicher Gesellschafts- oder Religionskritik, um einer Zensur zu entgehen, wobei besonders durch die oft auftretende Melancholie eine subtile Kritik an den Umständen mitklingt.
Trotz Verbot und strenger Zensur schreibt Heine weiter. Selbst als eine schwere Krankheit ihn ans Bett fesselt, an seine "Matratzengruft", schreibt und diktiert er weiterhin Texte. Acht Jahre verbringt Heinrich Heine auf diese Weise, bis er schließlich am 17. Februar 1856 in Paris verstirbt und auf dem Friedhof Montmatre beigesetzt wird.