"Stellung beziehen" in und zu den Zeitläuften ist integraler Anspruch der Gestalttherapie seit ihren Anfängen, und das heißt gesellschaftliche Krisen, Politik und individuelles Leiden sind untrennbar aneinander gekoppelt. In den hier versammelten Essays geht es deshalb neben der therapeutischen Dimension auch um die Fragen, die Gesellschaft umtreibt: Migration, Fremdheit, Diversität, Teilhabe, Umwelt, Digitalisierung, Sprache, Familie, Paare, Liebe, Integration, Narzissmus."Leben verläuft kreuz und quer und wer weiß wohin, da geht es selten von der Wiege bis zur Bahre geradeaus. Und irgendwie gehört das zur Gestalttherapie, die wechselnde Konzentration, fast absichtslos, mit allen Sinnen an den Dingen des Lebens entlang, um doch leidenschaftlich Stellung zu beziehen. Das kann Abwehrreaktionen provozieren; und dann wird's ungemütlich." (aus dem Vorwort).
Inhaltsverzeichnis
Born in the Fifties
Zeitkritische Bemerkungen
Babylonische Zustände
Getriebene und Erschöpfte
Digitaler Alltag und analoge Motive
Das Eigene und das Fremde
Integration
Zorn
Ganzheitlichkeit und Divergenz
Wo (k)ein Wille ist. . .
Schritte ins Leere
Das Gleichzeitige und das Abrupte
Kulturelle Kontraste
Beziehungsarithmetik
Übergangskrisen