Péter Nádas hat einen verrückten, einen der Zeit enthobenen Roman geschrieben, der aber gegenwärtiger gar nicht sein könnte. «Schauergeschichten» ist grosse Kunst und erinnert die Kunst dennoch daran, wie hilflos ihre Versuche sind, Ordnung in die Welt zu bringen. Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
Wie Nadas all das zusammenströmen lässt, wie er von Figur zu Figur und von Stimme zu Stimme wandert und alle in einem gewaltigen und gewalttätigen kollektiven Sprechen aufgehen lässt, ist literarisch einzigartig. Jörg Magenau, SWR 2 "Lesenswert"
Péter Nádas hat erneut bewiesen, dass er einer der großen europäischen Schriftsteller ist und alles in Literatur zu verwandeln vermag. Cornelius Hell, Die Presse
Man ist am Ende dieses Lesemarathons so fasziniert wie abgestoßen von der scheinbaren Zeitlosigkeit dieses Spätwerks, die nichts Gutes für die Gesellschaft verheißt. Andrea Seibel, Welt am Sonntag
Gegen Schluss des eindringlichen Romans, der seinen drastischen Naturalismus mit glänzenden Passagen auktorialen Erzählens legiert, entlädt sich die innere Spannung dieser antagonistischen dörflichen Welt in einem irrwitzigen Karussell individueller Katastrophen. Hans - Dieter Fronz, Schwäbische Zeitung
Eine Form von Literatur, die nicht schönen Schauer, sondern das existenzielle Schaudern erzeugt. Andreas PUFF-TROJAN, Münchner Merkur
Doch dieses ästhetische Wagnis erweist sich bei genauerer Lektüre als von Nádas präzise durchdacht. Die feinmechanische Struktur des Ganzen ist sprachlich penibel austariert. Sein Thema: die dämonische Macht des kollektiven Unbewussten, in dem dumpfes Triebleben und mythische Erinnerungsreste brodelnd regieren. Sigrid Löffler, Falter
Ein Roman ganz von dieser Welt und zugleich aus einem finsteren Jenseits . . . Nádas beobachtet seine Figuren ohne Mitleid, führt sie aber auch nicht vor. Er selbst sei alle von ihnen zugleich, hat er gesagt. Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel
Dieser Dorfroman wird zum Schauerroman, indem er das Dorf als Welt fürsich, als sprachlichen Kosmos eigener Ordnung entwirft, in dem der Schreckenund die Gewalt schon vibrieren, ehe am Ende auch in der Handlung der Horror zu seinem Recht kommt. Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
[Der Roman] will verstören, und er verstört . . . Er versenkt sich tief in die unheimlichen Korrespondenzen zwischen dem kollektiven Unbewussten des Ostens und der dunklen Sehnsucht seiner Intellektuellen nach Übertretung und Selbstauslöschung. Iris Radisch, Zeit Literaturbeilage
Wer diesen Roman liest, der hört ein ganzes Dorf reden - auf Deutsch in derfabelhaften Übersetzung von Heinrich Eisterer. Er hört aber auch das ungesagtBleibende. Das ist all das, für das die Dörfler keine Sprache haben. Das ist ihr wahrer Fluch. Hubert ; Andreas Spiegel ; Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Eine vielstimmige und sprachgewaltige Erzählung über Gier und Großmut, Bosheit und Missgunst vor dem Hintergrund der katastrophisch erlebten Umwälzungen des Kommunismus auf dem Lande. Gregor Mayer, dpa
Mich hat das wahnsinnig fasziniert, wie Nadas das schafft, alles in einen großen Strom hineinfließen zu lassen. Vermutlich geht es im Kern um diese große Frage, was ist der Mensch eigentlich? Jörg Magenau, RBB Kultur