Ernest Hemingway, Sommer 1922: Ein junger Journalist reist mit seiner Frau Hadley in den Schwarzwald - und kehrt als anderer Mensch zurück. Thomas Fuchs erzählt in dieser detailreichen Literaturbiografie, wie aus einem ehrgeizigen Reporter des Toronto Star der bedeutendste Prosa-Erneuerer des 20. Jahrhunderts wurde. Die Spurensuche beginnt im Paris der 1920er Jahre, in den Salons von Gertrude Stein, zwischen den Regalen von Shakespeare & Company, unter dem strengen Blick Ezra Pounds. Sie führt über einen waghalsigen Doppeldecker-Flug nach Straßburg an die Elz bei Oberprechtal, wo Hemingway beim Fliegenfischen und im Ringen mit deutschen Gastwirten jene Erfahrungen sammelte, die sein Eisberg-Prinzip grundieren sollten. Fuchs verwebt Kulturgeschichte, Schwarzwald-Lokalkolorit und psychologische Analyse zu einer lebendigen Erzählung über die Lost Generation, den Schreibprozess eines Genies und die fragile Grenze zwischen Mythos und Mensch. Unverzichtbare Lektüre für Hemingway-Enthusiasten, Literaturliebhaber und alle, die Literaturgeschichte als Abenteuer lesen wollen.