Helmut, Lore und Micha: in drei unterschiedlichen Zeiten und Perspektiven erzählt Rachel Seiffert vom Umgang mit dem Erbe der Nazi-Generation, von der Zerreißprobe, zu der das Zusammenleben mit den Tätern wird, wenn diese unsere geliebten Väter, Mütter oder Großeltern sind. Die Lebenswege der drei jungen Deutschen kreuzen sich nicht, sie verbindet jedoch etwas weit Stärkeres: Sie alle sind als Kinder von NS-Mitläufern geboren. Sie alle sind "Täterkinder" und müssen sich mit der dunklen Vergangenheit ihrer Familie auseinandersetzen.
In Seifferts beeindruckendem Debüt geht es um das Leben von gewöhnlichen Menschen in außergewöhnlichen Zeiten, ums Erwachsenwerden, aber auch um die Versöhnung mit der eigenen Geschichte.
The Dark Room tells the stories of three ordinary Germans: Helmut, a young photographer in Berlin in the 1930s who uses his craft to express his patriotic fervour; Lore, a twelve-year-old girl who in 1945 guides her young siblings across a devastated Germany after her Nazi parents are seized by the Allies; and, fifty years later, Micha, a young teacher obsessed with what his loving grandfather did in the war, struggling to deal with the past of his family and his country.