Das Werk "Über allgemeine Landesbewaffnung, insbesondere in Beziehung auf Württemberg" von Moritz von Prittwitz untersucht die militärische Organisation und Bewaffnung in Württemberg im Kontext des 19. Jahrhunderts. Prittwitz argumentiert für die Einführung einer allgemeinen Wehrpflicht, die nicht durch finanzielle Mittel umgangen werden kann, und betont die Notwendigkeit, möglichst viele junge Männer im Waffendienst auszubilden. Er vergleicht das preußische Militärsystem mit dem in Württemberg und anderen deutschen Staaten und hebt die Vorteile der preußischen Landwehr hervor, die als Modell für eine effektive Volksbewaffnung dienen könnte. Prittwitz kritisiert das System der Stellvertretung, das in vielen deutschen Staaten praktiziert wird, und plädiert für eine stärkere Einbindung aller Gesellschaftsschichten in den Militärdienst. Er sieht in der allgemeinen Wehrpflicht nicht nur eine militärische Notwendigkeit, sondern auch ein Mittel zur Stärkung des nationalen Zusammenhalts und der politischen Unabhängigkeit der kleineren deutschen Staaten. Abschließend schlägt er konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der militärischen Ausbildung und Organisation vor, darunter die Integration militärischer Übungen in das Schulwesen und die Schaffung von Anreizen für längerdienende Soldaten.