Inhalt:
David sitzt für den Mord an seinem Sohn (Matthew) im Gefängnis. 5 Jahre hat er schon hinter sich, als ihm seien Schwägerin ein Bild eines Jungen zeigt, was wie die ältere Version von Matthew wirkt. David plant daher seinen Ausbruch
Meinung:
Die Geschichte ist spannend und gut vorgelesen von Tim Schwarzmaier (ich-Erzähler David) und Johannes Steck (allwissender Erzähler und andere Personen). In einigen Sequenzen wechseln sich die beiden auch gut ab, sodass lebendige Dialoge entstehen. Es ist eine tolle Atmosphäre entstanden und die beiden verkörpern ihre Charaktere richtig gut. Auch wenn die Handlung stellenweise ein bisschen schleppend ist oder nicht immer ganz nachvollziehbar. So ist David bspw. ein Ex-Polizist, davon bekommt man allerdings wenig mit. Er handelt naiv, dann wie ein Geheimagent und dann wieder vertrottelt. Ich hätte mir eine reflektiertere Person gewünscht, die auch das, was sie mal gelernt hat, anwendet. Es wirkt alles eher nach Konstruktion, Zufall oder externer Hilfe und wenig nach der Kraft eines guten Cops. Nebenfiguren werden sehr stark integriert, sodass man denkt, das ist wichtig, aber leider nein, es vergeht nur Zeit mit ihrer Geschichte hier hätte ich mir mehr Einblicke in die Welt der Bösen gewünscht, mehr Hintergrundinformationen bspw. zu Matthew. Das Ende kam dann auch nicht überraschend, war aber schnell abgehandelt auch hier hatte ich das Gefühl, dass es zu kurz war.
Cover:
Das Cover wirkt düster und geheimnisvoll, allerdings auch nach KI schade.
Fazit:
Ein sehr gut gelesener Krimi für einen Thriller fand ich es zu lahm. Die Handlungen konnten nicht immer überzeugen, aber als Hörbuch hat es mich gut unterhalten. Daher 4 Sterne und eine Empfehlung geht hauptsächlich an Hörer, welche Geschichten mit vielen, stellenweise konstruierten, Wendungen mögen.