Georg Ullmann ist zur Jagd verabredet. Doch der Jagd liegt ermordet auf dem Hochsitz. Damit beginnt eine abenteuerliche Geschichte und macht aus Ullmann einen Gejagten und einem Jäger. Die Polizei hält Ullmann für den Mörder und ignoriert andere Spuren. Als Ullmann die Chance zur Flucht erhält, wird er von der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben. Ullman seiht seine einzige Chance darin, den Täter selbst der Gerechtigkeit zuzuführen. Die Jagd nach dem Täter erhält zusätzliche Dringlichkeit, weil Ullman Kenntnis von weiteren geplanten Morden erhält. Trotz ernsthaften Versuchen, die Morde zu verhindern, kann Ullmann nur eine Rechtsanwältin vor ihrem Schicksal bewahren. Gemeinsam nehmen se die Spur des Mörders auf und geraten ihrerseits in dessen Visier.
Der Autor schildert die Ereignisse unaufgeregt und verliert sich gelegentlich in informativen Erklärungen. Dann ergeben sich plötzlich unerwartete Wendungen und die Entwicklungen ziehen einen in ihren Bann. Ullmann stolpert geradezu in die Geschichte und verhält sich dementsprechend unprofessionell, manchmal in meinen Augen auch naiv. Für ihn spricht, dass er nicht nur seine Unschuld beweisen will, sondern tatsächlich den Verbrechern das Handwerk legen will. Die Motivation wird von der Tatsache befeuert, dass die Polizei als Hüter des Gesetzes in meinen Augen ein Totalausfall ist. Zeitweise habe ich mir die Frage gestellt, ob sie mit den Gangstern gemeinsame Sache machen.
Mich hat der Krimi gut unterhalten und ich hatte gelegentlich auch Grund zum Lachen. Es gibt eine Szene, bei der Ullmann und seine Partnerin, die Verbrecher überführen wollen und es zu einem köstlichen Verwirrspiel kommt. Anzumerken gilt vielleicht noch, dass der Krimi durch die Wahl der Handelnden und dem Verlauf der Ereignisse vom üblichen Schema abweicht.