Ausgehend von seiner profunden Kenntnis alter und neuer, meist tschechischer Quellen, eröffnet George Fabian ganz neue Einblicke in Franz Kafkas Leben und Werk. Dabei werden einige Selbstverständlichkeiten der Kafka-Biographik korrigiert oder widerlegt. Hinter dem vermeintlich sicher vermessenen Leben Kafkas kommt plötzlich sein geheimes Leben zum Vorschein: hinter der Tuberkulose die Droge, hinter der Schwester die Geliebte, hinter dem feinsinnigen Künstler der Egozentriker, hinter dem Jungen der (uneheliche) Sohn. . . In dieser Perspektive erschließen sich auch Kafkas zentrale Werke neu, etwa 'Die Verwandlung', 'Der Process', 'Das Schloss'.