Wo die Asche blüht von der vietnamesischen Autorin Nguyn Phan Qu Mai erzählt von den bis heute spürbaren Folgen, die der Vietnam-Krieg bei Jenen ausgelöst hat, die ihn mit- und überlebt haben. In ihrem Fokus stehen die vielen ungewollten Kinder, die aus Beziehungen und Prostitition zwischen US-amerikanischen Soldaten und vietnamesischen Frauen hervorgegangen sind. Diese Amerasier hatten und haben einen schweren Stand in dem asiatischen Land, und auch die USA haben sie nur unter bestimmten Bedingungen aufgenommen. In ihren verschiedenen Erzählsträngen, die die Autorin geschickt miteinander verwebt, switcht sie zwischen dem Vietnam der Zeit um 1970 und dem Jahr 2016 hin und her. Dabei klagt sie nicht an, sondern zeigt vor allem die emotionalen Auswirkungen des Krieges auf ihre Figuren. So gelingt Nguyn Phan Qu Mai mit Wo die Asche blüht ein emotional ergreifender und historisch spannender Roman über die Schicksale der Kriegsgeneration in Vietnam. Wunderbar ergreifend gelesen von Camilla Renschke, Thomas Balou Martin, Timmo Niesner.