Familie Paulmann erfüllt sich den Traum von einem Leben auf dem Lande inmitten ursprünglicher Natur. Doch die Idylle ist trügerisch, denn ein tyrannischer Maulwurf beansprucht doch tatsächlich den wunderschönen Garten für sich
Mark Spörrle beschreibt in kurzen, prägnanten Kapiteln facettenreich skurrile Situationen aus dem Blickwinkel der beiden brillant ausgearbeiteten Protagonisten Anna und Sascha. Ob die pedantische Maulwurfsjagd des Familienvaters, der nicht nur seiner Frau und seiner Tochter auf die Nerven geht, sondern auch den Leser in den Wahnsinn treibt, die schräge Atmosphäre im neugewonnenen Alltag, die pointierten und originell unterhaltsamen Dialoge oder die überspitzte Parodie auf die klischeehaften Dorfbewohner, all das mündet zwangsweise in einem irrwitzigen, auf den Kopf gestellten, gnadenlosen Chaos.
Neue braune, hässliche Hügel, in der Ecke, in der Sascha üblicherweise die Haufenerde entsorgte wollte der Maulwurf ihn damit verhöhnen?
Mann gegen Maulwurf - göttliche Satire die den Zeitgeist trifft.