Eine absurd-dramatische Odyssee durch Europa. Und eine Verbeugung vor Edgar Allan Poe. Es geht um Vertreibung, Flucht, aber auch um die Kraft der Fantasie und der Literatur. Seine Heimat Sudan musste Abdelaziz Sakin aus politischen Gründen verlassen seine wichtigen und gewichtigen Worte lassen sich nicht vertreiben. Bernd Melichar, Kleine Zeitung
Das ist ein starkes Stück voller Poesie und Leuchtkraft. Und erhellend ist es obendrein. Denn die Geschichte, die Larissa Bender aus dem Arabischen übertragen hat, bietet die Innenansicht einer so nahen wie fernen Welt. Martin Oehlen, Bücheratlas. com
Die Erzählung ist multiperspektivisch, indem mehrere Personen, die Adam auf der Flucht begegnet sind, von ihren Beobachtungen erzählen. Durch die sich ergänzenden Schilderungen entwickelt sich ein vielschichtiges Bild, das mit zunehmender Genauigkeit auch eine immer stärkere Empathie für diesen jungen Mann hervorruft. Schritt für Schritt wird nicht nur Adams außergewöhnliche Persönlichkeit erkennbar, sondern auch die Art, wie das Netzwerk der sudanesischen Gemeinschaft auf der Flucht füreinander einsteht und innere Regeln trotz ihrer anarchischen Lage fortwirken. [. . .] In einer diskreten, poetischen Sprache, die von Larissa Bender einfühlsam übersetzt worden ist, schildert Sakin, wie sich zwischen den Zelten im Dschungel eine Konventionen überschreitende Liebesbeziehung entfaltet, die menschliche Nähe über gesellschaftliche Normen stellt. [. . .] Denn Dank der erzählerischen Kraft Sakins, der 2022/23 zum Stadtschreiber von Graz ernannt wurde, bleibt die Spannung fokussiert auf die Momente, die das Scheitern verursachen. Härte und Kälte des Fluchtgeschehens werden so auch für Außenstehende in besonderer Weise transparent. Andrea Pollmeier, Frankfurter Rundschau
Es geht in diesem Buch um Flucht, um Entscheidungen, um die Liebe im Allgemeinen und im Besonderen, um das Dublin-Verfahren, um Schleuser und Raketen, Asylgesetze, Asylanträge und Abschiebungen, um das Leben im illegalen Raum am Rande der Gesellschaft, um fehlende Versicherungen und Sozialhilfe, aber auch um das Geheimnis einer weißen Plastikblume. Es geht um Leben, Liebe, Tod. Marion Hinz, Kulturport. de
Der Sudanese Abdelaziz Baraka Sakin verwandelt in Der Rabe, der mich liebte eine migrantische Todesfahrt in einen Schwank das muss man sich erst mal trauen. Und auch können. Axel Timo Purr, Literatur. Review
Ein bewegender Roman über Menschen, die in Europa ihre Lebensträume zerplatzen sehen. Dina Netz, WDR5