Diese packende Fortsetzung ist gespickt mit unerwarteten Wendungen, Machenschaften, Loyalität und Verrat, Blut, Gewalt und Liebe
Janis Nebel legt mit Der Blutschwur den 3. Teil ihrer spannenden Wandelblut-Saga vor. Die Geschichte setzt sich nahtlos dort fort, wo der vorherige aufgehört hat.
Mittelpunkt des Geschehens ist Neri, sie ist in die Gewalt des Fürsten von Aheelia - ihres ärgsten Widersachers - geraten. Wesen wie sie leben im Verborgenen, denn sie werden gejagt und getötet. Doch anstatt sie zu töten, erhält sie von ihm ein überraschendes Angebot. Neri stellt fest, dass die größte Gefahr von ihr selbst ausgeht und nicht von ihm und dass er möglicherweise ihre Rettung sein könnte.
Neri liebt Mitja mit ganzem Herzen. Aber sie kämpft mit Ängsten und Zweifeln. Seit ihrer Kindheit wünscht sie sich Nähe, Geborgenheit und sie sucht nach Vertrauen. Auch wenn man sich fragt, warum sie Nikolaj Vertrauen schenkt, man kann ihr Verhalten (teilweise) verstehen.
Mitja sieht sich mit seinen schlimmsten Ängsten konfrontiert: dem drohenden Krieg und damit, dass er endlich Partei ergreifen muss.
Mitjas balanciert zwischen Liebe und Hass, Verrat und Loyalität. Bis zu dem Moment, an dem er sich entscheiden muss. Neri befindet sich in den Fängen von Nikolaj und ist kurz davor einen Eid zu leisten, der sie für immer an ihn bindet. Wird sich Mitja gegen seinen Cousin Nikolaj, den mächtiger werdenden Fürsten stellen? Entscheidet er sich für Neri, seine große Liebe?
Mitja und Neri müssen folgenschwere Entscheidungen treffen, als der König plant die Burg des rebellischen Fürsten zu belagern.
Kann Mitja die richtige Entscheidung fällen, damit er die Frau rettet, die ihm am Herzen liegt? Er ist nicht der strahlende Held, der bei allem unschuldig ist. Teilweise trifft er zweifelhafte Entscheidungen, wodurch er diejenigen, die ihm wichtig sind, gefährdet. Er hat mit Schuldgefühlen oder Ängsten zu kämpfen. Aber das macht ihn authentisch, greifbar und sympathisch.
Janis Nebels Schreibstil ist angenehm flüssig zu lesen. Ihr gelingt es vortrefflich durch ihre bildhafte Sprache die Szenen lebendig werden zu lassen. Dabei zeigen ihre Protagonisten vielschichtige zwischenmenschliche Facetten, sind nicht eindeutig böse oder gut. Dadurch handeln sie menschlich und nachvollziehbar Die Handlung mit ihren unerwarteten Wendungen und Verwicklungen hält den Leser in Atem zwingt ihn regelrecht weiterzulesen. Die Geschichte hält das hohe Spannungsniveau über die gesamte Länge aufrecht. Einige Geheimnisse werden gelüftet, andere bleiben weiter verborgen. Einiges gibt eine Ahnung, wie sich die Geschichte weiterentwickeln könnte. Gegen Ende zieht die Spannung noch einmal an
Ich kann es kaum erwarten (und fürchte es gleichermaßen), den Abschlussband zu lesen und zu erfahren, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und dann leider endet!
Eine klare Empfehlung für alle Fantasy-Fans