Buchmeinung zu Harper Lin »Maggie Bell und die tödlichen Seiten«
»Maggie Bell und die tödlichen Seiten« ist ein Kriminalroman von Harper Lin, der 2024 bei Aufbau Digital in der Übersetzung von Eva Riekert erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet »A Book to Kill For« und ist 2021 erschienen.
Zum Autor:
Harper Lin ist USA Today-Bestsellerautorin mehrerer cosy Crime Serien.
Wenn sie nicht gerade liest oder Krimis schreibt, geht sie gerne zum Yoga, wandert oder backt mit Freunden und Familie.
Zum Inhalt:
Maggie Bell lebt im malerischen Fair Haven und arbeitet in einem Buchladen der besonderen Art. Als der Besitzer verstirbt, erbt sein Sohn Joshua Whitfield den Buchladen und beginnt alles umzukrempeln. Ein Handwerker stirbt unter zweifelhaften Umständen und auch Maggie Bell beginnt zu ermitteln.
Meine Meinung:
Manche Zutaten der Handlung kommen dem Leser bekannt vor. Kauzige Figuren, atmosphärisches Ambiente und Bösewichte bevölkern den Kosmos der Geschichte. Joshua hat klare Vorstellungen von der Zukunft des Buchladens, die Maggie nicht teilt. Joshua wirkt dominant und sieht blendend aus. Er wirkt auf Maggie ungemein attraktiv. Ungewohnt ist die Zeichnung der Hauptfigur als wenig sympathische Eigenbrötlerin, die zudem im Dorf eine Außenseiterin spielt. Maggie ist auch nicht gewillt, daran viel zu ändern. Der eigentliche Kriminalfall ist komplexer als zunächst gedacht und bietet die ein oder andere Überraschung.
Die Geschichte wird aus der Sicht der Hauptfigur Maggie Bell erzählt. Maggies Begeisterung für Joshuas Aussehen nervte mich auf Dauer deutlich und die negative Beurteilung Maggies vieler anderer Figuren sorgte auch nicht für ein harmonisches Leseerlebnis.
Fazit:
Ein Cosy Krimi mit einer wenig sympathischen Hauptfigur war eine Überraschung für mich, die mich nicht überzeugen konnte, während der Kriminalfall und seine Auflösung positiv zu Buche schlugen. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).