Ein beschauliches Dorf in den englischen Cotswolds, Koch- und Handarbeitskurse an der ortsansässigen Volkshochschule, Cottages, eine skurrile Pfarrhaushälterin, ein Dorfpolizist das sind die Zutaten, aus denen die Autorin versiert ihren Krimi strickt.
Im Mittelpunkt steht der Tanzlehrer Colin, der, so heißt es, schon mehrere Morde aufgeklärt hat. Man kann sich natürlich wundern, wieso so viele Morde in dieser Idylle passieren und wieviele Menschen überhaupt noch dort überlebt haben aber anders funktioniert der Roman nicht.
Der Krimi ist der 5. Teil einer Serie, und der Einstiegsleser steht dadurch vor Namen, die ihm nichts sagen, und er wundert sich auch, dass die Krankenschwester Norma, die der Klappentext als Teil des Ermittlertrios anführt, hier weiter keine Rolle spielt. Trotzdem: der Krimi funktioniert auch als Einzelband.
Wieso allerdings der Begriff Best man nicht ins Deutsche übersetzt wird als Trauzeuge, hat sich mir nicht erschlossen.
Die Handlung lebt von den eigenwilligen privaten Ermittlern, die die Aufklärung eines spektakulären Mordes selbstständig und ungefragt in die Hand nehmen und dadurch immer wieder in Konkurrenz zur dörflichen Polizei geraten. Der Leser begleitet Colin und seine Freunde bei ihren Nachforschungen und bei ihrem allabendlichen Treffen im Pub. Die Spannung steigt, als weitere Morde passieren. Allmählich stellt sich heraus, dass die Morde in Zusammenhang mit einem früheren Brandunglück stehen, aber der genaue Zusammenhang bleibt im Dunkeln. Sehr gekonnt legt die Autorin verschiedene Spuren, denen Ermittler und Leser folgen, und nach einigen überraschenden Volten präsentiert sie schließlich in einem dramatischen Finale den Bösewicht.
Ein unterhaltsamer, leichter Krimi, routiniert erzählt und angenehm zu lesen.