Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich schnell fasziniert, denn ich lese sehr gerne Krimis und True Crime und das Buch hat sich richtig spannend angehört! Leider konnte das Buch für mich aber nicht ganz halten was es versprochen hat.
Inhaltlich geht es um die True-Crime-Autorin Amanda Bailey, die alles über den berüchtigten Fall der Engel von Alperton weiß. Zahlreiche Bücher und Verfilmungen berichteten von der fanatischen Sekte, seit ihre Mitglieder vor achtzehn Jahren versuchten, ein Baby zu opfern, das sie für den Antichrist hielten. Mittlerweile scheint daher alles erzählt zu sein doch nun ist das "Alperton-Baby" volljährig und könnte endlich interviewt werden. Amanda wittert ihre Chance auf einen echten Coup. Doch während sie immer tiefer in die Recherchen eintaucht, wird klar, dass in diesem Fall nichts ist, wie es scheint. Und dass die Geschichte der Engel von Alperton noch lange nicht vorbei ist.
Ich bin war anfangs überraschte von dem Schreibstil, denn das Buch ist kein Fließtext, sondern setzt sich aus WhatsApp- Nachrichten, E-Mails und Protokollen zusammen. Zunächst fand ich das abwechslungsreich und mal was anderes und habe die Geschichte deshalb auch mit Interesse verfolgt. Leider wurde die Geschichte aber auch bald etwas zäh und langatmig zu lesen, da immer wieder unwichtige Nachrichten dazwischen plaziert wurden und sich anderes immer wieder wiederholt hat. Auch mit den vielen Namen wurde es immer anstrengender sich zu merken wer nun wer ist.
Die Protagonistin ist zwar sehr ehrgeizig, war mir aber unsympathisch, da sie mehrmals gezielt lügt und manipuliert um ihr Ziel zu erreichen. Ihr Kollege Oliver ist auch nicht viel sympathischer, und driftet ab der Mitte ungefähr sehr in abstruse Geschichten ab.
Das Thema des Buches kann faszinieren aber je weiter man liest, desto häufer wiederholen sich Passagen und machen das Lesen anstrengend. Hier hätte deutlich gekürzt werden dürfen.
Auch das Ende konnte mich nicht ganz zufrieden stellen, da es durch die vielen Personen verworren wirkt und es zu viele Zufälle gibt und es sich deshalb konstruiert angefühlt hat. Natürlich ist dies nur eine persönliche Meinung und anderen Lesern kann die Geschichte dennoch deutlich besser gefallen, ich kann aber leider nur 3 Sterne geben.