Über Sven Teichmann bin ich durch Zufall in den sozialen Medien gestolpert. Der sympathische, junge Deutsche und seine Liebe zu Pizza und dem Backen haben mir vom ersten Augenblick an gut gefallen und seine Leidenschaft ist definitiv ansteckend. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich auch schon vorher sehr gerne gekocht und gebacken habe.
Genauso durch einen Zufall habe ich festgestellt, dass es von Sven Teichmann ein Kochbuch bzw. sogar schon mehrere Kochbücher gibt. Obwohl die Outdoorküche normalerweise nicht mein Metier ist, habe ich mich für dieses Kochbuch entschieden und ich kann gleich mal vorausschicken, dass ich es nicht bereut habe. Denn Sven Teichmann gibt zu den Rezepten auch immer eine Indoor-Option an. Perfekt, wenn man entweder nicht grillen mag oder das Wetter wieder einmal nicht mitspielt.
Bevor es zum eigentlich Rezeptteil geht, gibt es eine kleine Einführung. Diese umfasst sowohl die Grundlagen des Grillens als auch des Backens. Somit ist dieses Buch nicht nur für Fortgeschrittene in den beiden Bereichen geeignet, sondern auch Anfänger finden sich sehr gut zurecht. Die Knet- und Formtechniken, welche besonders wichtig sind, wenn man ein schmackhaftes und optisch ansprechendes Gebäck haben möchte, werden ausführlich und sehr anschaulich erklärt, sowohl in Wort als auch Bild.
Bild ist sowieso ein gutes Stichwort. Denn mit Bildern wird in diesem Buch nicht gegeizt. Jedes der Rezepte wird in einem äußerst ansehnlichen Bild dargestellt, so dass einem beim Durchblättern bereits das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Rezepte selbst, also die Zutaten und Zubereitungen der verschiedenen Gerichte, sind sehr kompakt dargestellt, enthalten aber alle wichtigen Informationen, so dass das Nachkochen leichtfällt. Einziges Manko für alle denen auch die Nährwertangaben wichtig sind, diese sind nicht vorhanden, dies stört mich persönlich aber nicht.
Enthalten sind hierbei sowohl fleisch- und fischhaltige Rezepte, aber auch vegetarische und vegane. Wobei die meisten Rezepte natürlich, wie bei Sven Teichmann nicht anders zu erwarten, eine Brotkomponente enthalten. Er hat sich hierbei auch nicht auf eine bestimmte Küche spezialisiert, sondern vereint Rezepten aus mehreren Ländern und Kontinenten und manchmal werden diese auch miteinander kombiniert.
Fürs spontane Kochen sind die Rezepte eher weniger geeignet. Dies sollte aber jedem einleuchten, da die diversen Teige meistens lange Geh- und Ruhezeiten haben. Des Weiteren würde ich dieses Kochbuch nicht unbedingt für die Alltagsküche hernehmen. Denn mir persönlich sind die meisten Rezepte dafür zu zeitaufwändig. Allerdings hatte ich so etwas bereits im Vorfeld vermutet und sehe das nicht als Kritikpunkt an.
Der Titel verspricht meiner Meinung nach nicht zu viel. In diesem Buch passt einfach alles perfekt zusammen, wie die Faust aufs Auge. Mir bleibt gar nichts anders übrig, als dieses Buch weiterzuempfehlen.