Reniae leidet schon seit ihrer Kindheit unter dem Segen der Göttin Inanna. Sie zieht die Blicke der Männer auf sich und tötet, ohne es zu wollen, jeden, der versucht, ihr etwas anzutun. In der rauen Umgebung, in der sie als ehemalige Sklavin unterwegs ist, sorgt sie also ungewollt für einige Leichen. Um dem, was für sie ein Fluch ist, zu entkommen, versteckt sie sich in den Höhlen eines verschneiten Berges und lebt dort mit üblen Grabjägern zusammen, während sie sich als Junge ausgibt.
Eigentlich ist Reniae, durch alles, was ihr schon so widerfahren ist, ziemlich abgebrüht, doch als sie einen verletzten Mann der Nordländer findet, denen man nachsagt Bestien zu sein, beschließt sie, ausnahmsweise ein Leben zu retten, anstatt es zu zerstören.
Mein Eindruck
Der erste Band der Manhwa-Reihe The Golden Forest hat bei mir auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und zwar sowohl optisch als auch von der Geschichte und den Figuren her.
Der Zeichenstil ist wunderschön und sehr atmosphärisch. Einerseits ist die aktuelle Geschichte rund um Reniae sehr düster gehalten, denn es ist Winter und sie lebt in einer dunklen Höhle, wo sie sich unter üblen Gestalten versteckt. Andererseits erzählt sie dem Nordländer, Kun, eine Götterlegende, die wunderschön in hellen Farben illustriert ist.
Die Geschichte, die sich in diesem einen Band entfaltet, ist bereits sehr tiefgründig und wirft verschiedene Fragen zu Themen wie Glaube, Liebe und Schuld auf.
Während der Unterhaltungen, die Reniae und Kun während seiner Genesung zu diesen Themen führen, erfährt man viel über sie und es ist besonders interessant zu sehen, wie sich der Umgang der beiden mit der Zeit verändert.
Mein Fazit
Ein richtig starker Einstieg in die Manhwa-Reihe The Golden Forest, der mich mit der Tiefgründigkeit von Story und Charakteren positiv überrascht hat. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.