Ich habe bisher fast alle Bücher von Stephanie Garber geliebt und war so gespannt auf "Alchemy of Secrets", weil es nicht in der Caraval-Welt spielt und mit Los Angeles ein urbanes Setting in unserer heutigen Zeit hat. Was würde mich dort für eine Magie erwarten? Ganz anders als Caraval oder doch ähnlich?
Ich würde sagen, beides trifft zu. Die Legenden der Stadt erinnern vage an die Magie und Geheimnisse von Caraval. Es gibt besondere Orte, viele Geheimnisse und Figuren, bei denen man einfach nie weiß: Kann man ihnen trauen? Wer ist gut? Wer ist böse?
Bis zum Ende hin haben mich die Wendungen überrascht. Ich liebe es, wenn man eine Geschichte nicht von der ersten Seite an durchschauen kann und das auch bis zum Ende hin so bleibt. Das schafft Stephanie Garber bei mir jedes Mal und ich liebe ihre Bücher genau deshalb.
Die Verbindung unserer modernen Welt mit einer düsteren und zugleich anziehenden Magie hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Zum Beispiel die Legende über den Teufel, der in einer Bar in Los Angeles unterwegs ist, oder die über einen Mann, der einem den Zeitpunkt des eigenen Todes verrät. Mich hat das Ganze direkt in seinen Bann gezogen.
Genau wie die Hauptfigur Holland St. James, die nach der Wahrheit dieser Mythen sucht und hofft, mehr über ihre eigene traurige Familiengeschichte herauszufinden. Ich mochte Holland sehr gerne, ihre Art, allem auf den Grund gehen zu wollen und den Hinweisen zu folgen. Auch die Spannung, die es zwischen Holland und den männlichen Figuren gab, hat mich bis zum Schluss total fasziniert.
"Alchemy of Secrets" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wer viel Romantik erwartet, der könnte enttäuscht werden. Wer aber Lust hat, eine Welt voller düsterer Magie, Geheimnisse und zwielichtiger Gestalten zu erleben und von der Autorin immer wieder überrascht zu werden, sollte das Buch unbedingt lesen.